Hühnersuppe

Nach Weihnachten und Silvester ist der Appetit auf Rotkohl, Gans und Ente  vorbei, ebenso wie auf Plätzchen, Stollen und Torten.

Das Einzige was jetzt locken kann, ist eine schöne, würzige Suppe.

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Man kann das Gemüse für diese Suppe nach Lust und Geschmack variieren und muss sich nicht zwingend an dieses Rezept halten. Ein wenig experimentieren macht Spass und hin und wieder können so auch Gemüsereste verabeitet werden.

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Party-Salat

Manchmal benötigt man einen schnellen Partysalat. Wie wäre es mit diesem:

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Ein Huhn gut gar kochen und vernünftig sezieren, also Haut, Knochen und Unansehnliches entfernen.

Ca. 500 g Nudeln kochen und abkühlen lassen.

1 großes Glas Mayonaise ( ich nehme immer Thommys Delikatess-Mayonaise, allein aus dem Grund, weil meine Mutter sie immer nahm)

2 Glas Spargel

1 winzige Dose Mais

1 kleine Dose Ananas

2 – 3 Zwiebeln

Petersilie

Viel Curry, wenig Thai-Curry, Salz, Pfeffer

Spargel abgießen, den Saft auffangen. Spargelköpfe abschneiden und aufessen, restliche Stangen in Stücke schneiden.

Mais abgießen.

Ananas abgießen, Saft auffangen und die Stücke evtl. noch etwas kleiner schneiden.

Zwiebeln fein würfeln.

Petersilie schneiden.

Mayonaise mit etwas Ananas- und Spargelsaft glattrühren. Mit reichlich Curry, etwas Salz, Pfeffer und Thai-Curry abschmecken. Huhn, Spargel, Ananas, Mais, Zwiebel, Petersilie hineingeben und vorsichtig unterrühren. Für eine Nacht in den Kühlschrank stellen.

Tipp:

Auch wenn es sich bei Mais oder Ananas um schnöde Konservenware handelt, sollte man auf Qualität achten. Hartschaliger Mais oder faserige Ananas gehören nicht in den Salat.

Schon wieder Apfelkuchen…

„Eat an apple on going to bed, and you’ll keep the doctor from earning his bread“
oder auch:
„wer jeden Tag einen Apfel ißt, wird vom Doktor sicher bald vermisst“

Natürlich sollte er lieber in roher Form verspeist werden, aber heute gibt es ihn gebacken:

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den Backofen auf 200°Grad vorheizen

4 bis 5 Äpfel ( ich habe Cox genommen) schälen, vierteln, wer mag darf sie auch einritzen.

3 Eier mit 100 g Zucker schaumig rühren

75 g Butter und 55 g Öl dazugeben.

170 g Mehl, 1 Päckchen Puddingpulver Vanille ( ich nehme etwa 40 g Stärke und eine frische Vanillestange)und 1 Päckchen Backpulver dazugeben. Ich gebe Mehl immer durchgesiebt dazu, dann wird der Teig etwas feiner (kann aber auch Einbildung sein).
Die obligatorische Prise Salz sollte nicht fehlen.

Den Teig in eine passende Form füllen und mit den Äpfeln belegen.
Darauf kommt noch ein kleines Glas Marmelade. Die sollte am besten bitter oder zumindest herb wie Quitte-Aprikose schmecken.

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Bei knapp 200° Grad den Kuchen etwa 30 bis 35 Minuten backen. Falls er wegen der Marmelade oben zu braun wird, deckt man ihn mit einem Stück Alufolie oder Backpapier ab.

Falls man es vergessen hat, weil man hier gerade das Rezept getippt hat, versucht man es mit Zuckerglasur zu vertuschen:

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Helgas Pflaumen-Streuselkuchen

Vor kurzem habe ich bei meiner Kollegin Helga V. einen unglaublich leckeren Pflaumenkuchen gegessen und ihr sofort das Rezept abgeschwatzt.

Hier ist es:

400 g Mehl (gesiebt)
1 Päckchen Trockenhefe
75 g Zucker
1/8 l lauwarme Milch
75 g sehr weiche Butter
1 Prise Salz

aus den Zutaten einen Hefeteig herstellen und etwas „gehen lassen“.
Den Teig auf ein Backblech ausrollen und im Ofen bei knapp 50 Grad (Tür etwas geöffnet lassen) erneut für etwa eine halbe Stunde „gehen lassen“.
Dicht mit Pflaumen (es geht auch prima mit Äpfel, Stachelbeeren, Aprikosen u.ä.) belegen.

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Ich habe etwa ein Kilo Pflaumen benötigt und da diese sich als noch etwas unreif herausstellten, gut mit Zucker und Zimt bestreut

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300 g Mehl
300 g Zucker
1 – 2 Tl. Zimt
200 g Butter
herstellen und auf die Pflaumen verteilen.

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Bei 200 Grad ca. 30 Minuten backen.

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Dazu gesüßte Sahne oder eine Kugel Vanilleeis.

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Lea Linsters Madeleines

Ich habe eine Backform für Madeleines. Aus Silikon. Dabei kann ich Silikon-Backformen nicht ausstehen. Die einzelnen Vertiefungen der Form sehen jedoch sehr nach langgezogenen Muscheln aus. Und Muscheln liebe ich.

Und „Kekse“, die wie Muscheln aussehen, sind perfekt für mich.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis mir ein passendes Rezept in die Hände fiel:

Rezept für Madeleines nach Lea Linster

80 g Butter
60 g Mehl
40 g Mandeln, fein gemahlen
100 g Puderzucker
3 große Eiweiss
1 Messerspitze Backpulver

Ich habe zunächst die Butter geschmolzen und beiseite gestellt. Sie darf leicht gebräunt sein.
Mandeln, Puderzucker, Mehl sieben.
Eiweiss steif schlagen und den Mix aus Mandeln, Puderzucker und Mehl unterheben.
Die Butter dazugeben.
Der Teig muss nun unbedingt einen Tag lang im Kühlschrank ruhen

Am nächsten Tag soll man vor dem Backen noch eine Messerspitze Backpulver unterheben. Ich habe darauf verzichtet, weil der Teig eine wunderbare Konsistenz hatte -ähnlich Mousse au chocolat in hell- und ich diese nicht zerstören wollte.

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Es klappt auch ohne Backpulver prima.

Den Ofen auf ca. 160 bis 170 Grad Umluft vorheizen.

Die Formen etwas fetten und mit Mandelmehl bestäuben ( muss man bei Silikon wahrscheinlich nicht, habe ich aber trotzdem gemacht)und den Teig mit einem Löffel einfüllen.

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Nicht zuviel, denn dann läuft er über.

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Nicht zu wenig,sonst bekommen sie nicht ihre typische „Beule“.

Lea Linster gibt manchmal zu der Butter noch etwas feinen Honig dazu, dann „schmecken die Madeleines wie in der Provence“.
Anstatt Mandeln kann man auch Pistazien oder Haselnüsse nehmen.
Oder sie in Schokolade tauchen.
Oder 75 g geschmolzene Zartbitter-Schokolade unterheben. Schoko-Madeleines.

Mir würden sie wahrscheinlich mit wenig Zitronenschale gut schmecken. Oder mit einer Zitronenglasur und Rosmarin, ganz frisch und sehr feingehackt.

Johanni-Nüsse

Johanninüsse sind ganz normale Walnüsse, die in einem unreifen Zustand geerntet werden.
Diese Nüsse kann man jedoch nirgends kaufen.
Deswegen ist es ratsam, schon jetzt im Mai Ausschau nach Walnussbäumen zu halten, denen man eine Handvoll Nüsse quasi entwenden kann.
Oder sich im Bekannten-, Kollegen- und Verwandtenkreis schlau zu machen, wer solch einen Walnussbaum sein eigen nennt, um ihm in ca. vier Wochen einen Besuch abzustatten und ihm dabei kleine Tüte voll grüner Nüsse abzuschwatzen.

Johanni heißen sie, weil sie vor/um den 24. Juni (Johannistag) geerntet werden sollen. Die Nuss hat das Nussgehäuse noch nicht ausgebildet und ist daher noch weich und grün.

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Sie werden eingelegt und erst Monate später gegessen.

Johanninüsse/ Grüne Walnüsse

500 g grüne Walnüsse
500 g Zucker
1/2 Zimstange
3 Nelken
10 Pimentkörner
1/2 Zitrone, kleingeschnitten
250 ml Wasser

Die Nüsse mehrfach einstechen und min. eine Woche in Wasser legen.
Das Wasser täglich wechseln.
Walnüsse mit frischen Wasser ca. 30 Min. weichkochen und anschließend zurück in das Gefäss, in dem sie gewässert wurden, geben.
Aus Zucker, Wasser, Zimstange,Nelken, Pimentkörner, Zitronenstücken einen Sud kochen und heiss über die Früchte geben.
Die Früchte müssen vollständig bedeckt sein.
Gefäss fest verschliessen und sechs Monate durchziehen lassen.

Zu Weihnachten genießt man die Früchte zu Panna Cotta o.ä.

Hat jemand von euch eigentlich einen Walnussbaum im Garten stehen?