DIY: „Sabbellappen-Büdel“

Sabbellappen-Büdel ist plattdeutsch und bedeutet frei übersetzt: Mund-Nasen-Bedeckungstasche

Eine Tasche zur Aufbewahrung von frisch gewaschenen und gebügelten Masken.

Die Tasche ist schnell genäht, man kann prima Stoffreste verarbeiten und ein schönes Mitbringesel ist sie auch.

Ich habe mich für eine Größe von 16 cm x 12,5 cm entschieden.

Wir benötigen 2 x Außenstoff und 2 x Innenstoff

Für innen habe ich Dekovil benutzt, weil es zum einen abwischbar ist und ich zum anderen vor kurzem eine Menge davon gekauft habe. Es fühlt sich leicht lederartig an, ist reißfest und sehr stabil.

Ihr könnt aber auch Wachstuch oder anderes abwaschbares Material verwenden oder die Tasche ganz aus Stoff nähen und mit in die Wäsche geben.

Jeweils Außenstoff und Innenstoff links auf links legen und die Kanten entweder mit der Overlockmaschine umketteln oder mit einem Zickzackstich umnähen.

Einen Zipper auf einem Stückchen Endlosreißverschluss aufziehen.

Auf die Vorderseite leicht quer aufnähen (siehe Foto). Der Reißverschluß sollte an beiden Seiten etwas rausschauen, damit man bequemer arbeiten kann.

Reißverschluß vorsichtig öffnen. Darauf achten, dass der Zipper nicht herausrutscht.

Zwischen der geöffneten Reißverschlußraupe mit einem Rollschneider oder einer Schere entlangschneiden.

So sieht es von hinten aus

Die Nahtkante entlang der Reißverschlußraupe ordentlich zurückklappen und mit Klammern oder Stecknadeln feststecken.

Mit einem Zickzackstich fixieren.

Wer den „Sabbellappen-Büdel“ an eine Handtasche hängen möchte, näht sich noch eine kleine Schlaufe auf.

Ich habe auf einem Taschenteil das Wort „Sabbellappen-Büdel“ geplottet. Man kann es auch mit Hand vorschreiben und mit einigen Stichen nachsticken oder direkt mit einem Textilstift aufschreiben.

Im Norden könnte man sie auch „Schnutenpulli-Beutel“ nennen, in NRW „Schnüssjardinche-Tasch“ oder im Hessischen „Babbellappen- Dutt“

Beide Teile rechts auf rechts legen, den Reißverschluß zur Hälfte geöffnet lassen, das ist gleich die Wendeöffnung.

Einmal rundherum nähen.

Über die Reißverschlußraupe langsam und mehrfach vor und zurück steppen.

Alles Überflüssige abschneiden und die Ecken etwas schräg einkürzen.

Vorsichtig wenden und die Ecken ausformen.

Von der anderen Seite sieht sie so aus:

Veronikas Taschenbaumler

Bei mir darf gern „Gebammels“ an die Handtasche. Das ist ja zeitweise mehr oder weniger „in“, aber mir gefällt es schon immer.

Nun haben ja einige Hersteller schon ihr Firmenschild als Baumler, manche spendieren einen farblich passenden Bommel, aber so wirklich hinreißend finde ich das alles nicht. Also muss ich selbst aktiv werden.

Los gehts:

Grundsätzlich benötigt man dazu nicht wirklich viel.

Je nachdem was man verarbeiten möchte, ist eine Rundzange, eine flache Zange und ein Seitenschneider hilfreich.

Nylonfaden, Kleber, verschiedene Perlen u.ä.

Zum Auffädeln eignen sich Nylonfäden, die es in verschiedenen Farben gibt.

Was dann genau baumeln soll, kann dann ganz nach Lust und Laune ausgesucht werden:

Perlen, Anhänger, alte Schlüssel, Federn, Lederbänder etc., alles ist möglich.

In einigen Online-Shops wie z.B. Kronjuwelen oder Funkelkram wird man garantiert fündig.

Man kann Karabiner, Schlüsselringe oder auch Lederschlaufen nutzen.

Hier habe ich mich für einen Ring/ Schlüsselring entschieden, an dem erst einmal die gewünschte Anzahl an Fäden angebracht werden.

Dann wird einfach drauflos gefädelt und der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Wenn die gewünschte Länge erreicht ist, fädelt man entweder wieder durch einige Perlen zurück und verschließt das Fadenende mit einem Tropfen Sekundenkleber oder knotet die letzte Perle fest und fixiert den Knoten ebenfalls mit einem Tropfen Kleber. Auch Quetschperlen sind perfekt um Enden zu verschließen.

Bei kleineren Ösen fällt es nicht auf, aber in diesen Ringen sehen Nylonfäden nicht so hübsch aus.

Da benutze ich gern farblich passende Lederschnüre zum Kaschieren.

Die Lederbänder werden einfach in der gewünschten Anzahl über die Nylonfäden gelegt und mit einem Stück Draht umwickelt, damit sie nicht verrutschen.

Die Lederbänder selbst können dann noch mit Perlen verziert werden oder man macht einfach ein paar Knoten hinein.

Bei diesem Baumler habe ich einfach ein wenig von dieser dünnen Geschenkkordel, die es in jedem Supermarkt gibt, zum kaschieren genommen.

Stoffstreifen oder ein Stück Webband würden sich sicherlich auch gut eignen. Probiert es einfach aus.

Viel Spaß beim Nachmachen

Veronika

Glücksglas-Konfitüre als Gastgeschenk

Ein Gastgeschenk unter Corona-Bedingungen ist nicht ganz einfach, wenn man am liebsten etwas Selbstgemachtes verschenken möchte.

Ein Kompromiss ist z.B. eine dieser zauberhaften Glücksglas-Konfitüren, die man einfach mit einem Deckchen ein wenig aufhübscht.

Aus weißer Webware habe ich mir dazu einen Kreis ausgeschnitten -ich habe mehrere Schüsseln ausprobiert und die ideale Größe hatte eine meiner mallorquinischen Schalen- und einmal rundherum versäubert.

Das geht natürlich am besten mit einer Overlock-Nähmaschine, aber wer keine hat näht die Rundung mit einer normalen Nähmaschine mit einem Zickzackstich, damit nichts ausfranst.

Meinen Spruch habe ich draufgeplottet, aber ein Textilstift tut es auch.

Jetzt noch eine kleine Tüllschleife aufgeklebt und fertig ist das erste Gastgeschenk für eine Taufe

Ich habe übrigens schon unzählige Glücksgläser verschenkt, aber die Konfitüre noch nie selbst probiert. Zum einen esse ich kaum Konfitüre und zum anderen koche ich sie ja selbst.

Das werde ich nun bei nächster Gelegenheit nachholen.

Martinas Orange-Zitrone-Ingwer

Von meiner Kollegin Martina habe ich dieses vorzügliche Marmeladen-Rezept bekommen.

Einen Klecks davon auf eine Scheibe Käse….hmm….das müßt ihr unbedingt probieren

Nehmt am besten unbehandelte Saftapfelsinen, oft findet man sie bei diesen Orangensaftpressen im Supermarkt

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zwei, drei Bio-Zitronen

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und ein wenig frischen Ingwer

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Orangen und Zitronen ausdrücken, Ingwer schälen und in feine Stücke schneiden

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Wer mag gibt noch etw 200 ml Prosecco dazu.

Mit der passenden Menge 2:1-Gelierzucker aufkochen

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In kleine Twist-off-Gläser füllen und sich über die selbstgemachte Marmelade freuen 🙂

Auch hier noch mal der Tipp:

Etiketten einfach auf schlichtem Druckerpapier ausdrucken, ausschneiden, die Rückseite des Etiketts durch Milch ziehen und aufs Glas kleben. An den Seiten die überschüssige Milch abwischen und das Etikett trocknen lassen.

Das sind übrigens auch wunderbare Mitbringsel

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Maske Nr. 3

Anleitung für Nähanfänger.

Hier kommt noch eine Maske für euch und zwar die für mich bislang bequemste.

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Das Schnittmuster ist von „Nähfrosch“, aber ähnliche gibt es auch von Pattydoo, Burda und vielen anderen.

Weil Gummiband nahezu Mangelware geworden ist, habe ich mal Jerseynudeln ausprobiert. He, die sind ja sogar viel besser? Schön weich und schnell aus einem Rest Jersey zu machen.

Für die Plotter unter euch: wie wäre es mit einem witzigen Plott auf der Maske? Der Hersteller der Folien verspricht, dass sie ökologisch unbedenklich  sind und bei bis 80 Grad gewaschen werden dürfen.

Trotzdem habe ich einen Test gemacht und die Maske mit Plott mit kochendem Wasser übergossen. Nichts passiert, alles gut 🙂

 

 

Schnittmuster aus Oberstoff ausschneiden. Ich habe hier Leinen genommen, welches ich einmal bei 90 Grad gewaschen und im Trockner getrocknet habe.

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Nachdem ich die „Grinsekatze“ draufgeplottet habe, werden beide Stoffteile rechts auf rechts gelegt und die Rundung genäht. Ich habe die Rundung anschließend mit der Overlock versäubert, ein Zickzackstich geht aber genauso gut.

 

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So sieht es jetzt auf der rechten Seite aus.

Die Naht mit dem Fingernagel etwas glatt streichen und

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auf der rechten Seite einmal gegennähen.

Es sieht besser aus, oder?

 

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Schnittmuster noch einmal für die Innenseite ausschneiden. Ich habe hier mehrfach gewaschene Webware/Baumwolle genommen.

Den Innenstoff ebenfalls einmal an der Rundung nähen und versäubern. Das Gegennähen auf der rechten Seite könnt ihr euch aber sparen.

 

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Beide Teile rechts auf rechts aufeinanderlegen. Versucht so exakt wie möglich die mittleren Nähte aufeinander zu stecken.

 

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Auch hier öffne ich kurz die Klammern, damit ihr es besser sehen könnt….moooment

 

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Die obere und untere Kante nähen. Beide Seiten geöffnet lassen.

 

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Obere und untere Kante versäubern. Entweder wieder mit einer Overlock oder mit einem Zickzackstich.

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Maske vorsichtig auf rechts wenden

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Die beiden Seitenkanten knapp 1 cm nach innen einschlagen.

Eventuell vor etwas glatt bügeln.

Obere und untere Kante schön flach ausstreichen -so dass Kante auf Kante liegt-  und feststecken.

 

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Jetzt basteln wir uns schöne weiche Jerseynudeln.

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Schneidet man Jersey im Fadenlauf, dreht er sich zu einer Nudel, bei der sich die rechte Stoffseite nach außen dreht. Schneidet man ihn quer zum Fadenlauf, dreht sich die Nudel auf die linke Seite.

Mein Tipp: schneidet einfach jeweils einmal quer und längs einen kleinen Streifen Jersey ab, zieht käftig dran und schaut, welches Ergebnis euch besser gefällt.

Mir gefällt die linke Seite ebenso gut wie die rechte, wichtig ist es mir nur, dass sich der Streifen schön eingedreht hat.

Der Streifen sollte etwa 2 bis 2,5 cm breit sein. Ich schneide immer einen ausreichend langen Streifen ab, ziehe an beiden Seiten mehrmals dran und schneide mir davon zwei 20 cm lange Streifen ab.

 

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In  die offenen Seiten die Jerseynudel jeweils etwa 1 cm hineinschieben und feststecken.

Einmal rundherum nähen und dabei die Nudeln einnähen. Am besten mehrfach vor und zurück nähen, damit sie auch wirklich festsitzen.

 

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Fertig!

Sitzt, passt, wackelt und hat Luft und sieht zudem sehr schön aus.

 

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DIY: Schnelle Maske nähen

DIY: „Chinesische Maske nähen“

 

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