Das Leid lässt kalt

von Mely Kiyak

Einfach untergegangen. Wie die Menschen und ihre Häuser ist auch die Nachricht einfach so untergegangen. Als an diesem Montag bekannt wurde, dass sich in der Nacht zuvor in der Grenzregion zwischen dem Iran und Irak ein sehr schweres Erdbeben ereignete, war das einen Vormittag lang eine Meldung. Bei den Leitmedien handelte es sich noch nicht einmal um die erste Nachricht.

10.000 Menschen sind verletzt, mindestens 500 starben. Die Gebiete, um die es sich handelt, werden von Kurden bewohnt. Die iranische Regierung ließ ihre Opfer im Stich, es kamen weder Ärzte, Decken oder sonstige Hilfe an. Die betroffenen Städte sind vernichtet, es ist ein solches Inferno, dass die Türkei, trotz schlimmster Repressalien gegen die Kurden im eigenen Land, sofort Hilfslieferungen organisierte.

Ich habe eine Weile darüber gegrübelt, warum so ein Ereignis keine Spuren hier bei uns hinterlässt, warum uns die Bilder nicht erreichen. Mit Erreichen meine ich nicht Empfangen sondern mehr im Sinne von erühren, Belasten, Beschäftigen. Weiterlesen „Das Leid lässt kalt“

DIY: Weihnachtskarten

Ein paar Weihnachtsgrüße muss man ja meistens versenden, auch wenn man keine Lust drauf hat und auf den Karten eh nicht viel mehr als „Fröhliche Weihnachten wünscht Tante Irmgard“ oder „Frohe Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen Vroni und Lothar“ steht.

Dazu sind die meisten Weihnachtskarten potthäßlich oder -wenn sie wunderschön sind- viel zu teuer.

Selbstgemachte sind dagegen immer schön, egal wie häßlich sie sind. Da hat sich schließlich jemand hingesetzt und kostbare Freizeit, Arbeit und Liebe investiert um mir eine besonders …äh…schöne Karte zu Weihnachten zu basteln. Das muss man einfach anerkennen und die Karte mindestens bis zum darauffolgendem Fest in Ehren halten.

Deswegen gibt es an dieser Stelle Vorschläge für selbstgestaltete Karten

 

Vorschlag No 1

 

Aus passendem Papier -ich habe handgeschöpftes genommen- einen kleinen Tannenbaum ausschneiden. Weiterlesen „DIY: Weihnachtskarten“