Die ersten Rote Bete können ab Juli geerntet werden. Wenn sie nicht zu groß sind, schmecken sie am besten und sind ideal zum Einkochen. Man sollte ausreichend Twist-Off-Gläser sammeln, um die leckeren Knollen im Winter süßsauer genießen zu können.
Ich koche sie am liebsten nach einem sehr alten Rezept aus der Wesermarsch ein.
Kürbis wird mit diesem Rezept übrigens ebenfalls wunderbar. Ich habe ihn im Gegensatz zu dem süß-sauer eingelegten Kürbis „Winterkürbis“ genannt.Weiterlesen →
Im Winter ab und an Birnenkompott zum Nachtisch zu essen, ist etwas Feines. Deswegen sollte man sich jetzt ein wenig Zeit nehmen und einige Gläser davon herstellen
Birnen schälen, halbieren oder vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Weiterlesen →
Viele Jahre habe ich an dem „weltbesten“ Gurkenrezept getüftelt, denn sie sollten so schmecken wie ich sie aus meiner Kindheit in Erinnerung habe. Ein Rezept gibt es natürlich nicht, also blieb nur ausprobieren.
Foto: KI
Im letzten Jahr habe ich es geschafft….diese eingelegten Gurken schmecken genauso wie von meiner Oma Emma
Das Gurkengewürz stelle ich mir selber her.
Gurkengewürz:
1 TL Senfkörner
getrockneter Dill
6 Pfefferkörner, zerstoßen
2 Pimentkörner, zerstoßen
2 Wacholderbeeren, zerstoßen
getrockneter Estagon
Lorbeerblätter, zerkleinert
wenig Salz
wenig „Kräuter der Provinz“
Ich kaufe die Gurken zusammen mit frischen Dilldolden in einem Hofladen, kistenweise und gleich morgens direkt nach der Ernte. Je kleiner die Gurken, desto teurer sind sie. Bei „meinem“ Hofladen bieten sie für wenig Geld eine Wäsche der Gurken an….unbezahlbar, denn die pieksige Gurkenschale kann Unmengen an Sand und Erde aufnehmen. Ich stand schon mit einer Zahnbürste bewaffnet (natürlich unbenutzt) in der Küche und schrubbte damit mühselig den Schmutz von der Schale. Knirschender Sand zwischen den Zähnen schmälern den Genuß ungemein.
Also…Gurken ordentlich reinigen, Reste der Blüte abschneiden, eine evtl. angeschlagene Stelle entfernen.
Gurkensud ansetzen und einmal aufkochen lassen bis sich der Zucker aufgelöst hat:
1 l Wasser
3/4 l Essig, 5% (und zwar den billigen Tafelessig)
500 – 600 g Zucker
3 TL Salz
Zwiebeln in feine Ringe schneiden.
Dilldolden in kleinere „Blüten“ zupfen
Gurken in Twist-Off-Gläser füllen. Eine Prise Salz, etwas von dem Gurkengewürz, einige Zwiebelringe und der Dillblüte dazugeben.
Das macht man einfach nach Geschmack, von dem Gurkengewürz nehme ich etwa einen knappen, halben Teeloffel.
Den kochenden (!) Sud über die Gurken gießen und die Gläser sofort verschließen.. Lasst etwa einen guten Zentimeter Platz bis zum Glasrand. Sofort die Deckel aufschrauben.
10 Minuten bei 90 Grad einkochen. Die Gurken haben beim Herausnehmen einen leichten Silberglanz. Twist-Off-Gläser auf ein Handtuch stellen, mit einem weiteren Handtuch abdecken -damit sie vor Zugluft geschützt sind – und abkühlen lassen.
Gut zu wissen:
Die Twist-Off-Gläser müssen sehr sauber sein. Vor dem Einkochen am besten mit kochendem Wasser füllen und einige Minuten stehen lassen, dann umgedreht auf einem sauberen Geschirrhandtuch ausdampfen lassen. Oder im Backofen „sterilisieren“. Die Deckel gibt man in einen Topf mit kochendem Wasser. Ich fische sie mir dort mit einer Grillzange raus und lass sie ebenfalls abdampfen.
Wenn der Rand des Glases etwas bekleckert wurde, wird er natürlich mit einem Stück Küchenpapier abgewischt. Ich gebe zusätzlich etwas Ethanol auf ein Wattepad und wische damit noch einmal über den Glasrand …
dreißig Jahre Laborarbeit hinterlassen ihre Spuren;-).
Das Wasser im Einkochtopf und der Sud im Glas sollten eine nahezu identische Temperatur haben. Beides sollte demnach so heiß wie möglich sein.