Quitten-Prosecco-Gelee

quitten

Die Quitten machen es ja einem nicht leicht, um an ihren Saft zu kommen. Es kostet  ein wenig Muskelarbeit, die steinharten Früchte zu zerkleinern. In einem großen Topf werden sie mit etwas Wasser weichgekocht und dann durch ein feines Sieb oder Mulltuch filtriert.

Die Idee, sie kalt zu entsaften und durch einen Entsafter zu geben, habe ich schnell aufgegeben bzw. der Entsafter hat es aufgegeben.

Beim letzten Mal hatte ich Glück und bekam fertig filtrierten Quittensaft in Twist-Off-Flaschen. Eine Kollegin hat ihre Quitten in eine Mosterei gegeben und sich anschließend den fertigen Saft abgeholt und mir welchen abgegeben.

Sehr fein schmeckt es, wenn man

knapp 700 ml Quittensaft

200 ml Prosecco

Mark einer Vanillestange

ca. 500 g Gelierzucker 2:1

zu einem Gelee verkocht. Hier sollte man unbedingt eine Gelierprobe machen, denn je nach Reifegrad der Quitten benötigen sie manchmal etwas mehr Zucker.

Mit leicht angewärmtem Quittengelee lassen sich übrigens wunderbar Kekse glasieren. Und wer etwas Saft übrig hat, kann sich ja mal an einen Quittenlikör versuchen. Und zum Schluss empfehle ich noch einmal  „Gertrud Beekers Quittenbrot“.

Holunderblüten-Gelee

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Wer Lust auf ein ganz besonderes Geschmackserlebnis hat, sollte sich rechtzeitig nach Holunderbäumen umschauen.

Sie sollten nicht an einer befahrenen Strasse stehen, sondern abseits auf einsamen Wegen oder in Gärten.

Geerntet werden die Blüten am besten mittags in praller Sonne, wenn sie voller Blütenstaub sind.

Vorsichtig nach Haus transportieren und sofort verarbeiten.

Einige Tage zuvor sollte man sich Waldmeister besorgt  (am besten aus dem eigenen Garten) und ihn zu kleinen Sträußen gebunden haben. An einen luftigen Ort gehängt, kann er nun in Ruhe vor sich hinwelken und seinen Duft entfalten.

Die Fliederblüten ungewaschen auf Küchenpapier auslegen, damit evtl. kleine Tierchen die allerletzte Möglichkeit zur Flucht haben. Die Blüten ebenfalls ein wenig anwelken lassen.

In eine große Pengschüssel mit Deckel (ich mache hier mal kurz Werbung für Tupper) geben, je mehr Blüten, desto besser und mit gutem Apfelsaft (Direktsaft oder selbstgemacht) übergießen.

Dazu die Waldmeistersträuße und zwei in Scheiben geschnittene Bio-Zitronen (wahlweise Grapefruits ohne Schale). Einen Tag im Kühlschrank durchziehen lassen und filtrieren.

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Mit 2:1 Gelierzucker (Anleitung für Gelee beachten) und dem Mark einer Vanillestange zu Gelee verkochen.

Meine Vanillestangen kaufe ich übrigens  wegen der Qualität und des Preises nur noch hier:

http://www.madavanilla.de/

Sie sind ganz frisch bei der  Lieferung, werden sofort eingefroren und halten so sehr lange.

Zum Auftauen rollt man sie nur kurz in der warmen Hand oder legt sie für ein paar Minuten offen auf ein Küchentuch.

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Chili-Kirsch-Marmelade

500 g Sauerkirschen, frisch, entsteint oder tiefgekühlte

1 kleine rote Chilischote, entkernt, sehr fein geschnitten

1 Messerspitze Zimt oder Vanillemark

Saft von einer Limette

250 g Gelierzucker

25 g Edelbitterschokolade, 70 %

Zutaten (ausser der Schokolade) in einen Topf geben und kurz mit einem Mixer fein pürieren. Aufkochen und etwa vier Minuten sprudelnd kochen lassen.

Schokolade fein gehackt dazugeben und eine weitere Minute kochen lassen.

Marmelade heiß in Twist-Off-Gläser füllen und abkühlen lassen.