Engel

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Man benötigt passende Stoffreste, Holzkugeln (mit Bohrloch), Bügelflies, ein paar Wollfäden, Nadel und Faden. Rollschneider, Schere, Lineal. Zwei gleichgroße Stoffreste, ich habe hier 8 cm x 15 cm genommen. Beim nächsten Mal schneide ich jedoch etwas größere Stoffstücke, weil diese recht fummelig zu bearbeiten sind.

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Diese einmal mit einem Rollschneider und Lineal gegengleich diagonal durchschneiden.

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Passende Stücke rechts auf rechts zusammenlegen.

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Unter jeweils einem Stück Stoff etwas Bügelflies bügeln (auf dem folgendem Foto habe ich Bügelflies auf der linken Seite vor

Schneiden fotografiert. Rechts ist er schon druntergebügelt)

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Stoffteile jeweils rechts auf rechts zusammennähen, eine Wendeöffnung auf der geraden Seite lassen. Spitze abschneiden.

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Wenden mit Hilfe einer Häkel- oder Stricknadel.

Für den Flügel ein passendes Quadrat ausschneiden, ich habe hier 9 cm x 9 cm genommen.

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Diagonal falten, mit Flies hinterlegen, nähen (Wendeöffnung nicht vergessen), wenden.

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Wendeöffnung vernähen

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Wie auf dem Foto zu sehen, wird jetzt der Flügel auf die beiden Teile aufgesetzt, festgesteckt und vernäht.

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Mit einem Bindfaden (ich habe Quilting-Garn genommen) näht man nun den Kopf (die Holzperle mit Bohrloch) und die Haare an den Engel-Körper.

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Die Engel lassen sich gut mit ein paar feinen Glitzerperlen verzieren. Außerdem könnte man vielleicht anstatt Wollfäden etwas ungesponnene Wolle oder vielleicht ein paar dünne Drähte nehmen.

Foto des Glitzerengels folgt.

Stollen

Auf der Suche nach dem weltbestem Stollenrezept habe ich folgende Seite entdeckt:

https://commonsblog.wordpress.com/2009/11/15/oma-lenis-dresdner-christstollen/

Das hört sich gut an, sogar sehr gut.

Am Samstag ist nun also Stollen-Backtag Stollen nach dem Rezept von „Oma Leni“

Rezept für einen Stollen, den meine Oma Leni noch Dresdner Christstollen® nennen durfte (ca. drei Stollen)

Zutaten

5 Pfund Mehl

1 Pfund Zucker

Ohne Schale gemahlen:

313 Gramm süße Mandeln (das Rezept war ursprünglich wohl für 8 Stollen verfasst worden, daher die seltsame Zahl)

125 Gramm bittere Mandeln

0,5 Pfund Citronat (ganz nach Geschmack – wir Kinder bekamen immer einen Stollen ohne diese etwas bittere Zutat)

2,5 Pfund Rosinen (gut gewaschen und über Nacht auf einem Küchenhandtuch getrocknet)

1 Schale von einer Zitrone

1 Teelöffel Muskatblüte

2 Pfund Butter (davon 0,5 Pfund Butterschmalz)

3/4 L Milch

6 Würfel Hefe

3 Esslöffel Rum

Alle Zutaten am Abend vor dem Backen vorbereiten und im Zimmer warm stellen.

Am Morgen rührt man die Hefe mit 2 Teelöffeln Zucker (und einem Löffel lauwarmem Wasser) flüssig und giesst sie vorsichtig in die Mitte des gesiebten Mehls.

Man deckt die Schüssel mit einem Tuch ab und lässt die Hefe 10 Minuten gehen.

Inzwischen die Milch lauwarm erhitzen und auch die Butter und das Butterschmalz vorsichtig schmelzen.

Dann gibt man rings um das Hefeteigle alle Zutaten zum Mehl und knetet den Teig mit den Händen von der Mitte her langsam und sorgfältig durch.

Man beginnt dabei mit der Milch, gefolgt von der lauwarmen Butter und den anderen Zutaten, bis ein schöner Teig entstanden ist.

Zum Schluss noch den Rum einarbeiten und den Teig 1 bis 2 Stunden mit dem Handtuch zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.

Schliesslich formt man die Stollen, lässt die fertigen Laibe nochmals gehen und bäckt sie dann bei 150 – 175°C für eine Stunde.

Nach dem Backen wird der Stollen sofort mit lauwarm zerlassener Butter bepinselt und (besonders in den Rillen) mit Zucker bestreut.

Zum Schluss mit Puderzucker einstäuben.

Nach dem Abkühlen werden die Stollen in Aluminiumfolie gewickelt und für einige Wochen bis Weihnachten kühl gelagert.

Soweit das Rezept.

Bittermandeln habe ich  in einem Reformhaus gefunden.50 g für 99 Cent.

Einen Teil der Rosinen habe ich heute schon in Rum eingelegt, dafür spare ich mir die im Rezept angegebenen 3 EL Rum.

Zitronat hatte man nicht vorrätig im Reformhaus, deswegen habe ich 2 Packungen Orangeat gekauft und werde noch etwas Zitronat aus dem Supermarkt hinzufügen.

Ich hoffe, die legendäre Oma Leni verzeiht mir diese Abwandlung.

Es lohnt sich, ein wenig auf der Seite zu lesen: dort gibt zahlreiche Tipps zum Backen und witzige Kommentare rund um das Thema Stollen.

An dieser Stelle unbekannterweise einen Gruß an den Enkel und vor allem ein Dankeschön für das gepostete Rezept.

Am Samstag werde ich berichten, ob die Stollen etwas geworden sind.

Samstag

Diese Menge an Teig zu bearbeiten, erfordert einen kleinen Kraftakt: 5 Pfund Mehl,  2 1/2 Pfund Rosinen, 2 Pfund Butter und so einiges mehr will erst einmal verknetet werden.

Die größte Teigschüssel reichte nicht aus, also hat mein Mann mir im nächsten Supermarkt schnell ein Plastikmonstrum besorgt. Gewärmt habe ich den Teig auf einem Heizkissen, den Trick habe ich mal irgendwo gelesen.

Drei Teige geformt:

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und nun warte ich sehnsüchtig darauf, dass der erste Stollen gut gebacken aus dem Ofen kommt…

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der erste ist fertig:

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Nummer zwei…

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fertig….

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nur noch abkühlen lassen, verpacken, kühl stellen.