DIY: Weihnachtskarten

Ein paar Weihnachtsgrüße muss man ja meistens versenden, auch wenn man keine Lust drauf hat und auf den Karten eh nicht viel mehr als „Fröhliche Weihnachten wünscht Tante Irmgard“ oder „Frohe Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen Vroni und Lothar“ steht.

Dazu sind die meisten Weihnachtskarten potthäßlich oder -wenn sie wunderschön sind- viel zu teuer.

Selbstgemachte sind dagegen immer schön, egal wie häßlich sie sind. Da hat sich schließlich jemand hingesetzt und kostbare Freizeit, Arbeit und Liebe investiert um mir eine besonders …äh…schöne Karte zu Weihnachten zu basteln. Das muss man einfach anerkennen und die Karte mindestens bis zum darauffolgendem Fest in Ehren halten.

Deswegen gibt es an dieser Stelle Vorschläge für selbstgestaltete Karten

 

Vorschlag No 1

 

Aus passendem Papier -ich habe handgeschöpftes genommen- einen kleinen Tannenbaum ausschneiden. Weiterlesen „DIY: Weihnachtskarten“

Stollen

Auf der Suche nach dem weltbestem Stollenrezept habe ich folgende Seite entdeckt:

https://commonsblog.wordpress.com/2009/11/15/oma-lenis-dresdner-christstollen/

Das hört sich gut an, sogar sehr gut.

Am Samstag ist nun also Stollen-Backtag Stollen nach dem Rezept von „Oma Leni“

Rezept für einen Stollen, den meine Oma Leni noch Dresdner Christstollen® nennen durfte (ca. drei Stollen)

Zutaten

5 Pfund Mehl

1 Pfund Zucker

Ohne Schale gemahlen:

313 Gramm süße Mandeln (das Rezept war ursprünglich wohl für 8 Stollen verfasst worden, daher die seltsame Zahl)

125 Gramm bittere Mandeln

0,5 Pfund Citronat (ganz nach Geschmack – wir Kinder bekamen immer einen Stollen ohne diese etwas bittere Zutat)

2,5 Pfund Rosinen (gut gewaschen und über Nacht auf einem Küchenhandtuch getrocknet)

1 Schale von einer Zitrone

1 Teelöffel Muskatblüte

2 Pfund Butter (davon 0,5 Pfund Butterschmalz)

3/4 L Milch

6 Würfel Hefe

3 Esslöffel Rum

Alle Zutaten am Abend vor dem Backen vorbereiten und im Zimmer warm stellen.

Am Morgen rührt man die Hefe mit 2 Teelöffeln Zucker (und einem Löffel lauwarmem Wasser) flüssig und giesst sie vorsichtig in die Mitte des gesiebten Mehls.

Man deckt die Schüssel mit einem Tuch ab und lässt die Hefe 10 Minuten gehen.

Inzwischen die Milch lauwarm erhitzen und auch die Butter und das Butterschmalz vorsichtig schmelzen.

Dann gibt man rings um das Hefeteigle alle Zutaten zum Mehl und knetet den Teig mit den Händen von der Mitte her langsam und sorgfältig durch.

Man beginnt dabei mit der Milch, gefolgt von der lauwarmen Butter und den anderen Zutaten, bis ein schöner Teig entstanden ist.

Zum Schluss noch den Rum einarbeiten und den Teig 1 bis 2 Stunden mit dem Handtuch zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.

Schliesslich formt man die Stollen, lässt die fertigen Laibe nochmals gehen und bäckt sie dann bei 150 – 175°C für eine Stunde.

Nach dem Backen wird der Stollen sofort mit lauwarm zerlassener Butter bepinselt und (besonders in den Rillen) mit Zucker bestreut.

Zum Schluss mit Puderzucker einstäuben.

Nach dem Abkühlen werden die Stollen in Aluminiumfolie gewickelt und für einige Wochen bis Weihnachten kühl gelagert.

Soweit das Rezept.

Bittermandeln habe ich  in einem Reformhaus gefunden.50 g für 99 Cent.

Einen Teil der Rosinen habe ich heute schon in Rum eingelegt, dafür spare ich mir die im Rezept angegebenen 3 EL Rum.

Zitronat hatte man nicht vorrätig im Reformhaus, deswegen habe ich 2 Packungen Orangeat gekauft und werde noch etwas Zitronat aus dem Supermarkt hinzufügen.

Ich hoffe, die legendäre Oma Leni verzeiht mir diese Abwandlung.

Es lohnt sich, ein wenig auf der Seite zu lesen: dort gibt zahlreiche Tipps zum Backen und witzige Kommentare rund um das Thema Stollen.

An dieser Stelle unbekannterweise einen Gruß an den Enkel und vor allem ein Dankeschön für das gepostete Rezept.

Am Samstag werde ich berichten, ob die Stollen etwas geworden sind.

Samstag

Diese Menge an Teig zu bearbeiten, erfordert einen kleinen Kraftakt: 5 Pfund Mehl,  2 1/2 Pfund Rosinen, 2 Pfund Butter und so einiges mehr will erst einmal verknetet werden.

Die größte Teigschüssel reichte nicht aus, also hat mein Mann mir im nächsten Supermarkt schnell ein Plastikmonstrum besorgt. Gewärmt habe ich den Teig auf einem Heizkissen, den Trick habe ich mal irgendwo gelesen.

Drei Teige geformt:

stollen1

und nun warte ich sehnsüchtig darauf, dass der erste Stollen gut gebacken aus dem Ofen kommt…

stollen2

der erste ist fertig:

stollen4

stollen3

Nummer zwei…

stollen5

fertig….

stollen6

nur noch abkühlen lassen, verpacken, kühl stellen.