Gestrickte Decken von „Tine“

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Diese rot-graue Decke war nach vielen Jahren Strick- und Handarbeits-Abstinenz Tines  erstes Projekt. Sie hat im Herbst 2014   damit angefangen und beendete das wunderbare Stück im Februar 2015
Die nächste Strickdecke war die kleinere Regenbogendecke für ihren „Enkel Nr. 2“.
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Und der englische Afghan nach Martin Storey war dann eins ihrer der nächsten Projekte.
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DIY: Sammelmappe

Buchbindeprojekt II

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Nach Sammel- oder Schleifenmappen wird man süchtig. Mir geht es zumindest so. Ich kann einfach nicht genug davon haben. Sie sind praktisch -alles rein und einfach zubinden- und trotzdem dekorativ.

Diese hier ist schlicht gehalten, man kann sie aber hervorragend verzieren, wenn man sie „effektvoll drapieren“ möchte.

Hier sind ein paar Beispiel:

http://tinyurl.com/znlxxng

Die meisten meiner Mappen sind mit einem  Stoff und farblich passendem  Buchbinderleinen bezogen.

Buchbinderleinen ist ein feines Leinen  oder Halbleinengewebe, welches meistens auf einer dünnen Papierschicht aufgeklebt ist.

Wer lieber Papier mag: handgeschöpftes oder Knautsch/Lederpapiere eignen sich gerade für Anfänger wunderbar.

Geschenkpapier ist ungeeignet. Schwere italienische Papiere setzen etwas Übung voraus.

Ein Überzug lässt sich aber auch selbst herstellen:

für ein sehr großes, handgenähtes Buch habe ich ein Zeichenblatt mit Tusche bemalt, gut durchtrocknen lassen, mit einer weissen Kerze vorsichtig eingerieben und  einem weichen Tuch poliert. Eine Fleissarbeit, aber herausgekommen ist dabei ein sehr strapazierfähiges Papier:buch35

Materialien wie Pappen, Papiere, Klebstoffe, Werkzeuge u.ä. wurden  in der Anleitung Fotoalbum  beschrieben.

Pappen exakt von Hand zu schneiden, ist eine mühselige Angelegenheit. Ich mag dieses exakte Anzeichnen und Schneiden -trotz Schneidemaschinen- gar nicht.

Sie werden nie so perfekt geschnitten wie in der Druckerei, in der ich schon unzählige Schneidesachen in Auftrag gegeben habe.

Wenn ich dort bin, darf ich immer in den „Restekorb“ schauen und mir alles mitnehmen was ich möchte. Papiere, Leinen und auch mal ein Glas Leim, bekomme ich zum Sonderpreis, im Gegenzug bin ich großzügig mit Geschenken aus meiner Küche.

Für eine einzelne Mappe kann man sich die Arbeit machen, aber wer mehrere Mappen binden möchte, sollte sich eine Druckerei suchen und dort mal freundlich nachfragen, ob man sie dort nicht für einige Euro maschinell zuschneiden lassen kann.

Online kann man sich ebenfalls Pappen fertig zuschneiden lassen, das lohnt sich allerdings nur, wenn man mehrere „Rohlinge“ bestellt.

Zunächst benötigen wir  Graupappe -etwa 2,5  mm dick- in den Größen

1 Stck. : 30,7 cm  x  22,0 cm

2 Stck. : 22,0 cm  x   6,0 cm

2 Stck. : 31,2 cm  x    6,0 cm

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Mit Planatol werden die einzelnen Zuschnitte  zu einer Schachtel verklebt:

Die Kanten  stabilisiert man mit etwas Malerkrepp oder Tesafilm, der nach dem Trocknen wieder entfernt wird:

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Die Kanten sollten nach Möglichkeit exakt aufeinandertreffen.

Das klappt gerade zu Anfang nicht immer, zum Glück lassen sich aber einige Ungenauigkeiten auch später noch korrigieren.

Zunächst werden die Außenkanten beklebt, der Stoffstreifen sollte dafür etwa 18 cm breit sein und einmal gut um die Schachtel passen.

Baumwollstoff kann man wie Papier direkt auf die Pappe kleben, der Kleber muss jedoch dünn und gleichmäßig aufgetragen werden (Planatol wird dazu mit etwas Wasser verrührt), sonst drückt er sich  unschön durch den Stoff und es gibt häßliche Flecken, die sich nicht mehr entfernen lassen.

Am besten immer ein feuchtes Tuch bereit legen, um klebrige Finger oder Arbeitsmatte  sofort zu reinigen.

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Für diese Schachtelmappe habe ich jedoch zunächst einen Streifen Vlieseline mit der „Bügelseite“ nach oben rundherum auf die Aussenkanten aufgeklebt und darauf den Stoffstreifen gebügelt:

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Gepolsterte Aussenkanten sehen hübsch aus und verdecken kleine Unregelmäßigkeiten.

Anfang und Ende des Stoffstreifen werden an eine der schmalen Seiten der Pappe überlappend verklebt. Ein Ende des Stoffstreifen umknicken und glatt bügeln, damit eine saubere Kante entsteht.

Auf dem Schachtelboden (außen) den überstehenden Stoff verkleben:

Die Innenseiten der Mappe ebenfalls Seite für Seite festkleben und die Ecken gut ausarbeiten.

Für den Einlegeboden benötigen wir Graupappe in der Größe:

1 Stck. : 30,2  cm  x  21,5 cm

Beklebt wird er wiederum mit einem Stück Vlieseline, die mit der Bügelseite nach oben zeigt und auf die ein Stück Stoff gebügelt wird:

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Einige Klebepunkte auf den inneren Schachtelboden geben  und den Einlegeboden einsetzen:

Wir benötigen für den Einsatzdeckel Graupappe in der Größe:

21,0 cm  x  29,0 cm

und ein passendes Stück Buchbinderleinen (siehe Foto unten).

Graupappe gleichmäßig einkleistern, umdrehen und auf das Buchbinderleinen kleben.

Ecken des Leinens abschrägen, nach innen umschlagen und festkleben.

Die einzelnen Kanten ebenfalls umschlagen und festkleben. Mit schweren Büchern o.ä. beschweren und trocknen lassen.

Aus zwei Stoffstreifen  zwei Bänder nähen:

Stoffstreifen einmal falten und überbügeln. Aufklappen und jede Seite bis zur „Bügelfalte“ einschlagen und bügeln. Streifen falten und die offene Kanten nähen. Perle aufziehen und festknoten.

Wer keine Lust auf Nähen hat, kann sich passendes Schleifenband kaufen, es sollte nur recht strapazierfähig sein.

Umschlagdeckel

Wir benötigen Graupappe in den Größen:

1 Stck. 23,5 cm  x  6,5 cm

2 Stck. 23,5 cm  x  32,5 cm

und ein ausreichend großes Stück vom Buchbinderleinen

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Die Graupappenzuschnitte werden aufgelegt und mit „Abstandshalter“ versehen. Als Abstandshalter benutze ich eine in Stücke gesägte Plastikleiste (sie ist etwa 1 cm breit und 2 mm hoch).

Unter die  Zuschnitte lege ich ebenfalls eine Leiste oder ein Lineal, damit sie in einer geraden Linie aufgeklebt werden.

Alle Ecken und die einzelnen Kanten umschlagen und festkleben. Nur wenig Leim auf die umgeschlagenen Ecken (rechtes Foto) geben und diesen immer nach außen aufstreichen, damit kein Leimfleck auf das Leinen kommt.

Mit einem Falzbein jede Ecke und jede Kante sauber ausarbeiten.

Ein sauber geschnittenes Stück vom Buchbinderleinen auf die Rückeneinlage, Vorder- und Rückendeckel kleben (siehe Foto unten)

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Die Schleifenbänder rechts und links mittig festkleben, den Leim aber nicht bis zum Schachtelrand auftragen.

Ich klebe meistens noch ein Stück Stoff drauf, weil ich mir einbilde, es würde so besser halten.

Wer das obere Foto mit den beiden unteren vergleicht, wird bemerken, dass ich an den Ecken etwas flicken musste. Damit es anderen nicht passiert, sollte drauf geachtet werden, dass das Leinen an den Ecken nicht zu kurz geschnitten wird und gut die Graupappe verdeckt.

Vor dem Leimen noch einmal testen, ob nirgendwo Graupappe herausschaut.

Wer mag, kann nun auch Buchecken aufsetzen.

Den Schachtelboden gleichmäßig leimen. An den Kanten den Leim nur dünn auftragen, damit er beim Aufsetzen nicht rausquetscht.

Immer dran denken: nur wo Leim aufgetragen wurde, kann es kleben.

Schachtel auf den Rückendeckel kleben. Auf der linken Seite bis zur ersten Falz, denn dort wird sie später mit dem Rücken verklebt. Links befindet sich auch die Ansatzstelle  vom Stoff.

Mit Bücher beschweren und trocknen lassen.

Die exakte Lage des Einlagedeckels anzeichnen und ihn festkleben.

Schachtelrücken festkleben und lassen gut trocknen lassen.

Mit schweren Büchern oder Boule-Kugeln als Gewicht, habe ich meine allerersten Buchbindearbeiten getrocknet. Natürlich geht es sehr viel einfacher, wenn man die einzelnen Teile einfach mit Klemmen (gibt es in jedem Baumarkt)  fixiert.

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Fertig? Dann darf man jetzt voller Stolz die wunderschöne Schachtelmappe bewundern.

Bei Fragen: Muschel@ewe.net

nächstes Buchbindeprojekt: Stifteschachtel für den Schreibtisch

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Material für die Schachtelmappe: (siehe auch Fotoalbum DIY)

Graupappe für die Innenschachtel:

1 Stck. : 30,7 cm  x  22,0 cm

2 Stck. : 22,0 cm  x   6,0 cm

2 Stck. : 31,2 cm  x    6,0 cm

Graupappe für den Einsatzdeckel:

1 Stck. : 21,0 cm  x  29,0 cm

Graupappe für den Umschlagdeckel:

1 Stck. 23,5 cm  x  6,5 cm

2 Stck. 23,5 cm  x  32,5 cm

Kleber, z.B. Planatol BB

Stoff oder Papier

evtl. Vlieseline

Buchbinderleinen

Falzbein, Schere, Cutter, Rollschneider, Schneidemaschine (wenn vorhanden), Bleistift

evtl. Schleifenband

 

DIY: Fotoalbum

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DIY: Fotoalbum

Buchbindeprojekt I

Bei einem gekauften Fotobuch sind die Formate vorgegeben, ebenso die Anzahl der Seiten und das Aussehen des „Covers“ und des Fotopapiers.

Oft möchte ich  jedoch nur einige Fotoabzüge von einem besonderen Ereignis verschenken, dann soll das „Fotobuch“ nicht noch zig leere Seiten aufweisen. Oder der Einband passt  nicht zu meinem Thema oder ich hätte gern ein außergewöhnliches Format oder ein besonderes Papier.

Mit etwas Übung kann man sich (s)ein Fotobuch selbst binden und vielfältig gestalten. Es ist immer ein Original und nicht käuflich zu erwerben. Es ist ein individuelles Geschenk oder ein besonderer Schatz für sich selbst.

Ich habe mir beispielweise ein Album „gebaut“, in welches ich Fotos meiner selbstgemachten Schmuckstücke eingeklebt habe.

Ein Album für meine Nähprojekte ist gedanklich in Arbeit.

Ebenfalls in Arbeit ist ein „Nizza-Album“, hinein kommen neben Fotos auch Stadtkartenausschnitte, ein Stückchen von der Brötchentüte mit der Adresse des Lieblingsbäckers, Eintrittskarten von Museen, Postkarten und Notizen.

Gelungene Porträtaufnahmen meines Enkels klebe ich großformatig auf schwarzen Fotokarton und binde sie irgendwann zu einem Album zusammen.

Wer zeichnen oder malen kann, nimmt z.B. als Einlage nicht Fotokarton, sondern schneidet sich Aquarell-/Zeichenpapier passend zu und hat somit „Malpapier to go“

Los gehts:

ich habe hier der Einfachheit halber Trennblätter genommen, die es in jedem Schreibwarenladen in verschiedenen Farben zu kaufen gibt.

Mit ihnen kann man gut für ein erstes Album üben, sie sind billig und müssen nicht mühselig von Hand zugeschnitten werden.

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Foto: Trennblätter und Falzbein

Fotobücher arbeite ich immer mit einem Zwischenstreifen, weil Fotos auftragen und das Album später unschön aufklaffen würde. Sie dienen also als „Höhenausgleich“.

Wer die einzelnen Seiten „scrapbookmäßig“ verschönern möchte, also mit Aufklebern, Eintrittskarten, gepressten Blumen oder gebastelten Sachen versehen will, kann bei einzelnen Seiten zum Ausgleich auch zwei oder mehr Zwischenstreifen einfügen.

Die Zwischenstreifen werden normalerweise passend zugeschnitten, hier legt man einfach ein Lineal an und zieht mit einem Falzbein eine Falz  (siehe orangefarbenen Streifen auf dem obigen Foto). Entlang der Falz knickt man das Papier um und hat somit schon einen Zwischenstreifen. Löcher markieren und mit einer Lochzange ausstanzen.

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Foto: Trennblätter und Lochzange

Es werden so viele Blätter vorbereitet, wie man  im späteren Album haben möchte.

Da das Album geschraubt wird, ist es jedoch kein Problem, es um weitere Blätter (=Einlagen) zu erweitern, falls mehr Seiten benötigt werden.

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Foto: Buchschrauben

Buchschrauben gibt es in verschiedenen „Füllhöhen“, z.B. in der Höhe 2mm bis hin  zur Füllhöhe von 20 mm. Sie können vernickelt oder vermessingt oder schwarz lackiert sein.

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Foto: Trennblätter und Graupappe

Nachdem die Trennblätter fertig gefalzt und gelocht sind, werden die Vorder- und Rückseite des Albums angefertigt. Man benötigt dafür Graupappe (Stärke 1,5 bis 2 mm), die es auch in Schreibwarenläden oder online zu kaufen gibt. Außerdem ein Teppichmesser und ein Metalllineal zum Schneiden der Graupappe.

Die Graupappe etwas größer als das Fotopapier/Einlage zuschneiden und einen Streifen davon in der Breite der Zwischenstreifen abschneiden (siehe obiges Foto) Das ist notwendig, um später gut umblättern zu können.

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Foto: Leim Planatol BB/ rechts mit Wasser verdünnter Leim

Die zugeschnittene Graupappe wird auf ein Blatt Fotopapier gelegt und man kennzeichnet nun die gewünschte Höhe/ Breite:

Der Einband (=Graupappe) sollte vielleicht in der Höhe jeweils unten und oben einen halben Zentimeter überstehen.

In der Breite ist er links bündig und rechts kann er ebenfalls etwa einen guten halben Zentimeter länger sein. Dabei muss der Zwischenraum zwischen den beiden Pappstücken ( etwa 3 mm breit) berücksichtigt werden.

Ein wenig experimentieren gehört dazu, wenn man zukünftig individuelle Alben „bauen“ möchte. Man kann nicht auf vorgebene Maße zurückgreifen und muss selbst entscheiden, was einem gefällt und was nicht.

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Foto: bezogene, vordere Decke (aus Graupappe)

Auf dem obigen Foto sieht man eine Graupappe, die mit rotem Buchbinderleinen bezogen wurde.

Dazu schneidet man ein ausreichend großes Stück Buchbinderleinen ( oder Papier) zu.

Normalerweise beachtet man dabei die Laufrichtung des Leinens oder des Papiers, aber für ein erstes Übungsstück lassen wir das außer acht.

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Foto: Graupappe auf Leinen geklebt.

Zwischen dem Randstreifen ( das Stück Pappe mit den beiden Löchern) und der Decke (das größere Stück Pappe), lässt man einen kleinen Spalt von wenigen Millimeter ( das ist für das spätere Aufklappen wichtig).

Wer ein gutes Augenmaß hat, schätzt ab, ob der Spalt gleichmäßig ist. Alle anderen können beispielsweise den Rücken eines Holz-Lineals dazwischenstecken.

Es gibt verschiedene Arten eine Ecke zu kleben. Ich habe alle ausprobiert und mir gefällt folgende am besten:

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Foto: Graupappe Buchbinderleinen

Graupappe ( also beispielweise die Vorderdecke des Albums) auf ein ausreichend großes Stück Buchbinderleinen (oder Papier) kleben. Die Ecken des Leinens -wie auf dem Foto zu sehen- abschrägen.

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Foto: umgeklappte Ecke

Die Ecke leimen, umklappen und mit dem Falzbein gut ausarbeiten. Alle Ecken so bearbeiten.

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Erst dann die übrigen Überstände Seite für Seite leimen, umklappen und mit dem Falzbein gut andrücken.

Auf der Vorderseite den Spalt mit dem Falzbein nachzeichnen und überprüfen, ob alles gleichmäßig verleimt ist.

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Die Pappe wird nun mit einem passend zugeschnittenen Stück Buchbinderleinens „gegenkaschiert“( siehe Foto oben).

Zum einen natürlich wegen des Aussehens, zum anderen würde sich ein einseitig bezogenes Stück Pappe bei der Trocknung leicht verziehen und verbiegen.

Wenn beide Albendeckel, also Vorder- und Rückseite, fertig bezogen und gegenkaschiert sind, läßt man sie unter einen Stapel Bücher o.ä. trocknen.

Nach dem Trocknen werden die Löcher (sie lassen sich gut erfühlen) mit der Lochzange vorsichtig ausgestanzt.

Das Album kann nun verziert werden. ich habe eine Schachtel, in der ich Dinge aufbewahre, die man möglicherweis für ein Album (oder eine Schachtel – das wird das nächste Projekt) gebrauchen kann:

Kochlöffel in einem Mini-Format, Tiere wie z.B. eine Echse aus flachem Metall, kleine Sandtiere.

Sehr alte Puppenschuhe aus Seide und anderen Materialien, die sich schon in der Auflösung befinden, aber wunderbar zur Shabby-chic-Verzierung eines Albums zur Geburt eines Kindes geeignet sind.

Filzblüten, Filzreste, flache Schmuckstücke.

Einen genähten Beutel, der farblich passt.

Landkarte, Postkarte, Münzen für ein Urlaubsalbum.

Ein flache Metalldose.

Einfach die Augen offen halten und sammeln. Irgendwann gebraucht man es.

Das Album muss zum Schluss nur noch zusammengeschraubt werden.

————————————————

Materialien:

Schneideunterlage, z.B. von Gerstaecker

Falzbein, z.B. bei Boesner

Leim , z.B. bei Planatol BB oder selbstangerührt aus Tapetenkleister (Metylan) und Ovalit T ( aus dem Baumarkt)

Borsten-Pinsel/ Tuch/ Makulaturpapier (altes Papier zum Unterlegen bei Klebearbeiten)

Cutter/ Skalpell zum Schneiden von Papier/ Fotokarton

Teppichmesser zum Schneiden von Graupappe

Lineal aus Metall

Bezugspapier, für Anfänger eignet sich „Knautschpapier/ Kripspapier“ am besten

oder Buchbinderleinen

Fotokarton

Graupappe in 1,5  oder 2, 0 mm Stärke

Beim Suchen nach Materialien ist mir ein Buchbinder-Shop aufgefallen. Ich poste hier mal den link zum Shop, kann aber nichts darüber sagen, weil ich dort noch nie gekauft habe.

Eure Erfahrungen oder Tipps bezgl. Einkauf von Buchbinde-Materialien dürft ihr mir gern per mail mitteilen.

http://www.buchbinder-shop.de/Buchleinen-Buchgewebe

Viele Sachen bekommt man aber auch in einschlägigen Bastel-Online-Shops, bei Boesner, bei Gerstaecker, im Schreibwarenladen oder bei Dawanda oder bei Ebay.

Buchtipp:

„Bücher perfekt selbst binden“ Vasco Kintzel

Einige Buchbindearbeiten von mir:

http://tinyurl.com/znlxxng

Nächstes Buchbinde-Projekt: Sammelschachtel

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Nadelkissen und Nähgewichte

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Nadelkissen

Schöne Stoffreste kann man schnell zu niedlichen Nadelkissen oder Nähgewichten verarbeiten. Bei mir liegen mittlerweile bestimmt vier, fünf davon am Nähplatz. Ein winziges Nadelkissen habe ich in eine Plastikdose mit Schraubverschluss gesteckt: „Nadelkissen to go“ sozusagen, denn ich nehme es zu Nähkursen mit.

Natürlich kann man Nadelkissen (und auch Nähgewichte) zusammen mit einem Stück Stoff sehr gut an Nähbegeisterte verschenken. Oder -wie in meinem Fall- an die Töchter, zusammen mit Nähgarn, damit sie sich zur Not einen Knopf annähen können.

Man sucht sich also hübsche Stoffreste aus, legt sie „rechts auf rechts“ und zeichnet einen Kreis. Meine haben meistens einen Durchmesser um die 10 cm.

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Steppen und dabei eine Wendeöffnung lassen.

Nadelkissen auf rechts wenden und mit Zauberwatte füllen. Zauberwatte bekommt man günstig bei IKEA , indem man dort ein billiges Kissen kauft und es aufschneidet.

Wendeöffnung verschließen.

Dieses Nadelkissen habe ich nach dem Wenden mit einem kleinen Rand verziert, in dem ich vor dem Füllen einmal rundherum genäht habe ( an die Wende/Füllöffnung denken)

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Mit Stickgarndurch die Mitte des Nadelkissens stechen und das Kissen mehrfach „umnähen“

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Das Stickgarn dabei gut festziehen (sieht zu Anfang ein wenig schief aus)

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Wer mag, näht einen Knopf drauf.

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Ein wenig zurechtzupfen und es ist fertig.

Nähgewicht

Nähgewichte gibt es in allen möglichen Variationen. Sie lassen sich aber eben auch prima aus  kleinen Reststücken nähen.

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Gefüllt werden sie beispielsweise mit Reis oder Vogelsand.

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Wendeöffnung schliessen. Wer mag, kann das Nähgewicht mit Knöpfen, Spitze oder Litze verzieren.

In dem Stoffgeschäft Seligkeitsding habe ich diese witzigen Nähgewichte gesehen

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DIY: Kosmetiktäschen

In einer guten Stunde kann man dieses niedliche Kosmetiktäschen nähen

Gefüllt mit ein paar Kosmetikproben, einem Duschgel und Körpercreme, einem Gutschein oder einfach ein paar Schokoladentäfelchen, ist es ein schönes Mitbringsel.

Teil 1/ Vorbereitung

Benötigt wird:

ca. 25 cm Außenstoff

ca. 25 cm Futterstoff

ca. 25 cm Vlies ( z.b. H630 oder H640)

ca. 50 cm Endlos-Reißverschluss plus Zipper

evtl. Stylefix

Zunächst fertigt man sich ein Schnittmuster an

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Die Ecken für den Boden ausschneiden:

am Stoffbruch 4 cm x 5 cm, an der offenen Seite 5 cm x 5 cm

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Man kann sich ein ausreichend großes Stück Papier vorher falten ( am „Stoffbruch“), die obige Skizze aufmalen, Ecken ausschneiden und auseinderklappen. Dann sollte es in etwa so aussehen, wie mein schon oft benutztes:

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Außen- und Innenstoff  jeweils einmal mit Nahtzugabe ausschneiden.

Bei mir ist  Außen- und Innenstoff identisch.

Vlieseline schneide ich etwas kleiner (jeweils 1 cm) aus, weil sich die Tasche dann besser nähen lässt. Diesen Tipp bekam ich von Anna, die Nähkurse im Laden „Seligkeitsding“ anbietet.

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Vlieseline aufbügeln (ein Stück Backpapier hilft dabei, dass nie etwas am Bügeleisen oder am Bügelbrett kleben bleibt)

Endlos-Reißverschluss einmal teilen ( man benötigt nur eine Hälfte)

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Die rechte Seite ( die „Zahnreihe“ liegt oben) des Reißverschlusses liegt oben und anstatt ihn mit Stecknadeln festzustecken, habe ich „Style-Fix“ ( auch ein Tipp von Anna) genommen.

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Stylefix, doppelseitiges Klebeband, 50 m lang, 4mm breit, ca. 5,90 Euro

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So wie auf dem Foto zu sehen, wird das Klebeband aufgeklebt

Danach zieht man den Schutzstreifen des Klebebands ab und klebt den Reißverschluss an die Kante des Oberstoffs (rechts auf rechts).

Der Reissverschluss sollte an beiden Stoffseiten ein gutes Stück überstehen, weil noch  er  vernäht werden und ein Zipper aufgesetzt werden muss.

Danach klebt man wieder einen Streifen Stylefix auf die nunmehr linke Seite des Reißverschlusses, zieht den Schutzstreifen ab  und klebt den Futterstoff auf.

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So sollte es jetzt aussehen:

Oberstoff mit aufgebügelter Vlieseline liegt unten

rechte Seite des Reißverschlusses liegt auf der rechten Seite des Oberstoffs

rechte Seite des Futterstoffs liegt auf der rechten Seite des Oberstoffs und somit auf der linken des Reißverschlusses.

Klingt kompliziert, ist es nicht und sieht so aus:

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Teil 2 / Nähen

Mit dem Reißverschluss-Nähfüsschen die Naht steppen.

Ich setze immer noch einen feinen Hexenstich auf die rechte Seite ( dafür die Tasche einmal links auf links falten und mit Stecknadeln feststecken)

Einen Zipper aufsetzen ( einen Tipp dafür gibt es später) und die Tasche einmal durch die Reissverschluss-Öffnung wenden.

Rechts liegt eine der Zauberklammern, die man anstatt Stecknadeln nutzen kann. Günstig sind sie allerdings nicht. Diese habe ich geschenkt bekommen ( danke an „nebilseineoma“).

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Die Stofftasche vorsichtig auseinander ziehen, so dass der Futterstoff rechts auf rechts und der Außenstoff ebenfalls rechts auf rechts liegt.

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Ich habe den Reissverschluss etwas gekürzt.

Zunächst näht man die Seitennaht. Dabei mehrmals vorsichtig über den Reißverschluss nähen.

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Danach steppt man die untere Bodennaht des Außenstoffs ( der mit der Vlieseline).

Die untere Bodennaht des Futterstoffs wird ebenfalls gesteppt, aber man lässt eine Wendeöffnung.

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Die vier seitlichen Bodennähte steppen. Dabei unbedingt darauf achten, dass Futter- und Aussenstoff gut “ gefasst“ werden. Mir ist es nämlich schon passiert, dass nach dem Wenden an einer seitlichen Bodennaht Vlieseline herausguckte.

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Tasche vorsichtig durch die Wendeöffnung ziehen und zurechtzupfen. Die Wendeöffnung schließen.

Fertig. Evtl. noch ein wenig aufbügeln und den Zipper mit ein paar Perlen verzieren.

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Ich freue mich auf Tipps und Tricks oder  über Fragen, wenn etwas unklar beschrieben wurde.

Hier habe ich Endlos-Reissverschlüsse (5 mm) zu einem sehr günstigen Preis bestellt.

Naehkaufhaus

http://www.perlen-papier-patchwork.de/shop/

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DIY Swarovski-Armband

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Wer zu Weihnachten oder zu Silvester funkeln möchte, sollte sich jetzt die „Zutaten“ für  Swarovski-Armbänder besorgen.

Man benötigt z.B. für das blaue Armband:

Etwa 40 Stück Halbedelsteinsplitter

4 Metall-Würfel mit größerer Öffnung

4 Rivoli/ 4-Loch-Kesselsteinperlen

Schmuckgummi ( max. 1 mm )

Schmuckkleber, Uhu o.ä.

Fädelszizze:

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2 etwa gleichlange Schmuckgummibänder (jeweils ca. 35 cm lang) abschneiden

Die Gummibänder sollten nicht zu knapp bemessen werden, weil man sie später noch „bequem“ verknoten können muss.

Man fädelt zunächst jeweils ein Gummiband durch je zwei Löcher eines 4-Loch-Kesselsteins.

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Es folgen pro Gummiband 5 Halbedelsteinsplitter, bevor die Gummibänder gegengleich  durch eine Perle mit einer größeren Öffnung (in diesem Fall ein Silberwürfel) gezogen werden.

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Weitere 5 Halbedelsteinsplitter aufziehen, bevor die  nächste Swarovski-4-Loch-Perle aufgefädelt wird.

Das Armband immer mal wieder um den Arm legen, um die Länge zu prüfen. Möglicherweise werden vielleicht einige Halbedelsteinsplitter zusätzlich benötigt.

Da die Splitter unterschiedlich groß sind, kann man nur die ungefähre Anzahl der Splitter (in diesem Fall pro Gummiband 10 Stück) zwischen zwei 4-Loch-Kesselsteinen angeben.

Die Länge des blauen Armbandes beträgt ungefähr 17 cm.

Zum Schluss verknotet man das Armband mehrfach unter einem 4-Loch-Kesselstein

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Ist die Länge passend und lässt sich das Armband bequem aufziehen und abstreifen, „verschließt“ man die Knoten mit einem Tropfen Schmuckkleber.

Rivoli/ 4-Loch-Kesselsteinperlen von Swaroski werden zu unterschiedlichen Preisen  angeboten. Die teuersten, die ich beim Stöbern im Netz gefunden habe, kosten pro Stück 3 Euro.

Die günstigen habe ich bei „Servietten Wimmel“ gefunden: 6 Stück zu 6,80 Euro. ( Achtung: dort sind nur sehr kleine Mengen vorrätig). Diesen Preis zahle ich in etwa auch im Perlengrosshandel, er ist also kaum zu unterbieten.

Man sollte unbedingt die original Swarovskisteine kaufen, weil nur sie über eine unglaubliche Brillanz verfügen.

Halbedelsteinsplitter und -wie bei dem blauen Armband- Silberwürfel mit einem etwas größerem Loch- findet man in diversen Perlen-Onlinshops, bei ebay oder sicher auch bei Dawanda. Schmuckgummi ebenso.

Ich habe hier ein 1 mm dickes Gummi genommen. Das ist  natürlich ein sehr festes Gummi, das sich nicht durchscheuert und kaum ausleiert. Der Nachteil ist, dass es nicht durch feine Splitteröffnungen geht.

Da ich ausreichend Halbedelstein-Splitter habe, ist es nicht weiter tragisch, ich suche mir eben die mit der passenden Bohrung aus.  Ist der Perlenschatz nicht so umfangreich, sollte man ein etwas feineres Gummiband kaufen, damit es auch wirklich durch jedes Bohrloch geht.

Wer so richtig funkeln möchte, ersetzt einige Splitter durch  Swarovski-Doppelkegelperlen ( Größe  ca. 4 bis 6 mm)

Hier wurden unterschiedliche Perlen miteinander kombiniert:

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und hier wurden nur jeweils drei bis vier Splittersteine benötigt:

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DIY: Stoffreste-Kranz Eine Anleitung für „Mariechen“

Stoffreste kann man gut zu einem Restekranz verarbeiten. Wer ihn nicht aufhängen möchte, kann ihn auch flach auf eine Kommode oder Tisch legen und ein Glaswindlicht in die Mitte stellen.

Mir gefallen sie am besten „Ton in Ton“ oder eben zu Weihnachten aus verschiedenen Weihnachststoffen.

Sie sind leicht anzufertigen, man benötigt nur etwas Zeit, weil sie Unmengen an Stoffstücken verschlingen.

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Dekokranz in der Gäste-Toilette

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Stoffstücke in der Größe von ca. 5cm x 5cm grob zuschneiden. Das geht am schnellsten mit einem scharfen Rollschneider. Die Stücke müssen nicht quadratisch sein, je unregelmäßiger sie aussehen um so schöner der spätere Kranz

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Mit einer Stricknadel (ich nehme eine alte Rundstricknadel) die Stücke in einen Styroporkranz pieksen

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Die Stricknadel wieder herausziehen, das Stoffstück sitzt fest im Kranz.

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Den Kranz lückenlos mit Stoffstücken füllen.

Fotos:
http://tinyurl.com/nzphfjs

Veronika näht: Hühnerpullis

Ketten fädeln/ Teil 1

Ketten selbst herstellen, ist viel leichter als man glaubt. Man kann sich zu jedem Outfit eine passende fädeln und weiß, sie ist individuell. Keine andere trägt sie.

Grundausrüstung:

– Flachzange
– Rundzange
– Seitenschneider
– Kerbzange

– Stahlseil, 0,4 mm Durchmesser, nylonummantelt
– Quetschperlen 1,8 bis 2mm Durchmesser
– Karabinerhaken

und natürlich Perlen.

Zangen bekommt man manchmal als Set bei Aldi, dann kann man zugreifen, denn für den Anfang sind sie vollkommen ausreichend.

Hier kann man ebenfalls schauen:

http://www.gluecksfieber.de/schmuckzubehoer

http://www.everglaze24.de/epages/es441436.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/es441436/Categories/Schmuckzubeh%C3%B6r

http://www.sayila-perlen.de/schmuck-basteln/zubehor-schmuck-basteln

Es gibt eine Vielzahl an Onlineshops für Perlen/ Schmuckzubehör, außerdem kann man gut bei ebay schauen oder bei Dawanda.

Ich gehe regelmäßig auf Flohmärkte und kaufe dort günstig alte/ gebrauchte/ defekte Ketten auf. Zu Haus werden sie zerschnitten, die „guten“ Perlen gesäubert und sortiert, der Rest wird weiterverschenkt oder entsorgt.
Man kann auch im Bekannten-, Verwandten- und Kollegenkreis herumfragen, mit etwas Glück bekommt man defekte oder nicht mehr passende Ketten geschenkt.

So gehts:

Ein ausreichend langes Stück Schmuckdraht abschneiden. Ich bin da immer recht großzügig, weil ich es einerseits per Augenmass abmesse und andererseits bequem arbeiten möchte. Und das kann ich mit Drahtfitzelchen nicht.
Bei einer Kettenlanänge von etwa 42/43/44 cm, benötige ich also ca. 50 cm Draht.

Man kann sich die Perlen schon in einer Reihe passend hinlegen und sie dann nach und nach auffädeln. Dafür gibt es sogar extra „Perlenbretter“.
Ich fange jedoch immer mit der mittleren Perle an, arbeite mich also von der Mitte aus nach beiden Seiten bis die gewünschte Länge erreicht ist.

An einem Ende zieht man eine Quetschperle auf:

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Führt das Ende des Schmuckdrahts wieder zurück durch die Quetschperle:

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und zieht eine kleine Schlaufe und quetscht mit Hilfe der Flachzange oder Kerbzange die Quetschperle fest:

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Den überstehenden Rest des Drahts zwickt man sauber mit dem Seitenschneider ab.
Die „Einhängeöse“ auf der einen Seite ist nun schon mal fertig

Die aufgezogenen Perlen bis zur Quetschperle schieben.

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Tipp: bei „schweren“ Perlen verwende ich auch schon mal bis zu drei Quetschperlen, damit die Kette gut hält. Die Quetschperlen sollten jedoch gleichmäßig gequetscht werden, damit es gut aussieht.

Auf der anderen Seite wird ein Karabiner eingehängt: entweder direkt in eine „Einhängeöse“ oder man versieht den Karabiner zuvor mit einem Biegering und hängt dann diesen in die Einhängeöse:

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Teil 2 folgt…

DIY: Stoffschale

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Stoffschalen kann man in fast allen Größen und Breiten nähen. Die auf dem obigen Foto habe ich beispielsweise genäht, um darin in Zellophan eingewickelte Geldscheine zu verschenken.

Eine Schale aus schönem Stoff versteckt wunderbar das Strickzeug oder Nähsachen.

Oder man stellt ein Glasgefäß hinein und füllt es mit Blumen.

Zu Ostern füllt man sie entweder dekorativ mit Eiern und Federn  für den Ostertisch oder füllt sie mit Süßigkeiten und verschenkt es als Osternest.

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Foto: Muster Schablone

Man zeichnet sich auf Karton eine Schablone (siehe obiges Foto) oder nutzt den Download.

Download Stoffschale

Man benötigt 6 x  Außenstoff und 6 x Innenstoff

Weitere 6 x für Volumen-Vlies, den man auf die sechs Teile des Innenstoffs bügelt. Das gibt eine bessere Standfestigkeit der Schale und sie sieht nicht so „lappig“ aus.

Die einzelnen Teile des Innenstoffs an den Seiten zusammennähen, jedoch wegen der besseren Handhabung nicht ganz bis zur Spitze. Mit dem Oberstoff ebenso verfahren.

Beide Teile ineinanderstecken, den Rand umschlagen und sauber vernähen. Wenn die Naht nicht so gelungen ist, kann man eine passende Borte oder eine schöne Spitze als Randabschluss rundherum nähen.

Per Hand näht man nun  jeweils die Spitzen des Ober- und des Futterstoffs zusammen. Ich setze immer einen Knopf oder eine Stoffblüte darauf, weil es mir nie so schön gelingt.

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Genähtes von Leserinnen

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DIY: Blaudruck -Lavendelsäckchen, Duftkissen

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Vor kurzem habe ich einen Samstag bei einer „Blaudruckerin“ verbracht, um das Bedrucken von Leinen zu erlernen. Auf dem oberen Foto kann man die ersten Ergebnisse sehen:

Leinensäckchen, bedruckt mit weihnachtlichen Motiven, Lavendelblüten oder Drucke mit alten Mustern.

Nachdem uns die Technik des Druckens erklärt und gezeigt wurde, wir ein wenig Hintergrundwissen des Blaudruckens erfuhren, konnten wir die ersten Versuche auf Papier oder altem Stoff drucken.

Wichtig ist vor allem das Halten der Holzstempel und das Auftragen der Farbe.

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Die Farbe wird z.B. auf einen Teller gegeben, man nimmt ein wenig davon mit einem trockenen Haushaltsschwamm auf und tupft auf einer freien Stelle des Teller so lange mit dem Schwamm hin und her, bis die Farbe gleichmäßig drauf verteilt ist. Mit diesem betupft man nun den Stempel.

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Dann setzt man ihn schön gerade und mit wenig Druck auf den Stoff und nimmt ihn ebenso „gerade“ wieder ab, damit das Muster nicht verwischt. Die Farbe muss nun gut durchtrocknen und anschließend bügelt man einmal  drüber. Sie soll nun waschfest bis 60 Grad sein. Gute Holzstempel sind teuer, deswegen habe ich zu Haus mit vorhandenen Stempel experimentiert.

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Der längliche Stempel ist ein einfacher Stempel, um Karten zu verschönern. Er lässt sich aber für die ersten Versuche recht gut nutzen.

Wer einen Kurs bei der überaus sympathischen Blaudruckerin machen möchte:

Magret Heinicke

Fasanenstr.  6

26871 Aschendorf/Papenburg

Tel- 04962-862

Sie bietet auch Ferienwohnungen an, so dass man einen Urlaub mit einem Kurs verbinden kann.

Farbe fürs Drucken soll man laut  Blaudruckerin gut hier bestellen können:

http://www.blauweisschen.de/laden/farben.html

Stempel bei:

http://www.stoff-druck-stempel.de/

Die Leinensäckchen sind 42 cm x 16 cm groß und wurden nach dem Bedrucken einmal rechts auf rechts gefaltet, an den Längskanten zusammengenäht und der Rand gesäumt.

Meine liebste Kosmetiktasche