Holunderblüten-Gelee

fliederblüten 003

Wer Lust auf ein ganz besonderes Geschmackserlebnis hat, sollte sich rechtzeitig nach Holunderbäumen umschauen.

Sie sollten nicht an einer befahrenen Strasse stehen, sondern abseits auf einsamen Wegen oder in Gärten.

Geerntet werden die Blüten am besten mittags in praller Sonne, wenn sie voller Blütenstaub sind.

Vorsichtig nach Haus transportieren und sofort verarbeiten.

Einige Tage zuvor sollte man sich Waldmeister besorgt  (am besten aus dem eigenen Garten) und ihn zu kleinen Sträußen gebunden haben. An einen luftigen Ort gehängt, kann er nun in Ruhe vor sich hinwelken und seinen Duft entfalten.

Die Fliederblüten ungewaschen auf Küchenpapier auslegen, damit evtl. kleine Tierchen die allerletzte Möglichkeit zur Flucht haben. Die Blüten ebenfalls ein wenig anwelken lassen.

In eine große Pengschüssel mit Deckel (ich mache hier mal kurz Werbung für Tupper) geben, je mehr Blüten, desto besser und mit gutem Apfelsaft (Direktsaft oder selbstgemacht) übergießen.

Dazu die Waldmeistersträuße und zwei in Scheiben geschnittene Bio-Zitronen (wahlweise Grapefruits ohne Schale). Einen Tag im Kühlschrank durchziehen lassen und filtrieren.

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Mit 2:1 Gelierzucker (Anleitung für Gelee beachten) und dem Mark einer Vanillestange zu Gelee verkochen.

Meine Vanillestangen kaufe ich übrigens  wegen der Qualität und des Preises nur noch hier:

http://www.madavanilla.de/

Sie sind ganz frisch bei der  Lieferung, werden sofort eingefroren und halten so sehr lange.

Zum Auftauen rollt man sie nur kurz in der warmen Hand oder legt sie für ein paar Minuten offen auf ein Küchentuch.

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10 Kommentare zu “Holunderblüten-Gelee

  1. Hallo, das ist super, dass ich dich gerade jetzt gefunden habe. Gestern sagte der Göga noch, dass der Hollerbusch in voller Blüte steht und ich damit doch Pfannküchlein backen könnte. Ich dachte dann gleich an Gelee und schwubs, lieferst du das Rezept dazu.
    Danke schön und liebe Grüße aus der Pfalz!
    Susanne

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  2. Danke für die Grüße aus der Pfalz 🙂
    Waldmeister gibt das gewisse Extra. Er muss jedoch einige Tage anwelken, damit er sein Aroma entwickelt.
    Am besten eine Pflanze in den Garten setzen, er breitet sich von allein 🙂

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    • Vom Waldmeister nur ein kleines Sträußchen binden…drei, vier Zweige (ohne Blüten). Diese müssen aber unbedingt vorher angewelkt sein, damit sich das Aroma richtig entfaltet.
      Von den Holunderblüten kannst du so viele nehmen wie du möchtest. Oder besser: wie in die Schüssel zusammen mit Saft und Zitrone hineinpassen. Einige haben ja große Blüten, andere nur sehr kleine. Deswegen kann ich keine Anzahl nennen 🙂
      Je aufgeblühter ( also viel Blütenstaub), desto intensiver der spätere Geschmack.
      Ich koche immer jeweils kleine Mengen Gelee und friere das Filtrat ein. Schmeckt auch ein Jahr später noch wunderbar.
      Das Gelee werden dir aber einige aus den Händen reißen:-)

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  3. Das mit dem Waldmeister war mir neu. Wo bekomme ich den denn auf die Schnelle her? Ich wollte am Wochenende Holunder – Apfel – Gelee machen. Allerdings nehme ich wegen der Fruchtigkeit immer nur 3:1-Gelierzucker.

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  4. Du könntest ein wenig herumfragen oder einen Aushang machen, denn eigentlich wächste er in vielen Gärten wie wild, ist völlig anspruchslos (er mag gern schattige Plätze) und überwintert draußen ohne Probleme. Bei einem Gärtner wirst du ihn auch bekommen.
    Zu nächsten Saison züchtest du dir dann selbst eine Planze im Garten oder auf dem Balkon.
    Ein Sträußchen reicht, nur angewelkt sollte er sein…wegen des Aromas;-)
    Waldmeister kannst du vielseitig einsetzen.

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