Almuts Kirschtorte

Almut -auch eine Tante von mir- konnte so richtig gut kochen und backen.

Sie hat es von ihrer Schwiegermutter gelernt, die wiederum so gut kochen und backen konnte, dass sie bei einem Wettbewerb -so erzählt man sich- den „goldenen Kochlöffel“ gewonnen hat.

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Wenn meine Tante beispielsweise einen simplen Zitronenkuchen backte, schmeckte er nicht nur gut, sondern er zerging förmlich auf der Zunge, der Geruch nach Zitrone raubte dir die Sinne und du wähntest dich kurz im Paradies.

Ich habe mehrfach versucht  ihn nachzubacken. Bei mir kommt nur simpler Zitronenkuchen, der nach Zitrone schmeckt heraus.

Ich habe ihr sogar beim Backen zugeschaut, jede Zutat, jeden Griff, einfach alles exakt protokolliert und bin mit dem Gedanken nach Haus gegangen: jetzt wird es klappen, jetzt kann nichts mehr schiefgehen. Yeah!

Um es kurz zu machen: ich konnte auch zukünftig nur simple Zitronenkuchen, die eben nach Zitrone schmecken, backen.

Was sie übrigens auch gut backen konnte, ist die Kirschtorte.

Almuts Kirschtorte:

4 Eigelb

2 El warmes Wasser

100 g Zucker

1 P. Vanillinzucker oder Mark einer Schote

3 Tr. Backöl Bittermandel

1 Msp. Zimt

3 Eiweiß, steif geschlagen

75 g Weizenmehl

10 g Kakao

30 g Gustin

1 Tl. Backpulver

Aus den Zutaten einen Biskuitteig herstellen und bei ca. 175 °C 30 bis 35 Min. backen

750 g Sauerkirschen (Glas, gekauft oder selbst eingekocht)

75 – 100 g Zucker

40 g Gustin

Zutaten einmal aufkochen, bis die Kirschen angedickt sind.

Abkühlen lassen und später 2 El. Kirschwasser unterrühren.

1/2 l Bio-Sahne mit 1 El. Puderzucker, 2 P. Sahnesteif und 1 P. Vanillin-Zucker steif schlagen.

Abgekühlten  Biskuitteig durchschneiden ( wer kann, darf ihn auch mehrfach durchschneiden) auf den Teigboden erst abgekühlte Kirschmasse  verteilen, dann einen großen Teil der Sahne über die Kirschen streichen.

Die andere Hälfte des Biskuitsteigs aufsetzen und gleichmäßig mit Sahne bestreichen. Den Rand  ebenfalls mit Sahne bestreichen.

Mit Schokoladenflocken und Kirschen verzieren.

Cantuccini

Foto folgt.

Zugegeben, ich finde es ein wenig mühselig, sie herzustellen, aber der spätere Genuss entschädigt einen für die Quälerei.

Ca. 170 g Mandeln mit kochendem Wasser übergießen, ungefähr 1 Minute einweichen lassen, Mandeln aus den Häuten drücken, auf Küchenpapier abtrocknen lassen.

Das hat bei mir übrigens noch nie geklappt, sie müssen wesentlich länger einweichen und das Enthäuten ist eine reine Fleissarbeit. Reste der Häute dürfen daranbleiben, sieht irgendwie netter aus.

250 g Mehl

200 g Zucker

1 Tl Backpulver

Mark einer Vanilleschote

jeweils 1 Prise Kardamon, Zimt, gemahlene Nelken, Sternanis

2 Eier

1 El Amaretto

25 g weiche Butter

1 Prise Salz

Aus den Zutaten einen Teig herstellen, die Mandeln zugeben und gut unterkneten. Teig zu einer Kugel formen, mit Klarsichtfolie umhüllen und für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.

Den Teig in fünf Teile schneiden und jedes Stück zu einer Rolle (ca. 25 cm) formen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die fünf Teigrollen mit Abstand darauflegen.

In dem auf 190 Grad vorgeheizten Backofen 15 Minuten backen.

Etwas abkühlen lassen und die Rollen anschließend schräg mit einem Sägemesser in etwa 1 cm breite Streifen schneiden.

Die Streifen mit einer Schnittfläche aufs Backblech legen und bei ca. 180 Grad 8 bis 10 Minuten backen.

Gut auskühlen lassen und trocken in einer Blechdose aufbewahren.

Martinas Pesto-Salat

Ein typischer Sommersalat, der auf einem Grillabend nicht fehlen darf.

Pesto herstellen:

die Blätter von zwei Töpfen Basilikum abpflücken, waschen, trocknen

ca. 80 g Parmesan

Olivenöl

ca. 50 bis 100 g Pinienkerne

1 Knoblauchzehe ( darf auch mehr sein)

Salz, Pfeffer

Zutaten in einer Küchenmaschine fein zermahlen.

100 bis 150 g Pesto

500 g bissfest gekochte Nudeln

400 g cremiger Schafskäse

eine gute Handvoll Rucola (gern mehr, grob zerschneiden)

500 g Cherrytomaten

1 Bund Lauchzwiebeln, gehackt

Zutaten -bis auf die kleinen Tomaten- gut miteinander vermischen. Ganze Tomaten vorsichtig unterheben. Etwas durchziehen lassen

Quitten-Prosecco-Gelee

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Die Quitten machen es ja einem nicht leicht, um an ihren Saft zu kommen. Es kostet  ein wenig Muskelarbeit, die steinharten Früchte zu zerkleinern. In einem großen Topf werden sie mit etwas Wasser weichgekocht und dann durch ein feines Sieb oder Mulltuch filtriert.

Die Idee, sie kalt zu entsaften und durch einen Entsafter zu geben, habe ich schnell aufgegeben bzw. der Entsafter hat es aufgegeben. Weiterlesen →

Tante Annis Stuten

Meiner Mutter lag das Backen nicht so. Kochen konnte sie hervorragend, aber an frisch Gebackenem kann ich mich kaum erinnern. Da war es immer etwas Besonderes, wenn wir von Tante Anni einen Stuten geschenkt bekamen. Riesengroß und glänzend dunkelbraun. Und der Geruch liess einem das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Das Besondere an Tante Annis Stuten war: er kam „zum gehen“ ins Bett. Federbett aufgeschlagen, Hefeteig mit einem Geschirrtuch abgedeckt auf die Matratze gestellt, das Federbett wieder drübergeschlagen. Dann hieß es warten. Irgendwann lief Tante Anni wieder ins Schlafzimmer und wir Kinder -wenn wir gerade da waren- hinterher und siehe da, der Stutenteig war nun doppelt so groß. Die reinste Zauberei.

Der Originalstuten von Tante Anni wurde ohne oder nur mit sehr wenig Zucker gebacken, ich mag ihn jedoch lieber etwas süßer.

1 kg Mehl

1 Würfel frische Hefe

12 El  Zucker

150 g Butter

1/2 l lauwarme Milch

1 Ei

1 Msp. Salz

Aus den Zutaten einen Hefeteig herstellen und eine gute Stunde in einem warmen Raum gehen lassen. Noch einmal gut durchkneten und in eine große Brotbackform geben. Wieder eine zeitlang gehen lassen, dann den Stuten mit einem verquirltem Eigelb (oder Sahne) bestreichen und den vorgeheizten Backofen stellen.

180 °C/ ca. 40 bis 45 Min.

Wenn der Stuten zu dunkel wird, mit einem Stück Alufolie leicht abdecken. Je älter der Stuten ist, um so besser schmeckt er. Außerdem läßt er sich problemlos einfrieren.

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Gruß an Tante Anni:-)

Holunderblüten-Gelee

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Wer Lust auf ein ganz besonderes Geschmackserlebnis hat, sollte sich rechtzeitig nach Holunderbäumen umschauen.

Sie sollten nicht an einer befahrenen Strasse stehen, sondern abseits auf einsamen Wegen oder in Gärten.

Geerntet werden die Blüten am besten mittags in praller Sonne, wenn sie voller Blütenstaub sind.

Vorsichtig nach Haus transportieren und sofort verarbeiten. Weiterlesen →