Angelika, er ist wirklich eine „Wucht“, danke für das Rezept.
Teig:
600 g Mehl
80 g Margarine
1 Würfel Hefe
1/4 l Milch
2 Teelöffel Salz
Mehl und Salz vermischen und die zerbröckelte Hefe dazugeben. Margarine in einem Topf leicht erwärmen und die kalte Milch hinzugeben. Beides zu Mehl und Hefe geben und gut verkneten.
Manchmal benötigt man einen schnellen Partysalat. Wie wäre es mit diesem:
Ein Huhn gut gar kochen und vernünftig sezieren, also Haut, Knochen und Unansehnliches entfernen.
Ca. 500 g Nudeln kochen und abkühlen lassen.
1 großes Glas Mayonaise ( ich nehme immer Thommys Delikatess-Mayonaise, allein aus dem Grund, weil meine Mutter sie immer nahm)
2 Glas Spargel
1 winzige Dose Mais
1 kleine Dose Ananas
2 – 3 Zwiebeln
Petersilie
Viel Curry, wenig Thai-Curry, Salz, Pfeffer
Spargel abgießen, den Saft auffangen. Spargelköpfe abschneiden und aufessen, restliche Stangen in Stücke schneiden.
Mais abgießen.
Ananas abgießen, Saft auffangen und die Stücke evtl. noch etwas kleiner schneiden.
Zwiebeln fein würfeln.
Petersilie schneiden.
Mayonaise mit etwas Ananas- und Spargelsaft glattrühren. Mit reichlich Curry, etwas Salz, Pfeffer und Thai-Curry abschmecken. Huhn, Spargel, Ananas, Mais, Zwiebel, Petersilie hineingeben und vorsichtig unterrühren. Für eine Nacht in den Kühlschrank stellen.
Tipp:
Auch wenn es sich bei Mais oder Ananas um schnöde Konservenware handelt, sollte man auf Qualität achten. Hartschaliger Mais oder faserige Ananas gehören nicht in den Salat.
„Eat an apple on going to bed, and you’ll keep the doctor from earning his bread“
oder auch:
„wer jeden Tag einen Apfel ißt, wird vom Doktor sicher bald vermisst“
Natürlich sollte er lieber in roher Form verspeist werden, aber heute gibt es ihn gebacken:
den Backofen auf 200°Grad vorheizen
4 bis 5 Äpfel ( ich habe Cox genommen) schälen, vierteln, wer mag darf sie auch einritzen.
3 Eier mit 100 g Zucker schaumig rühren
75 g Butter und 55 g Öl dazugeben.
170 g Mehl, 1 Päckchen Puddingpulver Vanille ( ich nehme etwa 40 g Stärke und eine frische Vanillestange)und 1 Päckchen Backpulver dazugeben. Ich gebe Mehl immer durchgesiebt dazu, dann wird der Teig etwas feiner (kann aber auch Einbildung sein).
Die obligatorische Prise Salz sollte nicht fehlen.
Den Teig in eine passende Form füllen und mit den Äpfeln belegen.
Darauf kommt noch ein kleines Glas Marmelade. Die sollte am besten bitter oder zumindest herb wie Quitte-Aprikose schmecken.
Bei knapp 200° Grad den Kuchen etwa 30 bis 35 Minuten backen. Falls er wegen der Marmelade oben zu braun wird, deckt man ihn mit einem Stück Alufolie oder Backpapier ab.
Falls man es vergessen hat, weil man hier gerade das Rezept getippt hat, versucht man es mit Zuckerglasur zu vertuschen:
Vor kurzem habe ich bei meiner Kollegin Helga V. einen unglaublich leckeren Pflaumenkuchen gegessen und ihr sofort das Rezept abgeschwatzt.
Hier ist es:
400 g Mehl (gesiebt)
1 Päckchen Trockenhefe
75 g Zucker
1/8 l lauwarme Milch
75 g sehr weiche Butter
1 Prise Salz
aus den Zutaten einen Hefeteig herstellen und etwas „gehen lassen“.
Den Teig auf ein Backblech ausrollen und im Ofen bei knapp 50 Grad (Tür etwas geöffnet lassen) erneut für etwa eine halbe Stunde „gehen lassen“.
Dicht mit Pflaumen (es geht auch prima mit Äpfel, Stachelbeeren, Aprikosen u.ä.) belegen.
Ich habe etwa ein Kilo Pflaumen benötigt und da diese sich als noch etwas unreif herausstellten, gut mit Zucker und Zimt bestreut
Streusel aus
300 g Mehl
300 g Zucker
1 – 2 Tl. Zimt
200 g Butter
herstellen und auf die Pflaumen verteilen.
Ich habe eine Backform für Madeleines. Aus Silikon. Dabei kann ich Silikon-Backformen nicht ausstehen. Die einzelnen Vertiefungen der Form sehen jedoch sehr nach langgezogenen Muscheln aus. Und Muscheln liebe ich.
Und „Kekse“, die wie Muscheln aussehen, sind perfekt für mich.
Es war nur eine Frage der Zeit, bis mir ein passendes Rezept in die Hände fiel:
Rezept für Madeleines nach Lea Linster
80 g Butter
60 g Mehl
40 g Mandeln, fein gemahlen
100 g Puderzucker
3 große Eiweiss
1 Messerspitze Backpulver
Ich habe zunächst die Butter geschmolzen und beiseite gestellt. Sie darf leicht gebräunt sein.
Mandeln, Puderzucker, Mehl sieben.
Eiweiss steif schlagen und den Mix aus Mandeln, Puderzucker und Mehl unterheben.
Die Butter dazugeben. Der Teig muss nun unbedingt einen Tag lang im Kühlschrank ruhen
Am nächsten Tag soll man vor dem Backen noch eine Messerspitze Backpulver unterheben. Ich habe darauf verzichtet, weil der Teig eine wunderbare Konsistenz hatte -ähnlich Mousse au chocolat in hell- und ich diese nicht zerstören wollte.
Es klappt auch ohne Backpulver prima.
Den Ofen auf ca. 160 bis 170 Grad Umluft vorheizen.
Die Formen etwas fetten und mit Mandelmehl bestäuben ( muss man bei Silikon wahrscheinlich nicht, habe ich aber trotzdem gemacht)und den Teig mit einem Löffel einfüllen.
Nicht zuviel, denn dann läuft er über.
Nicht zu wenig,sonst bekommen sie nicht ihre typische „Beule“.
Lea Linster gibt manchmal zu der Butter noch etwas feinen Honig dazu, dann „schmecken die Madeleines wie in der Provence“.
Anstatt Mandeln kann man auch Pistazien oder Haselnüsse nehmen.
Oder sie in Schokolade tauchen.
Oder 75 g geschmolzene Zartbitter-Schokolade unterheben. Schoko-Madeleines.
Mir würden sie wahrscheinlich mit wenig Zitronenschale gut schmecken. Oder mit einer Zitronenglasur und Rosmarin, ganz frisch und sehr feingehackt.
Johanninüsse sind ganz normale Walnüsse, die in einem unreifen Zustand geerntet werden.
Diese Nüsse kann man jedoch nirgends kaufen.
Deswegen ist es ratsam, schon jetzt im Mai Ausschau nach Walnussbäumen zu halten, denen man eine Handvoll Nüsse quasi entwenden kann.
Oder sich im Bekannten-, Kollegen- und Verwandtenkreis schlau zu machen, wer solch einen Walnussbaum sein eigen nennt, um ihm in ca. vier Wochen einen Besuch abzustatten und ihm dabei kleine Tüte voll grüner Nüsse abzuschwatzen.
Johanni heißen sie, weil sie vor/um den 24. Juni (Johannistag) geerntet werden sollen. Die Nuss hat das Nussgehäuse noch nicht ausgebildet und ist daher noch weich und grün.
Sie werden eingelegt und erst Monate später gegessen.
Johanninüsse/ Grüne Walnüsse
500 g grüne Walnüsse
500 g Zucker
1/2 Zimstange
3 Nelken
10 Pimentkörner
1/2 Zitrone, kleingeschnitten
250 ml Wasser
Die Nüsse mehrfach einstechen und min. eine Woche in Wasser legen.
Das Wasser täglich wechseln.
Walnüsse mit frischen Wasser ca. 30 Min. weichkochen und anschließend zurück in das Gefäss, in dem sie gewässert wurden, geben.
Aus Zucker, Wasser, Zimstange,Nelken, Pimentkörner, Zitronenstücken einen Sud kochen und heiss über die Früchte geben.
Die Früchte müssen vollständig bedeckt sein.
Gefäss fest verschliessen und sechs Monate durchziehen lassen.
Zu Weihnachten genießt man die Früchte zu Panna Cotta o.ä.
Hat jemand von euch eigentlich einen Walnussbaum im Garten stehen?
Dangast – und dort vor allem das „Alte Kurhaus“- mag man oder man mag es eben nicht.
Die Stühle und Tische im Kurhaus sind abgenutzt und oft etwas wackelig. Der Fussboden ist vermutlich schäbig, ich weiss nicht einmal wie er aussieht.
Man muss sich selbst bedienen und anschließend sein benutztes Geschirr wieder abräumen. Das macht man dort so. Drängeln oder unfreundliches Benehmen ist uncool, aber so was von!
Allzu pingelig sollte man auch nicht sein, es ist sauber…aber mehr auch nicht.
Das Foto wurde mir freundlicherweise von Sarah B. zur Verfügung gestellt.
Ich mag es, denn Dangast ist für mich seit Jahrzehnten „Kult“.
Hier und vielleicht nur hier, im südlichsten Nordseebad und direkt am Jadebusen gelegen, sieht man im „Alten Kurhaus“ so viele unterschiedliche Menschen freundlich und höflich miteinander umgehen: die Hundebesitzer, die Tätowierten und Gepiercten, die Damen mit und ohne Pudel, die kinderreichen oder -armen Familien,die Frisch- und die Immernochverliebten, die Harley- und die Radfahrer, alte und junge Damen, dicke und dünne Herren,die Lang- und die Kurzhaarigen, die Sonnenanbeter und die Kalkweissen.
Alle haben sich lieb, na okay, das wirkt nun zu dick aufgetragen, aber alle respektieren sich und gehen vollkommen lässig miteinander um.
Und am Wochenende gibt es neben der angenehmen Atmoshäre, die ansteckend wirkt, ein weiteres Phänomen im „Alten Kurhaus“: die Schlange.
Die lange Schlange, die sich bildet, wenn man geduldig wegen des (über die Grenzen Frieslands bekannten) Rhabarberkuchens ansteht. Ohne zu drängeln, versteht sich.
Hier muss man auch nicht drängeln, dass Rezept „Dangaster Rhabarberkuchen“
gibt es für alle….aber pssst…..nicht verraten, ja?
Dangaster Rhabarberkuchen
4 Eigelb/ 4 Eiweiss
175 g Butter
150 g Zucker/ 250 g Zucker
1 P. Vanillinzucker
1 Prise Salz
1/2 P. Backpulver
250 g Mehl
ca. 750 g Rhabarberstücke (ca. 1cm)
ca. 150 g grob gehackte Mandeln (sind im Originalrezept scheinbar nicht vorgesehen)
Eiweiss steif schlagen,250 g Zucker einrieseln lassen und anschließend die Mandeln unterheben.
Aus den restlichen Zutaten einen Rührteig bereiten und auf ein Backblech geben. Zuerst Rhabarber und dann das geschlagene Eiweiss darauf verteilen.
Bei 180 °Grad Umluft ca. 20 Min. backen.
Im Kurhaus isst man den Kuchen gern mit Sahne, am liebsten den noch warmen Kuchen und eiskalte Sahne.
Dazu heißen Kakao mit Sahne.
Dann hat man jedoch so viele Kalorien zu sich genommen, dass man vom Kurhaus durch das Wäldchen zur Galerie Hinck in der Strandvilla Irmenfried, von da in Richtung Gesundheitszentrum „Deichhörn“, weiter zum Dangast-Quellbad, am Strand entlang bis zum Campingplatz und von dort wieder vorbei am Alten Kurhaus Richtung „Etta von Dangast“ spazieren muss.
Fotos: Schaf auf dem Deich am Vareler Hafen
Tipp: in Dangast dachte ich oft, die Zeit sei stehen geblieben. Seit dem letzten Besuch weiß ich, auch hier steht die Zeit nicht still.
Dangast verändert sich.
Wer noch ein wenig vom alten Dangast-Flair erleben möchte, sollte sich mit einem Besuch beeilen.
Spargel putzen und in 3 cm große Stücke schneiden. Salz, Zucker und Butter mit etwa 1 l Wasser aufkochen, den Spargel dazugeben und 5 Minuten garen.
Schmand mit den Eiern und der Stärke verrühren, mit den Kräutern und den Schinkenwürfeln mischen, würzen.
Tarteform fetten und mit dem Teig auslegen, dabei einen Rand hochziehen. Spargel und Zwiebeln auf den Teig verteilen und den Schmand-Guss darübergeben.
Was schenkt man einem Papa, der sich grundsätzlich nichts zum Geburtstag wünscht? Und irgendwie auch schon alles hat?
Nicht einfach.
Meine Stieftochter hat ihrem Papa in diesem Jahr eine große Freude mit einem selbstgebackenen Brot gemacht. Richtig schön kräftig im Geschmack und dunkel gebacken, so wie er es am liebsten mag.
Und es ist ihr perfekt gelungen.
Zutaten:
800 g Roggenmehl (Vollkorn/1050)
200 g Weizenmehl (550
30 g Würfelhefe
45 g Salz (rosa Salz: Le Yack Noir/zu kaufen bei „Metro“)
20 g Brotgewürz (Seitenbacher)
60 g Sauerteig
760 g Wasser
1 mittelgroße rote Zwiebel
230 g Walnusskerne
Vorteige ansetzen:
Roggenvorteig
400 g Roggenmehl mit 400 gr. Wasser und den 60gr. Sauerteig vermischen. Den Roggenvorteig zwischen 18-24 Std. bei Zimmertemperatur stehen lassen.
Weizenvorteig
10 g Hefe mit 100 g Wasser vermischen und nach und nach 100 g Weizenmehl einmischen. Den Weizenvorteig 18-24 Std. abgedeckt in den Kühlschrank stellen.
Unmittelbar vor dem Backen setzt man das sogenannte Aromastück an:
15 g Roggenmehl auf einen flachen Teller verteilen und bei 200 °C
ca. 25 Minuten braun rösten. Danach das Mehl in eine kleine Schüssel geben, mit 60 g heißem Wasser begießen und gut miteinander verrühren.
Im Idealfall entsteht daraus eine dunkelbraune Paste
60 g vom Roggenvorteig für das nächste Brot zurückstellen.
Die Zwiebel halbieren und in dünne Streifen schneiden.In einer Pfanne glasig dünsten und danach kalt werden lassen.
Das grobe Salz mit dem Brotgewürz in einem Mörser fein zerstoßen.
Beide Vorteige mit dem Brotgewürz, dem noch warmen Aromastück, dem Salz, der restlichen Hefe (20 g aufgelöst in 50 g Wasser), dem restlichen Roggenmehl (400 g) und Weizenmehl (100 g) und dem restlichen Wasser (100 g) in einer Schüssel verrühren.
Den Teig 30 min. ruhen lassen.
Anschließend die Zwiebel und die Walnusskerne in den Teig einrühren.
Den Teig dann auf der Arbeitsfläche evtl. mit mehr Roggenmehl gut durchkneten, bis er leicht Oberflächenspannung hat.
In einem Peddigrohr-Körbchen 1 Std. abgedeckt gehen lassen.
Backofen und Pizzastein 1 Stunde auf 270°C Ober- und Unterhitze vorheizen
Den Pizzastein auf einen Rost auf ein Blech legen (Schiene von unten), damit der Stein in der Mitte gestützt ist.
Backzeit beträgt 1 Std. abgestuft wie beschrieben:
20min. 270°C
20min. 250°C
20min. 210°C)
400 g Mehl
1 1/2 TL Salz
10 gramm = 1/4 Hefe
320 ml Wasser
Mehl, Salz und Hefe in eine Schüssel mischen. Wasser hinzugeben und gerade soweit mit der Hand unterrühren, (kein Mixer ), dass es keine trockenen Nester mehr gibt.
Die Schüssel abdecken und 12-20 Stunden = über Nacht kühl stellen. Nach dieser Zeit hat sich eine blubbrige Teigmasse gebildet.
Teig in drei Teile teilen. Nicht kneten. Drei Baguettes formen und in eine Baguette-Backform legen.
In der Baguette-Backform gehen lassen, bis die Form wieder voll ist
Im vorgeheizten Backofen bei 250°C Ober-/Unterhitze auf der Mittelschiene abbacken.
Dank an Birgit, dass ich es hier veröffentlichen darf.
Ein weiteres Rezept (mit freundlicher Genehmigung von „Nurmalso“)
400 g Dinkelmehl, Typ 1050
½ Würfel Hefe
1,5 TL Salz
½ TL Zucker
mind. 350 ml Wasser
Hefe in einer Tasse zerkleinern, mit etwas Wasser anrühren.
Mehl, Zucker und Salz vermischen, Wasser und Hefe zugeben.
So weit verrühren, dass keine Mehlnester mehr vorhanden sind (nicht kneten!). Teig ist nass und klebrig.
Teig in eine Schüssel geben, über Nacht oder bis zu 20 Stunden abgedeckt in den Kühlschrank stellen.
Teig in 3 Teile teilen, auf gut bemehltem Brett zu Baguettes rollen, nochmals 30 min. auf dem Backblech (Backpapier) abgedeckt gehen lassen.
In der Zwischenzeit Pfanne mit ½ l Wasser in den Ofen stellen, Ofen auf 250° vorheizen.
Baguette auf mittlerer Schiene ca. 30 Min. backen.