Veronika kocht: Coquelet aux Pêches

Heute habe ich mal wieder gekocht. Also nicht nach langer Zeit mal wieder, sonst koche ich auch, aber eher so Sachen, die jeder andauernd macht, wie Spaghetti Bolognese oder so.
Heute gab es ein Rezept, das ich vor gefühlten 100 Jahren (na gut, es waren wohl nur knapp 30 …) in einem Restaurant in Südfrankreich abgestaubt habe, da hieß es „Coquelet aux Pêches“, also Hähnchen in Pfirsichsauce.
Lecker. Und ganz fix gemacht.
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man nehme (für 2 Personen):

1 Hähnchen oder 2 Stubenküken
2 Schalotten
Tortenpfirsiche aus der Dose oder dem Glas (es geht auch mit frischem Obst, wird dann aber nicht ganz so saftig)
Butter, Salz, Pfeffer, Paprikapulver (scharf), Honig

Hier wird der Vogel immer halbiert, man kann ihn aber auch ganz lassen und zum Schluss tranchieren, halbiert ist er schneller gar.


Mit Salz, Pfeffer und etwas Paprika würzen, mit den Schalotten kurz von beiden Seiten in etwas Butter anbraten und dann auf ein Backblech legen, im Backofen bei 180° fertig garen.

Die Schalotten lasse ich erst mal ganz, wenn das Hähnchen dann in den Ofen kommt, schneide ich sie ein- oder zweimal durch und reibe damit noch mal durch die Pfanne, dann werden sie entsorgt.
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In diesem Anbratfett werden die abgetropften Pfirsichspalten nun erhitzt, sie können auch noch mal eine Portion Pfeffer vertragen.
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Kurz vor dem Servieren kommen noch ca. 3 Esslöffel Honig zu den Pfirsichen, wir haben festgestellt, dass ein dunkler, würziger Honig am besten passt.
Dazu passen Reis, Salat, Baguette oder sonstwas, wir essen es einfach so, beilagenfrei.

Veronika backt: Noch mal Kuchen mit Stevia

Kuchen mit Stevia 006

Das ist schon der Zweite dieser Art, aber den ersten habe ich vergessen zu knipsen. Als ich das meinem Mann erzählte, hat er sich gleich bereit erklärt, noch einen Kuchen zu essen, ist das nicht tapfer von ihm?

Wie schon beim Mürbeteig wird auch der hier viel fester, also schließe ich daraus, dass man bei Steviateig am besten gleich zum Knethaken greift, dann klappt es prima.

Der erste Versuch war etwas flach, also nicht im Geschmack, sondern tatsächlich in der Höhe. Ich habe nie darüber nachgedacht, dass die Zuckermenge auch Volumen bringt, das bisschen Steviapulver ist natürlich mengenmäßig nahezu unsichtbar. Gut, hab ich eben die Teigmenge verdoppelt, passt schon.

Kuchen mit Stevia 001

Das Originalrezept hat eigentlich einen Biskuitteig, aber das kann man mit Steviapulver ja knicken, also werden die Zutaten einfach gnadenlos so gemischt, die Eier habe ich auch gar nicht mehr getrennt, das macht überhaupt nichts (wozu hab ich mir dann früher nur immer so eine Mühe gemacht?).

Man nehme …

250 g Butter
6 Eier
400 g Mehl
1/2 Beutel Backpulver
4-5 Esslöffel Wasser oder Milch
Steviosid-Extrakt passend zu 200 g Zucker (sind bei meinem Fabrikat 20 der winzigen Messlöffelchen)
Obst nach Wahl, hier sind es … naaaa, ratet mal … Richtig! Sauerkirschen! Aber es klappt auch mit jedem anderen Obst aus dem Glas oder frischen Apfelstücken oder Rosinen oder Nüssen.

Kuchen mit Stevia 002
Bei Dosenobst/Obst aus dem Glas die gewünschte Menge gut abtropfen lassen.
Zimmerwarme Butter, Eier, Wasser/Milch und Steviapulver verrühren, dann nach und nach Mehl und Backpulver dazu geben.
Die abgetropften Früchte darunter heben. Man braucht sie nicht mit Mehl bestäuben oder so, die sinken nicht weiter ein, da der Teig so zäh ist.

Kuchen mit Stevia 004
Alles in eine Springform (28 cm Durchmesser) füllen.
Bei 180° (Umluft) ca. 50 Minuten backen.

Veronika backt: Mürbeteig mit Stevia

Backen mit Stevia: Mürbeteig

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Es gibt ja Leute, die – aus welchen Gründen auch immer – auf den Konsum von Zucker verzichten sollen oder möchten, aber gerne Kuchen essen. Mein Mann ist so einer, daher wird nun mal mit Stevia experimentiert.
Damit es nicht in Stress ausartet, fange ich einfach an, mit einem Boden-Grundrezept. Belegen kann man dann ja, wie man mag, mit Obst der Saison oder sonstwas.

Für eine Bodenform mit 28 cm Durchmesser nehme ich:

300 g Mehl
eine klitzekleine Menge Backpulver (ca. 1/4 TL oder so)
130 g Butter
2 Eier
und statt der 130 g Zucker die adäquate Menge Stevia-Extrakt.

Da sollte man natürlich darauf achten, dass es kein Gemisch oder so ist, welches dann auch nicht zum Backen geeignet ist. Als Extrakt ist es ein feines Pulver mit einer zigfachen Süßkraft gegenüber Zucker.
Bei dem von mir verwendeten ist ein kleiner Messlöffel dabei, dessen Inhalt dann 10 g Zucker entspricht, also 13 Minilöffelchen in diesem Fall.
Vorsicht! Nicht gutgemeint überdosieren, das schmeckt dann nicht mehr, das wird bitter.

Beim Mixen des Teiges stellte ich fest, dass die Konsistenz schon etwas anders wird als sonst mit Zucker, es wird irgendwie klebriger, zäher. Ich habe einen EL Büchsenmilch zugegeben, dann war alles schön glatt (funktioniert wahrscheinlich auch mit etwas Wasser).

Bei 175° (Umluft) ca. 35 Minuten backen. Fertig!

Auf dem Bild ist der Boden mit Sauerkirschen aus dem Glas belegt (natürlich auch ohne Zucker), wobei sich im Moment natürlich Erdbeeren anbieten. Aber diese Kirsch-Geschichte hat einen speziellen Hintergrund in der Familie (und der wird nicht verraten …).

Veronika kocht:Überbackener Fisch ohne Fisch, dafür mit Hackfleisch

Aus dem letzten Urlaub habe ich ein Rezept mitgebracht.

Gut, eigentlich nur ein Teilrezept, denn da ist es eigentlich ein Fischgericht, sowas in der Tonform überbackenes, bestellt mein Mann schon mal.

Aber diese Masse über dem Fisch, die fand ich echt lecker, und heute haben wir das mal auf einem Hackfleisch-Auflauf ausprobiert, schmeckte superlecker!

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Für 4 Personen:

500g Hackfleisch (egal, welches, wir hatten heute Lamm)
1 großer oder 2 kleine Brokkoli
2 Mettenden
3-4 Zwiebeln (kleinere, oder Schalotten)
350g Philadelphia
250 ml Hollandaise
2 Eigelb
Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Butter oder Öl

Brokkoli in Röschen teilen und blanchieren, Mettenden in Scheiben schneiden, die Zwiebeln würfeln und in Butter oder Öl anbraten. Das Hackfleisch dazu geben, mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen.


Die Wurstscheiben in eine Auflaufform legen (die muss man nicht fetten, da kommt genug aus den Mettenden), darauf die blanchierten Brokkoliröschen verteilen, dann mit dem gebratenen Hackfleisch auffüllen.
Philadelphia, Hollandaise, Salz, Pfeffer und 2 Eigelb zu einer glatten Masse verrühren und als letzte Schicht auf den Auflauf geben.


Bei 180° (Umluft) ca. 35 Minuten, bis die Creme leicht bräunt.

Veronika kocht: Brüsseler Poularde

Heute haben wir belgisch gekocht: Brüsseler Poularde

1 Poularde
2-3 Stücke Hähnchenleber
2 Eier
1 Becher saure Sahne
2 Esslöffel Creme fraiche
Maronen
2 Trüffel
Petersilie
Butter
Rotwein
Salz
Pfeffer

Wenn man frische Maronen nimmt, muss man sie erst schälen und in etwas Brühe garen. Ich habe TK-Maronen genommen (10 Stück), die müssen nur auftauen.
Die Maronen klein hacken, mit etwas Butter, den Eiern, Creme fraiche, gehackter Petersilie, Salz und Pfeffer mit dem Stabmixer zu einem Brei verrühren. Die Trüffel (gibts ganzjährig recht erschwinglich im Glas) in kleine Würfel schneiden, die Hähnchenleber auch, unter die Maronenmasse rühren.

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Die Poularde innen und außen salzen und pfeffern, die Füllmasse hineingeben, mit Zahnstochern und Küchengarn dicht verschließen.
Butter in einer ofenfesten Form erhitzen, die Poularde hineinlegen mit 0,25 l Rotwein und einem Glas heißen Wasser aufgießen. Bei 180 Grad (Umluft) ca. 70 Minuten garen, zwischendurch immer mal mit der Flüssigkeit begießen.

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Dann die Poularde zerteilen, die Flüssigkeit mit der sauren Sahne vermischen, die Stücke noch einmal hineinlegen und ca. 10 Minuten zu Ende garen.

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Als Beilage wird im Rezept Rosenkohl empfohlen, mag der Herr des Hauses nicht, haben wir also weggelassen.

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Veronika kocht: Französische Resteverwertung

So, ich hab mal wieder was ausprobiert, aus einem Kochbuch „französisch kochen“. Es geht um Resteverwertung, hier um Schweinebratenreste. Die habe ich nie, ich mag kein Schweinefleisch, daher habe ich einfach Schweinebraten als Aufschnitt gekauft, geht auch super.

Für 4 Personen:

Schweinebraten Reste, ca. 500g
6 Eier
5 Esslöffel Mehl
0,5 – 0,75 l Milch (je nach Größe der Eier)
Butter, Salz, Pfeffer, Kräuter der Provence

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Das geht ratz-fatz, ist lecker, aber eindeutig ausbaufähig (für mich …)

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Die Fleischreste (oder den Bratenaufschnitt) in kleine Stücke schneiden,
ein Kuchenform/Tarteform fetten und die Fleischstücke hinein geben.

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Die Eier mit dem Mehl, Salz, Pfeffer und Kräutern der Provence verquirlen, die Milch mit etwas Salz einmal kurz aufkochen, etwas abkühlen lassen und zu der Eimasse geben, alles verrühren und über das Fleisch geben.

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Im Backofen (Heißluft) bei 200 Grad ca. 35 Minuten backen.

Danke, Veronika. Dein Mann wird sich gefreut haben und für dich nimmst du das nächste Mal einfach Huhn und Gemüse. 

Auf weitere Rezepte von dir freut sich

Kathriene