Veronika und Lothar fliegen aus: Fuerteventura

„Veronika und Lothar fliegen aus“ haben wir nun mal wörtlich genommen und sind ausgeflogen wie die Zugvögel um einen Teil des Winters auf Fuerteventura zu verbringen.

Nachdem wir uns schon seit Jahren diverse Überwinterungsmöglichkeiten angeschaut haben, sind wir zu dem Schluss gekommen, dass der Süden von Fuerte am besten zu uns passt.

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Wer solche Pläne macht, sollte gut überlegen, welche Ansprüche überhaupt da sind und welche davon wie wichtig.

Für uns ist das Wichtigste im Winter Sommer spielen zu können, das grenzt die Ziele ja schon ziemlich ein. Und da schwimmen ein absolutes Muss ist, fällt sogar der komplette Mittelmeerraum weg, da ist es im Januar doch zu frisch.

Die Karibik ist wunderschön, gar keine Frage, aber der Flug ist nicht gerade kurz, unter 10 Stunden ist da nichts zu machen. Und je nachdem, welche Insel man wählt, kommen noch Aufenthalte beim Umsteigen dazu. Nein, das ist auf Dauer und fürs älter werden nicht perfekt.

Dreimal hin und zweimal her überlegt bleiben dann nur noch die Kanaren. Ein Direktflug von um die vier Stunden ist wirklich nahezu ein Klacks, und schwuppdiwupp raus aus dem Thermomantel und rein ins kurzärmelige Shirt!

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Die Insel ist ideal für faule Sonnenabeter, Wassersportler oder Wanderer. Und wenn man sich zu einer dieser Gruppen zählen kann, dann ist man hier wirklich gut aufgehoben.

Wir gehören zur ersten Gruppe, eindeutig, aber ab und zu bewegen wir uns auch mal von Strand oder Pool weg und schauen uns etwas um.

Auf Fuerteventura kann man sich einiges ansehen, aber wirklich viel ist es nicht, darüber muss man sich im Klaren sein.

Es gibt ein paar kleinere Museen, Käserei (den Ziegenkäse kann ich sehr empfehlen) oder eine Saline mit Salzmuseum, aber großartig Kunst und Kultur sucht man hier vergebens.
Auch landschaftlich ist es hier eher mondmäßig, hügelig, viel Sand, viel Stein.

Üppigere Bepflanzungen findet man nur an den Hotels, die größtenteils sehr schöne Gärten haben, oder aber in La Lajita im Oasis Park, einem großen Tierpark mit einem botanischen Garten darin.

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Andere Sonnenanbeter trifft man meist am Strand, logisch, aber es gibt noch eine Möglichkeit!

An bewölkten Tagen, ja, auch das kommt vor, machen alle Wassersportler und Wanderer das, was sie immer tun.

Nur der Sonnenanbeter ist etwas ratlos, aber nicht lange. Denn dann fällt man in den Urlaubsorten ein und bummelt an den Geschäften entlang, oder sitzt im Straßencafé.

Das geht im Süden sowohl in Morro Jable als auch in Jandia sehr gut, die beiden Orte sind ohnehin fast wie einer, so zusammen gewachsen sind sie.

Für den extremen Fall eines nahenden Regentropfens empfiehlt sich Jandia, denn dort liegt eine ganze Reihe der Geschäfte an einem überdachten Gang, inklusive Restaurants und Cafés.

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Da die kanarischen Inseln zwar zu Spanien gehören, ansonsten aber eine Sonderstellung in der EU einnehmen, kann man tatsächlich sehr günstig einkaufen, denn Zoll und Mehrwertsteuer fallen komplett weg.

Das bedeutet bei Markenzigaretten zum Beispiel, dass eine Stange um die 25 Euro kostet, aber es gibt auch unbekannte Sorten, die es für 15 Euro pro Stange gibt.

Lederwaren wie Handtaschen oder Schuhe sind ebenso günstig, auch Kosmetikartikel. Kaufen sollte man das allerdings in offiziellen Geschäften, denn auf den Märkten werden ausschließlich Plagiate angeboten.

Ähnlich günstig – im Verhältnis zu Deutschland – sind auch die Restaurantbesuche. Die Auswahl ist nicht riesig, aber wie fast alle Urlaubsgebiete leidet auch Fuerteventura unter den günstigen all inclusive Angeboten der Hotels mit ihren üppigen Buffets, jedes Jahr ist wieder ein Restaurant mehr verschwunden.
Noch findet man hier im Süden einiges, vom Chinarestaurant bis zum Steakhaus, Pizzeria oder heimische Küche, in Morro Jable mehr als in Jandia. Und dem Tourismus angemessen findet man auch die klassische Paella hier, die zwar nicht zur kanarischen Küche gehört, aber trotzdem irgendwie immer zum „Spanienurlaub“ zählt.

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Die kanarische Küche ist nicht sehr vielseitig, auf den Inseln wächst so gut wie nichts, wenig auf Gran Canaria oder Teneriffa, noch weniger auf Lanzarote, gar nichts auf Fuerte.

Es gibt natürlich eine immense Auswahl an frischen Fischen, Wasser ist ja nun genug drumherum. Dazu werden im Schnitt kanarische Kartoffeln gereicht, kleine Kartoffeln, die mit der Schale und sehr viel Salz zubereitet werden.

Perfekt passen dann die Mojo-Saucen dazu, die es hier auch überall in Gläsern zu kaufen gibt, damit man daheim dann noch mal in Erinnerungen schwelgen kann.

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Scampi gegrillt

In einigen Lokalen wird als Spezialität Zicklein angeboten, denn Ziegen gibt es hier reichlich. Im Gegensatz zum bei uns bekannteren Lamm ist das Fleisch recht fest und auch relativ fett. Und, wie so oft im Süden üblich, es wird nicht wie bei uns tranchiert oder filetiert, sondern sehr grob zerkleinert, so dass man viel Geknusper um Knochen herum hat.


Ansonsten ist eigentlich für jeden was dabei … also für fast jeden sag ich mal. Vegetarier werden noch ganz gut zurecht kommen, wenn sie genügsam sind.

Salate, Beilagen, Pizza und Pasta gibt es überall. Veganer sind hier noch gar nicht auf dem Plan, fast überall ist Käse oder Ei enthalten.

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Fangfrischer Fisch

Klimatisch sind die Kanaren für den durchschnittlichen Mittel- bis Nordeuropäer gut geeignet, extreme Temperaturen sind äußerst selten. Wir haben das in verschiedenen Aufenthalten zu unterschiedlichen Zeiten getestet.

Der richtige Hochsommer wäre uns persönlich etwas zu heiß hier, da geht es doch oft weit über 35 Grad hinaus, im Schatten natürlich. Aber ab Ende September/Anfang Oktober ist es einfach perfekt.
Tagsüber so warm, dass auch das Wasser eine angenehme Temperatur von teilweise über 25 Grad erreicht hat, abends noch so mild, dass man auch ohne Jacke noch lange draußen sitzen kann.
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Windschutz aus Lavasteinen
Erst ab Mitte November werden die Abende kühler, da sollte man dann schon eine windundurchläsdige Jacke dabei haben, dick muss sie aber nicht sein.
Der Wind ist fast immer da, den muss man mögen oder – wie die Wassersportler – sogar nutzen. Im Süden geht es etwas gemäßigter zu, im Norden, um Corralejo herum, weht es meist viel heftiger, da ist das Kite-Surfer-Paradies.
Auf fast allen Inseln kann man einen Unterschied zwischen Nord- und Südhälfte bemerken, mal mehr, mal weniger deutlich. Gran Canaria und Teneriffa sind wegen der häufigen Regenfälle dort im Norden richtig grün, während die vulkanischen Inseln ja ansonsten eher karg sind.
Jetzt im Januar ist es tagsüber zwischen 21 und 25 Grad mild, aber das Wasser ist mit knappen 19 Grad noch winterlich frisch, da schwimmt man dann schon etwas schneller .
Gestern war es stürmisch. Na gut, es war ein etwas mickriger Sturm, aber ich erwähne ihn jetzt trotzdem mal, damit ich es nicht vergesse. Gelegentlich ist es nämlich wirklich nicht nur windig sondern stürmisch, und das hat hier gerne mal Folgen.
Das erste, was bei Sturm schwächelt, ist WLAN, aber auch der Strom macht gern mal schlapp. Daher empfiehlt es sich, je nachdem, wo man gerade wohnt, Taschenlampen und Batterien immer griffbereit zu haben.
Ansonsten kann das recht romantisch sein, wenn beim Abendessen auf einmal Kerzenschein reichen muss und nur noch Salat serviert werden kann.
So sehr viele üppige Ausflugsziele gibt es auf Fuerteventura ja nicht, aber der Oasis Park in La Lajita (in der Nähe von Costa Calma) ist sehr zu empfehlen. Ein Tierpark mit botanischem Garten, üppig bepflanzt, sehr schön gestaltet, mit eher weniger Tierarten, aber dafür viel Platz.

 

 

Man hat sich sinnvollerweise ziemlich auf Afrikas Fauna eingestellt, liegt ja gleich gegenüber, so dass die Tiere sich klimatisch schon mal nicht groß umstellen müssen. Aber ein paar Ausnahmen wie z.B. Waschbären oder Seelöwen gibt es auch.

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Was diesen Zoo, im Gegensatz zu den mir bekannten deutschen Anlagen, so bemerkenswert macht, ist der Kontakt zu den Tieren, der hier sehr gefördert wird.

Die meisten darf man mit vor Ort bereit gestelltem Futter füttern, dabei streicheln, und mit den Seelöwen dürfte man sogar schwimmen (das haben wir noch nicht gemacht).

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Das ist gerade für Kinder bestimmt ein unvergessliches Erlebnis, und auch wir Erwachsenen sind ganz hin und weg vom Schmusekurs Auge in Auge mit einer Giraffe.
Die Anlage ist insgesamt liebevoll gestaltet, immer blitzsauber, auch die Tiergehege werden konstant gereinigt, so dass selbst an heißen Tagen kein unangenehmer Geruch das Vergnügen beeinträchtigt.


Der dazu erforderliche Aufwand hat auch seinen Preis, günstig ist das Vergnügen nicht. Der Eintritt kostet 33 Euro für einen Erwachsenen, 19,50 pro Kind, Senioren über 60 Jahre sparen etwas und zahlen 28 Euro.
Eine Futtertüte kostet 1,50 Euro, was wieder recht günstig ist, denn sie ist gut gefüllt. Einer Giraffe kann man damit etwa 4 Möhren, 2 Tomaten und ein bis zwei Äpfel gönnen.
Es gibt mehrere Restaurants im Park, etliche Getränkeautomaten, die Möglichkeit zu einem Ritt auf einem Kamel, einige Tiershows und natürlich einen gut sortierten Souvenirladen.

Und, vielleicht auch nicht so ganz unwichtig, blitzsaubere Toiletten (mit Wickeltischen) in ausreichender Zahl gut übers Gelände verteilt.


Man kann sich am Eingang Bollerwagen leihen, und es gibt sogenannte Elektroscooter, ein- oder zweisitzig, wenn man nicht ganz so gut zu Fuß ist. Denn, wie ganz Fuerteventura, ist auch der Oasis Park sehr hügelig.

Veronika näht: Hühnerpullis

Ab und zu nähe ich ganz gerne was. Meist Teddys, da muss ich aber aufpassen, so langsam besteht hier Einreiseverbot.
Gut, nähe ich eben Sachen für andere. Diesmal für Hühner. Echt jetzt.

Hier: http://www.rettet-das-huhn.de/ findet man eine Anleitung für Hühnerpullis. Hört sich richtig lustig an, macht aber Sinn, wenn man mal nachliest, die armen Viecher!
Das Schnittmuster herunterladen, ausdrucken, aneinander kleben, und schon ist es fertig, ganz einfach.

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Damit es den Hühnern warm genug ist, sollte es Fleece oder Vergleichbares sein. Strickware ist ungeeignet, weil sich die Krallen darin verfangen können.

Hier ein fettes Dankeschön für die schönen Stoffspenden, da werden die Hühner sich freuen!
Zugeschnitten ist auch sehr schnell, so kompliziert ist ein Hühnerpulli gar nicht.

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Damit man es sich besser vorstellen kann, habe ich ein Plüsch-Huhn besorgt.

Hier ist sie, Huhnigunde:

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So viel zu nähen ist ja gar nicht dran, aber die Kanten müssen irgendwie befestigt werden, damit nichts ausfranst.

Bei manchen Stoffen muss kein Saum gemacht werden, die fusseln gar nicht so, also kann man das Ganze recht gelassen betrachten. Hübsch soll es trotzdem werden, darum habe ich mich für Kontrastfarben entschieden.

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Und dann ist auch schon alles fertig, das geht wirklich recht schnell, mal eben so zwischendurch.

Hier trägt Huhnigunde ein kuschelig weiches Modell, das die Hühner hoffentlich auch im Winter warm hält.

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Wer sich an der Aktion Hühnerpulli beteiligen möchte:

http://www.rettet-das-huhn.de/h%C3%BChnerhaltung/h%C3%BChnerpullis/

Eine „Hühnerrettung“:

http://gitta-diemiesi.blogspot.de/2015/02/bodenhaltung-oder-nun-sind-sie-da.html

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Veronika kocht: Coquelet aux Pêches

Heute habe ich mal wieder gekocht. Also nicht nach langer Zeit mal wieder, sonst koche ich auch, aber eher so Sachen, die jeder andauernd macht, wie Spaghetti Bolognese oder so.
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Heute gab es ein Rezept, das ich vor gefühlten 100 Jahren (na gut, es waren wohl nur knapp 30 …) in einem Restaurant in Südfrankreich abgestaubt habe, da hieß es „Coquelet aux Pêches“, also Hähnchen in Pfirsichsauce.
Lecker. Und ganz fix gemacht.

 

 

man nehme (für 2 Personen):

1 Hähnchen oder 2 Stubenküken
2 Schalotten
Tortenpfirsiche aus der Dose oder dem Glas (es geht auch mit frischem Obst, wird dann aber nicht ganz so saftig)
Butter, Salz, Pfeffer, Paprikapulver (scharf), Honig

 

Hier wird der Vogel immer halbiert, man kann ihn aber auch ganz lassen und zum Schluss tranchieren, halbiert ist er schneller gar.


Mit Salz, Pfeffer und etwas Paprika würzen, mit den Schalotten kurz von beiden Seiten in etwas Butter anbraten und dann auf ein Backblech legen, im Backofen bei 180° fertig garen.

Die Schalotten lasse ich erst mal ganz, wenn das Hähnchen dann in den Ofen kommt, schneide ich sie ein- oder zweimal durch und reibe damit noch mal durch die Pfanne, dann werden sie entsorgt.
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In diesem Anbratfett werden die abgetropften Pfirsichspalten nun erhitzt, sie können auch noch mal eine Portion Pfeffer vertragen.
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Kurz vor dem Servieren kommen noch ca. 3 Esslöffel Honig zu den Pfirsichen, wir haben festgestellt, dass ein dunkler, würziger Honig am besten passt.
Dazu passen Reis, Salat, Baguette oder sonstwas, wir essen es einfach so, beilagenfrei.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Veronika und Lothar fliegen aus: Ausflug nach Hürtgenwald

Im Urlaub schaut man sich ja immer alles ganz genau an, aber daheim lässt das meist nach. Wir fliegen auch hier gern mal aus und schauen uns die Umgebung an, manchmal einfach nur so, manchmal mit einem mehr oder weniger zufälligen Ziel.
Aber jeder Ausflug fängt gleich an: Erst mal raus aus der Stadt!
Dieses Mal ging es von Köln aus Richtung Westen … immer der Nase nach oder so.

Die Landschaft hier kennen wir ja, Spaziergehmöglichkeiten gibt es reichlich, aber so ab und zu mal was anschauen ist ja auch nicht übel.

In der Art haben wir uns schon einige Sachen angesehen, auch bei den Nachbarn in Belgien, und wir sind immer wieder überrascht und begeistert, wieviel Energie Privatleute aufbringen um etwas auf die Beine zu stellen.

Das heutige Ziel war ein kleines, von einem Heimatverein betriebenes Museum.

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Himmel, so einen Schrank hatte nicht nur Oma, sondern sogar meine Eltern noch …

Neben einer derzeitigen kleinen Sonderaustellung über Funde aus römischer Zeit, findet man auch nett gestaltete „heimatkundliche“ Ecken.

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Aber wir sind nach Hürtgenwald gefahren, geschichtlich versierten Lesern sagt das jetzt schon was. Der doch recht umfangreiche Hauptteil der Ausstellung befasst sich mit der Zeit 1944/45, einem wenig erfreulichen Kapitel der Geschichte.
Es gibt viele Funde, Karten, Bilder und Dokumente Beteiligter, die einem die Geschichte so ganz persönlich verdeutlichen.

Wikipedia:

Im Mittelalter stand beim Ortsteil Bergstein auf dem Burgberg als ehemalige Reichsburg die Burg Berenstein, die nur noch als Burgstall zu erkennen ist. Aktuell stehen dort der Aussichtsturm Krawutschketurm sowie ein Bunker des im Zweiten Weltkrieg (1939–1945) angelegten Westwalls. In diesem Krieg fand vom 6. Oktober 1944 bis zum 10. Februar 1945 im Gemeindebereich um Vossenack und Hürtgen die Schlacht im Hürtgenwald statt. Während keine Seite unmittelbare strategische Erfolge erzielen konnte, zählt die Schlacht zu den schwersten Kämpfen im Westen Europas in der Endphase des Krieges. Im Rahmen der Schlacht gab es Schätzungen zufolge insgesamt rund 24.000 Tote.

Der Name Hürtgenwald bezog sich bis zu diesen Ereignissen lediglich auf das staatliche Forstamt. Die US-amerikanische Bezeichnung des gesamten Gebietes mit „Huertgen Forest“ führte erst bei einer späteren Gebietsreform zum Namen „Hürtgenwald“.

Anfahrt und Öffnungszeiten Hürtgenwald

Und irgendwann geht es dann wieder zurück, voller neuer Eindrücke, mit wieder einem Ausflugstipp mehr für Interessierte und einem gefüllten Kofferraum, denn einen Buchladen zum Thema gab es im Museum auch noch ….

Und da hinten, ganz in der Ferne, da sehen wir schon wieder die Domspitzen … bis zum nächsten Ausflug.

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Veronika backt: Noch mal Kuchen mit Stevia

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Das ist schon der Zweite dieser Art, aber den ersten habe ich vergessen zu knipsen. Als ich das meinem Mann erzählte, hat er sich gleich bereit erklärt, noch einen Kuchen zu essen, ist das nicht tapfer von ihm?

Wie schon beim Mürbeteig wird auch der hier viel fester, also schließe ich daraus, dass man bei Steviateig am besten gleich zum Knethaken greift, dann klappt es prima.

Der erste Versuch war etwas flach, also nicht im Geschmack, sondern tatsächlich in der Höhe. Ich habe nie darüber nachgedacht, dass die Zuckermenge auch Volumen bringt, das bisschen Steviapulver ist natürlich mengenmäßig nahezu unsichtbar. Gut, hab ich eben die Teigmenge verdoppelt, passt schon.

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Das Originalrezept hat eigentlich einen Biskuitteig, aber das kann man mit Steviapulver ja knicken, also werden die Zutaten einfach gnadenlos so gemischt, die Eier habe ich auch gar nicht mehr getrennt, das macht überhaupt nichts (wozu hab ich mir dann früher nur immer so eine Mühe gemacht?).

Man nehme …

250 g Butter
6 Eier
400 g Mehl
1/2 Beutel Backpulver
4-5 Esslöffel Wasser oder Milch
Steviosid-Extrakt passend zu 200 g Zucker (sind bei meinem Fabrikat 20 der winzigen Messlöffelchen)
Obst nach Wahl, hier sind es … naaaa, ratet mal … Richtig! Sauerkirschen! Aber es klappt auch mit jedem anderen Obst aus dem Glas oder frischen Apfelstücken oder Rosinen oder Nüssen.

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Bei Dosenobst/Obst aus dem Glas die gewünschte Menge gut abtropfen lassen.
Zimmerwarme Butter, Eier, Wasser/Milch und Steviapulver verrühren, dann nach und nach Mehl und Backpulver dazu geben.
Die abgetropften Früchte darunter heben. Man braucht sie nicht mit Mehl bestäuben oder so, die sinken nicht weiter ein, da der Teig so zäh ist.

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Alles in eine Springform (28 cm Durchmesser) füllen.
Bei 180° (Umluft) ca. 50 Minuten backen.

Veronika näht: Teddy-Wundertüte

Von Veronika

Bei baerenladle.de kann man Teddy-Wundertüten kaufen, die alles zum Nähen eines Teddys enthalten sollen (außer einem Bild vom fertigen Teddy, richtig spannend). Man weiß nur, welche Endgröße man sich aussucht, alles andere bleibt geheim. Das ist was für mich, das probier ich mal aus.
Es kommt tatsächlich eine Papiertüte, also Wundertüte stimmt sogar. Darin befindet sich ein Schnittmuster, Fellstoff, Pfotenstoff, Nasengarn, Glasaugen und Scheiben und Stifte. Mein Teddy heißt Rosalie und wird also voll beweglich sein, klasse.
Das Einzige, was nicht dabei ist, ist Füllmaterial. Das macht mir nichts aus, hab ich immer im Haus, aber man sollte es dem Käufer gegenüber vielleicht erwähnen (oder hab ich den Hinweis nur übersehen?).
Der Schnitt ist gut beschriftet, die Stoffe großzügig bemessen, man könnte sich tatsächlich auch das ein oder andere verschnittene Teil leisten, das finde ich sehr gut.

Spannend wird es schon beim Zuschneiden. Da Pfotenstoff vorhanden ist, gehe ich natürlich davon aus, dass die Sohlen daraus sind, auch die Handinnenflächen haben ein exra Schnitt-Teil, also werden die wohl auch aus Pfotenstoff abgesetzt. Aber bei den Ohren steht nix weiter. Ich mag es bei Teddys ganz gern, wenn die Innenohren aus glatterem Stoff sind, also schneide ich die auch mal aus dem Pfotenstoff zu, aber man könnte sie auch rundherum „pelzig“ machen, beide Stoffe reichen für beide Varianten.

 

Nun werden die Teile zusammen genäht, was eigentlich einfach und recht offensichtlich ist, wie was zusammen gehört.

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Aber etwas fisselig ist es schon. Ich hatte eine Endgröße von ca. 17 cm gewählt und nicht bedacht, dass dann einige Teile doch etwas winzig sind. Das macht beim Nähen gar nichts aus, aber beim Wenden. Grobmotoriker sollten also besser ein etwas größeres Exemplar aussuchen.
Und noch etwas merkt man bei der Mikrochirurgie. Der Fellstoff ist dafür nicht ideal. Bei Arm oder Bein geht es ja noch, dass das Fell so dezent behaart ist, beim Öhrchen fällt es dann aber auf, da stehen dann nur noch 2 Haare und ansonsten blickt man auf das Untergewebe. Für so einen kleinen Teddy wäre ein dichterer Plüsch vielleicht etwas besser.

 

Alle Teile werden nun zusammengenäht, ausgestopft und dann angebracht. Auf den Schnittmusterteilen ist angezeichnet, wo die Gelenke für Arme und Beine sitzen sollen, man muss also nicht erst herumtüfteln, wie es wohl zu den Proportionen passen könnte, sehr praktisch.

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Und jetzt ist „Rosalie“ fertig. Der Name ist schon klar, das Fell schimmert ein wenig Richtung altrosa.
Das Nasengarn war auch wieder reichlich bemessen, das reicht dicke für 2 Nasen, und für die Augen war sogar extra ein spezielles Garn dabei. Der Faden fühlt sich an als wäre er irgendwie gewachst oder sowas. Bisher habe ich mich mit den Augen immer recht schwer getan, aber mit diesem Garn ging das ratz-fatz, so ein Augengarn muss ich mir auch mal zulegen.

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Wie sie da so vor mir saß, kam sie mir noch ein wenig nackt vor, bei den Proportionen muss irgendwass um den Hals. Ich hab es mal mit einem Reste-Fitzelchen getestet, ja, sieht entschieden besser aus, da werde ich noch eine endgültige Lösung in Form von Halstuch oder Schal nachliefern.
Mir hat es großen Spaß gemacht, diesen Überraschungsteddy zu machen (ich habe auch immer gern Puzzles ohne Vorlage gemacht), das mache ich bestimmt noch einmal irgendwann.

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Veronika backt: Mürbeteig mit Stevia

Backen mit Stevia: Mürbeteig

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Es gibt ja Leute, die – aus welchen Gründen auch immer – auf den Konsum von Zucker verzichten sollen oder möchten, aber gerne Kuchen essen. Mein Mann ist so einer, daher wird nun mal mit Stevia experimentiert.
Damit es nicht in Stress ausartet, fange ich einfach an, mit einem Boden-Grundrezept. Belegen kann man dann ja, wie man mag, mit Obst der Saison oder sonstwas.

Für eine Bodenform mit 28 cm Durchmesser nehme ich:

300 g Mehl
eine klitzekleine Menge Backpulver (ca. 1/4 TL oder so)
130 g Butter
2 Eier
und statt der 130 g Zucker die adäquate Menge Stevia-Extrakt.

Da sollte man natürlich darauf achten, dass es kein Gemisch oder so ist, welches dann auch nicht zum Backen geeignet ist. Als Extrakt ist es ein feines Pulver mit einer zigfachen Süßkraft gegenüber Zucker.
Bei dem von mir verwendeten ist ein kleiner Messlöffel dabei, dessen Inhalt dann 10 g Zucker entspricht, also 13 Minilöffelchen in diesem Fall.
Vorsicht! Nicht gutgemeint überdosieren, das schmeckt dann nicht mehr, das wird bitter.

Beim Mixen des Teiges stellte ich fest, dass die Konsistenz schon etwas anders wird als sonst mit Zucker, es wird irgendwie klebriger, zäher. Ich habe einen EL Büchsenmilch zugegeben, dann war alles schön glatt (funktioniert wahrscheinlich auch mit etwas Wasser).

Bei 175° (Umluft) ca. 35 Minuten backen. Fertig!

Auf dem Bild ist der Boden mit Sauerkirschen aus dem Glas belegt (natürlich auch ohne Zucker), wobei sich im Moment natürlich Erdbeeren anbieten. Aber diese Kirsch-Geschichte hat einen speziellen Hintergrund in der Familie (und der wird nicht verraten …).

Veronika kocht:Überbackener Fisch ohne Fisch, dafür mit Hackfleisch

Aus dem letzten Urlaub habe ich ein Rezept mitgebracht.

Gut, eigentlich nur ein Teilrezept, denn da ist es eigentlich ein Fischgericht, sowas in der Tonform überbackenes, bestellt mein Mann schon mal.

Aber diese Masse über dem Fisch, die fand ich echt lecker, und heute haben wir das mal auf einem Hackfleisch-Auflauf ausprobiert, schmeckte superlecker!

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Für 4 Personen:

500g Hackfleisch (egal, welches, wir hatten heute Lamm)
1 großer oder 2 kleine Brokkoli
2 Mettenden
3-4 Zwiebeln (kleinere, oder Schalotten)
350g Philadelphia
250 ml Hollandaise
2 Eigelb
Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Butter oder Öl

Brokkoli in Röschen teilen und blanchieren, Mettenden in Scheiben schneiden, die Zwiebeln würfeln und in Butter oder Öl anbraten. Das Hackfleisch dazu geben, mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen.


Die Wurstscheiben in eine Auflaufform legen (die muss man nicht fetten, da kommt genug aus den Mettenden), darauf die blanchierten Brokkoliröschen verteilen, dann mit dem gebratenen Hackfleisch auffüllen.
Philadelphia, Hollandaise, Salz, Pfeffer und 2 Eigelb zu einer glatten Masse verrühren und als letzte Schicht auf den Auflauf geben.


Bei 180° (Umluft) ca. 35 Minuten, bis die Creme leicht bräunt.

Veronika kocht: Brüsseler Poularde

Heute haben wir belgisch gekocht: Brüsseler Poularde

1 Poularde
2-3 Stücke Hähnchenleber
2 Eier
1 Becher saure Sahne
2 Esslöffel Creme fraiche
Maronen
2 Trüffel
Petersilie
Butter
Rotwein
Salz
Pfeffer

Wenn man frische Maronen nimmt, muss man sie erst schälen und in etwas Brühe garen. Ich habe TK-Maronen genommen (10 Stück), die müssen nur auftauen.
Die Maronen klein hacken, mit etwas Butter, den Eiern, Creme fraiche, gehackter Petersilie, Salz und Pfeffer mit dem Stabmixer zu einem Brei verrühren. Die Trüffel (gibts ganzjährig recht erschwinglich im Glas) in kleine Würfel schneiden, die Hähnchenleber auch, unter die Maronenmasse rühren.

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Die Poularde innen und außen salzen und pfeffern, die Füllmasse hineingeben, mit Zahnstochern und Küchengarn dicht verschließen.
Butter in einer ofenfesten Form erhitzen, die Poularde hineinlegen mit 0,25 l Rotwein und einem Glas heißen Wasser aufgießen. Bei 180 Grad (Umluft) ca. 70 Minuten garen, zwischendurch immer mal mit der Flüssigkeit begießen.

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Dann die Poularde zerteilen, die Flüssigkeit mit der sauren Sahne vermischen, die Stücke noch einmal hineinlegen und ca. 10 Minuten zu Ende garen.

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Als Beilage wird im Rezept Rosenkohl empfohlen, mag der Herr des Hauses nicht, haben wir also weggelassen.

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Veronika kocht: Französische Resteverwertung

So, ich hab mal wieder was ausprobiert, aus einem Kochbuch „französisch kochen“. Es geht um Resteverwertung, hier um Schweinebratenreste. Die habe ich nie, ich mag kein Schweinefleisch, daher habe ich einfach Schweinebraten als Aufschnitt gekauft, geht auch super.

Für 4 Personen:

Schweinebraten Reste, ca. 500g
6 Eier
5 Esslöffel Mehl
0,5 – 0,75 l Milch (je nach Größe der Eier)
Butter, Salz, Pfeffer, Kräuter der Provence

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Das geht ratz-fatz, ist lecker, aber eindeutig ausbaufähig (für mich …)

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Die Fleischreste (oder den Bratenaufschnitt) in kleine Stücke schneiden,
ein Kuchenform/Tarteform fetten und die Fleischstücke hinein geben.

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Die Eier mit dem Mehl, Salz, Pfeffer und Kräutern der Provence verquirlen, die Milch mit etwas Salz einmal kurz aufkochen, etwas abkühlen lassen und zu der Eimasse geben, alles verrühren und über das Fleisch geben.

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Im Backofen (Heißluft) bei 200 Grad ca. 35 Minuten backen.

Danke, Veronika. Dein Mann wird sich gefreut haben und für dich nimmst du das nächste Mal einfach Huhn und Gemüse. 

Auf weitere Rezepte von dir freut sich

Kathriene