DIY: Dreiecksschachtel/ Geschenkschachtel/ Gutscheinbox

Eine Anleitung in -fast- neun Schritten.

 

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Ab und zu benötigt man eine kleine Geschenkschachtel um einen Gutschein o.ä. zu verpacken. Wie wäre es mit einer Dreiecksschachtel?

 

Sie eignen sich wunderbar um Pralinen, Bonbons, Tee, Herz-Stecknadeln, Litze & Spitze, Matchboxauto, Lippenstift, Schmuckstück, Perlen, Muscheln, Maschenmarkierer, Mini-Konfitüre, Seidentuch, Parfum, Babysocken zu verschenken.

Sie sind schnell gemacht und lassen sich -auseinandergefaltet- sehr platzsparend aufbewahren.

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Material:

Papier, Falzbein, Lineal, Lochzange, Band, Perlen.

Tipps und Tricks sowie eine Email-Adresse von mir, findet ihr am Ende der Anleitung.

Vorm Basteln bitte die Anleitung einmal komplett durchlesen.

 

Eine Anleitung in -fast- 9 Schritten

Schritt 1

Ein Din A 5 Blatt einmal in der Mitte knicken und den Knick flach ausstreichen. Das geht am besten mit einem Falzbein.

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Schritt 2

Die Mitte am oberen und unteren Rand markieren.

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Schritt 3

Mit Hilfe eines Falzbeins und eines Lineals von der Mitte des oberen Rands bis zum äußersten Punkt der mittleren Falt-Linie zunächst eine Rille ziehen und an dieser Rille umknicken. Durch dieses Vorgehen (Falzen) wird das Papier beziehungsweise der Karton an der Falzstelle entspannt, um beim Knicken nicht zu brechen. So können mit hoher Präzision saubere Falze gesetzt werden.

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Hier habe ich euch die Rillen einmal angezeichnet:

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Schritt 4

Mit allen vier Seiten so verfahren. Je sauberer der Knick, um so besser sieht die Schachtel später aus.

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Schritt 5

Jeweils zwei geknickte Seiten ineinanderstecken

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Schritt 6

In den ineinandergesteckten Seiten mit Hilfe einer Lochzange ein Loch bohren

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Schritt 7

Durch die Löcher eine ausreichend lange ( etwa 60 cm) Kordel ziehen und diese an den Enden entweder verknoten oder eine Perle aufziehen.

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Schritt 8

So sollte die Schachtel aussehen, wenn man die Kordel zusammenzieht und eine Schleife bindet.

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An den Bandenden eine Perle einknoten.

 

Schritt 9

Wir haben es in acht Schritten geschafft und deswegen Zeit für ein paar Tipps:

Mittlerweile bekommt man passendes Papier nicht mehr ausschließlich im Schreibwarenladen, sondern sogar schon bei DM (Drogeriekette) und natürlich in Bastelläden. Es sollte weder zu dünn ( Schachtel wird instabil) noch zu dick sein.

Ein großer Bogen Schmuckpapier, aus dem man mindestens acht Schachteln basteln kann, kostet ca. 1,20 Euro.

Ich habe aber auch schon schöne Kalenderblätter, Notenpapier oder alte Landkarten verarbeitet.

Schachteln aus einfarbigem Papier sehen hübsch mit einem geschriebenen Gruß/ Wunsch oder einem Aufkleber aus.

Besonders gefallen mir Vintage/Nostalgie-Aufkleber wie zum Beispiel die von made-by-mrs-b
Zu Weihnachten eignen sich die Schachteln sehr gut als Adventskalender oder als Deko im Adventskranz.

Die Größe der Schachtel ist natürlich variierbar. Ich selbst nutze gern das Din A 5 -Format, weil ich meistens sehr viele Schachteln auf einmal bastel und ich keine Lust habe sie auszumessen. So muss ich nur ein Din A 4-Blatt (in diesem Format findet man sie meist in den Bastelläden) einmal teilen und spare mir Arbeit.

Zur Dekoration bastelt man sie sich im Mini-Format.

Die Löcher sind haltbarer mit durchsichtigen Lochverstärkungsringen von Avery, Herma oder Zweckform. Sehr schön sehen auch Eyelets (Ösen) aus, die es mittlerweile in allen Farben gibt.

Ich wünsche euch viel Spass beim Nachbasteln 🙂

 

DIY: Sammelmappe

Buchbindeprojekt II

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Nach Sammel- oder Schleifenmappen wird man süchtig. Mir geht es zumindest so. Ich kann einfach nicht genug davon haben. Sie sind praktisch -alles rein und einfach zubinden- und trotzdem dekorativ.

Diese hier ist schlicht gehalten, man kann sie aber hervorragend verzieren, wenn man sie „effektvoll drapieren“ möchte.

Hier sind ein paar Beispiel:

http://tinyurl.com/znlxxng

Die meisten meiner Mappen sind mit einem  Stoff und farblich passendem  Buchbinderleinen bezogen.

Buchbinderleinen ist ein feines Leinen  oder Halbleinengewebe, welches meistens auf einer dünnen Papierschicht aufgeklebt ist.

Wer lieber Papier mag: handgeschöpftes oder Knautsch/Lederpapiere eignen sich gerade für Anfänger wunderbar.

Geschenkpapier ist ungeeignet. Schwere italienische Papiere setzen etwas Übung voraus.

Ein Überzug lässt sich aber auch selbst herstellen:

für ein sehr großes, handgenähtes Buch habe ich ein Zeichenblatt mit Tusche bemalt, gut durchtrocknen lassen, mit einer weissen Kerze vorsichtig eingerieben und  einem weichen Tuch poliert. Eine Fleissarbeit, aber herausgekommen ist dabei ein sehr strapazierfähiges Papier:buch35

Materialien wie Pappen, Papiere, Klebstoffe, Werkzeuge u.ä. wurden  in der Anleitung Fotoalbum  beschrieben.

Pappen exakt von Hand zu schneiden, ist eine mühselige Angelegenheit. Ich mag dieses exakte Anzeichnen und Schneiden -trotz Schneidemaschinen- gar nicht.

Sie werden nie so perfekt geschnitten wie in der Druckerei, in der ich schon unzählige Schneidesachen in Auftrag gegeben habe.

Wenn ich dort bin, darf ich immer in den „Restekorb“ schauen und mir alles mitnehmen was ich möchte. Papiere, Leinen und auch mal ein Glas Leim, bekomme ich zum Sonderpreis, im Gegenzug bin ich großzügig mit Geschenken aus meiner Küche.

Für eine einzelne Mappe kann man sich die Arbeit machen, aber wer mehrere Mappen binden möchte, sollte sich eine Druckerei suchen und dort mal freundlich nachfragen, ob man sie dort nicht für einige Euro maschinell zuschneiden lassen kann.

Online kann man sich ebenfalls Pappen fertig zuschneiden lassen, das lohnt sich allerdings nur, wenn man mehrere „Rohlinge“ bestellt.

Zunächst benötigen wir  Graupappe -etwa 2,5  mm dick- in den Größen

1 Stck. : 30,7 cm  x  22,0 cm

2 Stck. : 22,0 cm  x   6,0 cm

2 Stck. : 31,2 cm  x    6,0 cm

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Mit Planatol werden die einzelnen Zuschnitte  zu einer Schachtel verklebt:

Die Kanten  stabilisiert man mit etwas Malerkrepp oder Tesafilm, der nach dem Trocknen wieder entfernt wird:

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Die Kanten sollten nach Möglichkeit exakt aufeinandertreffen.

Das klappt gerade zu Anfang nicht immer, zum Glück lassen sich aber einige Ungenauigkeiten auch später noch korrigieren.

Zunächst werden die Außenkanten beklebt, der Stoffstreifen sollte dafür etwa 18 cm breit sein und einmal gut um die Schachtel passen.

Baumwollstoff kann man wie Papier direkt auf die Pappe kleben, der Kleber muss jedoch dünn und gleichmäßig aufgetragen werden (Planatol wird dazu mit etwas Wasser verrührt), sonst drückt er sich  unschön durch den Stoff und es gibt häßliche Flecken, die sich nicht mehr entfernen lassen.

Am besten immer ein feuchtes Tuch bereit legen, um klebrige Finger oder Arbeitsmatte  sofort zu reinigen.

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Für diese Schachtelmappe habe ich jedoch zunächst einen Streifen Vlieseline mit der „Bügelseite“ nach oben rundherum auf die Aussenkanten aufgeklebt und darauf den Stoffstreifen gebügelt:

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Gepolsterte Aussenkanten sehen hübsch aus und verdecken kleine Unregelmäßigkeiten.

Anfang und Ende des Stoffstreifen werden an eine der schmalen Seiten der Pappe überlappend verklebt. Ein Ende des Stoffstreifen umknicken und glatt bügeln, damit eine saubere Kante entsteht.

Auf dem Schachtelboden (außen) den überstehenden Stoff verkleben:

Die Innenseiten der Mappe ebenfalls Seite für Seite festkleben und die Ecken gut ausarbeiten.

Für den Einlegeboden benötigen wir Graupappe in der Größe:

1 Stck. : 30,2  cm  x  21,5 cm

Beklebt wird er wiederum mit einem Stück Vlieseline, die mit der Bügelseite nach oben zeigt und auf die ein Stück Stoff gebügelt wird:

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Einige Klebepunkte auf den inneren Schachtelboden geben  und den Einlegeboden einsetzen:

Wir benötigen für den Einsatzdeckel Graupappe in der Größe:

21,0 cm  x  29,0 cm

und ein passendes Stück Buchbinderleinen (siehe Foto unten).

Graupappe gleichmäßig einkleistern, umdrehen und auf das Buchbinderleinen kleben.

Ecken des Leinens abschrägen, nach innen umschlagen und festkleben.

Die einzelnen Kanten ebenfalls umschlagen und festkleben. Mit schweren Büchern o.ä. beschweren und trocknen lassen.

Aus zwei Stoffstreifen  zwei Bänder nähen:

Stoffstreifen einmal falten und überbügeln. Aufklappen und jede Seite bis zur „Bügelfalte“ einschlagen und bügeln. Streifen falten und die offene Kanten nähen. Perle aufziehen und festknoten.

Wer keine Lust auf Nähen hat, kann sich passendes Schleifenband kaufen, es sollte nur recht strapazierfähig sein.

Umschlagdeckel

Wir benötigen Graupappe in den Größen:

1 Stck. 23,5 cm  x  6,5 cm

2 Stck. 23,5 cm  x  32,5 cm

und ein ausreichend großes Stück vom Buchbinderleinen

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Die Graupappenzuschnitte werden aufgelegt und mit „Abstandshalter“ versehen. Als Abstandshalter benutze ich eine in Stücke gesägte Plastikleiste (sie ist etwa 1 cm breit und 2 mm hoch).

Unter die  Zuschnitte lege ich ebenfalls eine Leiste oder ein Lineal, damit sie in einer geraden Linie aufgeklebt werden.

Alle Ecken und die einzelnen Kanten umschlagen und festkleben. Nur wenig Leim auf die umgeschlagenen Ecken (rechtes Foto) geben und diesen immer nach außen aufstreichen, damit kein Leimfleck auf das Leinen kommt.

Mit einem Falzbein jede Ecke und jede Kante sauber ausarbeiten.

Ein sauber geschnittenes Stück vom Buchbinderleinen auf die Rückeneinlage, Vorder- und Rückendeckel kleben (siehe Foto unten)

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Die Schleifenbänder rechts und links mittig festkleben, den Leim aber nicht bis zum Schachtelrand auftragen.

Ich klebe meistens noch ein Stück Stoff drauf, weil ich mir einbilde, es würde so besser halten.

Wer das obere Foto mit den beiden unteren vergleicht, wird bemerken, dass ich an den Ecken etwas flicken musste. Damit es anderen nicht passiert, sollte drauf geachtet werden, dass das Leinen an den Ecken nicht zu kurz geschnitten wird und gut die Graupappe verdeckt.

Vor dem Leimen noch einmal testen, ob nirgendwo Graupappe herausschaut.

Wer mag, kann nun auch Buchecken aufsetzen.

Den Schachtelboden gleichmäßig leimen. An den Kanten den Leim nur dünn auftragen, damit er beim Aufsetzen nicht rausquetscht.

Immer dran denken: nur wo Leim aufgetragen wurde, kann es kleben.

Schachtel auf den Rückendeckel kleben. Auf der linken Seite bis zur ersten Falz, denn dort wird sie später mit dem Rücken verklebt. Links befindet sich auch die Ansatzstelle  vom Stoff.

Mit Bücher beschweren und trocknen lassen.

Die exakte Lage des Einlagedeckels anzeichnen und ihn festkleben.

Schachtelrücken festkleben und lassen gut trocknen lassen.

Mit schweren Büchern oder Boule-Kugeln als Gewicht, habe ich meine allerersten Buchbindearbeiten getrocknet. Natürlich geht es sehr viel einfacher, wenn man die einzelnen Teile einfach mit Klemmen (gibt es in jedem Baumarkt)  fixiert.

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Fertig? Dann darf man jetzt voller Stolz die wunderschöne Schachtelmappe bewundern.

Bei Fragen: Muschel@ewe.net

nächstes Buchbindeprojekt: Stifteschachtel für den Schreibtisch

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Material für die Schachtelmappe: (siehe auch Fotoalbum DIY)

Graupappe für die Innenschachtel:

1 Stck. : 30,7 cm  x  22,0 cm

2 Stck. : 22,0 cm  x   6,0 cm

2 Stck. : 31,2 cm  x    6,0 cm

Graupappe für den Einsatzdeckel:

1 Stck. : 21,0 cm  x  29,0 cm

Graupappe für den Umschlagdeckel:

1 Stck. 23,5 cm  x  6,5 cm

2 Stck. 23,5 cm  x  32,5 cm

Kleber, z.B. Planatol BB

Stoff oder Papier

evtl. Vlieseline

Buchbinderleinen

Falzbein, Schere, Cutter, Rollschneider, Schneidemaschine (wenn vorhanden), Bleistift

evtl. Schleifenband

 

DIY: Fotoalbum

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DIY: Fotoalbum

Buchbindeprojekt I

Bei einem gekauften Fotobuch sind die Formate vorgegeben, ebenso die Anzahl der Seiten und das Aussehen des „Covers“ und des Fotopapiers.

Oft möchte ich  jedoch nur einige Fotoabzüge von einem besonderen Ereignis verschenken, dann soll das „Fotobuch“ nicht noch zig leere Seiten aufweisen. Oder der Einband passt  nicht zu meinem Thema oder ich hätte gern ein außergewöhnliches Format oder ein besonderes Papier.

Mit etwas Übung kann man sich (s)ein Fotobuch selbst binden und vielfältig gestalten. Es ist immer ein Original und nicht käuflich zu erwerben. Es ist ein individuelles Geschenk oder ein besonderer Schatz für sich selbst.

Ich habe mir beispielweise ein Album „gebaut“, in welches ich Fotos meiner selbstgemachten Schmuckstücke eingeklebt habe.

Ein Album für meine Nähprojekte ist gedanklich in Arbeit.

Ebenfalls in Arbeit ist ein „Nizza-Album“, hinein kommen neben Fotos auch Stadtkartenausschnitte, ein Stückchen von der Brötchentüte mit der Adresse des Lieblingsbäckers, Eintrittskarten von Museen, Postkarten und Notizen.

Gelungene Porträtaufnahmen meines Enkels klebe ich großformatig auf schwarzen Fotokarton und binde sie irgendwann zu einem Album zusammen.

Wer zeichnen oder malen kann, nimmt z.B. als Einlage nicht Fotokarton, sondern schneidet sich Aquarell-/Zeichenpapier passend zu und hat somit „Malpapier to go“

Los gehts:

ich habe hier der Einfachheit halber Trennblätter genommen, die es in jedem Schreibwarenladen in verschiedenen Farben zu kaufen gibt.

Mit ihnen kann man gut für ein erstes Album üben, sie sind billig und müssen nicht mühselig von Hand zugeschnitten werden.

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Foto: Trennblätter und Falzbein

Fotobücher arbeite ich immer mit einem Zwischenstreifen, weil Fotos auftragen und das Album später unschön aufklaffen würde. Sie dienen also als „Höhenausgleich“.

Wer die einzelnen Seiten „scrapbookmäßig“ verschönern möchte, also mit Aufklebern, Eintrittskarten, gepressten Blumen oder gebastelten Sachen versehen will, kann bei einzelnen Seiten zum Ausgleich auch zwei oder mehr Zwischenstreifen einfügen.

Die Zwischenstreifen werden normalerweise passend zugeschnitten, hier legt man einfach ein Lineal an und zieht mit einem Falzbein eine Falz  (siehe orangefarbenen Streifen auf dem obigen Foto). Entlang der Falz knickt man das Papier um und hat somit schon einen Zwischenstreifen. Löcher markieren und mit einer Lochzange ausstanzen.

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Foto: Trennblätter und Lochzange

Es werden so viele Blätter vorbereitet, wie man  im späteren Album haben möchte.

Da das Album geschraubt wird, ist es jedoch kein Problem, es um weitere Blätter (=Einlagen) zu erweitern, falls mehr Seiten benötigt werden.

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Foto: Buchschrauben

Buchschrauben gibt es in verschiedenen „Füllhöhen“, z.B. in der Höhe 2mm bis hin  zur Füllhöhe von 20 mm. Sie können vernickelt oder vermessingt oder schwarz lackiert sein.

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Foto: Trennblätter und Graupappe

Nachdem die Trennblätter fertig gefalzt und gelocht sind, werden die Vorder- und Rückseite des Albums angefertigt. Man benötigt dafür Graupappe (Stärke 1,5 bis 2 mm), die es auch in Schreibwarenläden oder online zu kaufen gibt. Außerdem ein Teppichmesser und ein Metalllineal zum Schneiden der Graupappe.

Die Graupappe etwas größer als das Fotopapier/Einlage zuschneiden und einen Streifen davon in der Breite der Zwischenstreifen abschneiden (siehe obiges Foto) Das ist notwendig, um später gut umblättern zu können.

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Foto: Leim Planatol BB/ rechts mit Wasser verdünnter Leim

Die zugeschnittene Graupappe wird auf ein Blatt Fotopapier gelegt und man kennzeichnet nun die gewünschte Höhe/ Breite:

Der Einband (=Graupappe) sollte vielleicht in der Höhe jeweils unten und oben einen halben Zentimeter überstehen.

In der Breite ist er links bündig und rechts kann er ebenfalls etwa einen guten halben Zentimeter länger sein. Dabei muss der Zwischenraum zwischen den beiden Pappstücken ( etwa 3 mm breit) berücksichtigt werden.

Ein wenig experimentieren gehört dazu, wenn man zukünftig individuelle Alben „bauen“ möchte. Man kann nicht auf vorgebene Maße zurückgreifen und muss selbst entscheiden, was einem gefällt und was nicht.

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Foto: bezogene, vordere Decke (aus Graupappe)

Auf dem obigen Foto sieht man eine Graupappe, die mit rotem Buchbinderleinen bezogen wurde.

Dazu schneidet man ein ausreichend großes Stück Buchbinderleinen ( oder Papier) zu.

Normalerweise beachtet man dabei die Laufrichtung des Leinens oder des Papiers, aber für ein erstes Übungsstück lassen wir das außer acht.

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Foto: Graupappe auf Leinen geklebt.

Zwischen dem Randstreifen ( das Stück Pappe mit den beiden Löchern) und der Decke (das größere Stück Pappe), lässt man einen kleinen Spalt von wenigen Millimeter ( das ist für das spätere Aufklappen wichtig).

Wer ein gutes Augenmaß hat, schätzt ab, ob der Spalt gleichmäßig ist. Alle anderen können beispielsweise den Rücken eines Holz-Lineals dazwischenstecken.

Es gibt verschiedene Arten eine Ecke zu kleben. Ich habe alle ausprobiert und mir gefällt folgende am besten:

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Foto: Graupappe Buchbinderleinen

Graupappe ( also beispielweise die Vorderdecke des Albums) auf ein ausreichend großes Stück Buchbinderleinen (oder Papier) kleben. Die Ecken des Leinens -wie auf dem Foto zu sehen- abschrägen.

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Foto: umgeklappte Ecke

Die Ecke leimen, umklappen und mit dem Falzbein gut ausarbeiten. Alle Ecken so bearbeiten.

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Erst dann die übrigen Überstände Seite für Seite leimen, umklappen und mit dem Falzbein gut andrücken.

Auf der Vorderseite den Spalt mit dem Falzbein nachzeichnen und überprüfen, ob alles gleichmäßig verleimt ist.

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Die Pappe wird nun mit einem passend zugeschnittenen Stück Buchbinderleinens „gegenkaschiert“( siehe Foto oben).

Zum einen natürlich wegen des Aussehens, zum anderen würde sich ein einseitig bezogenes Stück Pappe bei der Trocknung leicht verziehen und verbiegen.

Wenn beide Albendeckel, also Vorder- und Rückseite, fertig bezogen und gegenkaschiert sind, läßt man sie unter einen Stapel Bücher o.ä. trocknen.

Nach dem Trocknen werden die Löcher (sie lassen sich gut erfühlen) mit der Lochzange vorsichtig ausgestanzt.

Das Album kann nun verziert werden. ich habe eine Schachtel, in der ich Dinge aufbewahre, die man möglicherweis für ein Album (oder eine Schachtel – das wird das nächste Projekt) gebrauchen kann:

Kochlöffel in einem Mini-Format, Tiere wie z.B. eine Echse aus flachem Metall, kleine Sandtiere.

Sehr alte Puppenschuhe aus Seide und anderen Materialien, die sich schon in der Auflösung befinden, aber wunderbar zur Shabby-chic-Verzierung eines Albums zur Geburt eines Kindes geeignet sind.

Filzblüten, Filzreste, flache Schmuckstücke.

Einen genähten Beutel, der farblich passt.

Landkarte, Postkarte, Münzen für ein Urlaubsalbum.

Ein flache Metalldose.

Einfach die Augen offen halten und sammeln. Irgendwann gebraucht man es.

Das Album muss zum Schluss nur noch zusammengeschraubt werden.

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Materialien:

Schneideunterlage, z.B. von Gerstaecker

Falzbein, z.B. bei Boesner

Leim , z.B. bei Planatol BB oder selbstangerührt aus Tapetenkleister (Metylan) und Ovalit T ( aus dem Baumarkt)

Borsten-Pinsel/ Tuch/ Makulaturpapier (altes Papier zum Unterlegen bei Klebearbeiten)

Cutter/ Skalpell zum Schneiden von Papier/ Fotokarton

Teppichmesser zum Schneiden von Graupappe

Lineal aus Metall

Bezugspapier, für Anfänger eignet sich „Knautschpapier/ Kripspapier“ am besten

oder Buchbinderleinen

Fotokarton

Graupappe in 1,5  oder 2, 0 mm Stärke

Beim Suchen nach Materialien ist mir ein Buchbinder-Shop aufgefallen. Ich poste hier mal den link zum Shop, kann aber nichts darüber sagen, weil ich dort noch nie gekauft habe.

Eure Erfahrungen oder Tipps bezgl. Einkauf von Buchbinde-Materialien dürft ihr mir gern per mail mitteilen.

http://www.buchbinder-shop.de/Buchleinen-Buchgewebe

Viele Sachen bekommt man aber auch in einschlägigen Bastel-Online-Shops, bei Boesner, bei Gerstaecker, im Schreibwarenladen oder bei Dawanda oder bei Ebay.

Buchtipp:

„Bücher perfekt selbst binden“ Vasco Kintzel

Einige Buchbindearbeiten von mir:

http://tinyurl.com/znlxxng

Nächstes Buchbinde-Projekt: Sammelschachtel

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„Vintage-Kochbuch“

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Mir ist ein wunderschönes Notizbuch in die Hände gefallen:

„Antoine de Saint-Exupéry“ von Paperblanks

https://shop.paperblanks.com/de/de/notizb%C3%BCcher/101-Saint-Exup%C3%A9ry-Wind-Sand-und-Sterne

Mir fallen ständig schöne Notizbücher in die Hände (okay, ich helfe etwas nach) und außerdem binde ich ab und an auch noch selbst schöne „Leerbücher“, so dass der Stapel „Notizbücher“ in meinem Regal eher größer als kleiner wird.

Dieses habe ich aber benutzt und mir ein „Vintage-Kochbuch“ draus gebaut. Vielmehr bin ich noch dabei.

Rezepte, die nicht in irgendeiner Datei, ein trübes Dasein fristen oder lediglich auf einem Blatt Papier mit einer x-beliebigen Schrift gedruckt sein sollen, bekommen nun einen besonderen Platz:

im „Vintage-Kochbuch“

handgeschrieben und mit Pressbildchen/ Oblaten verziert.

Das klingt nach mühseliger Fleissarbeit, ist aber die pure Entspannung.

Das Schneiden und Einkleben der Bildchen erinnert mich an meine Kindheit und macht mir Spass. Könnte ich zeichnen, so würden zusätzlich kleine Zeichnungen  die Seiten schmücken.

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Hin und wieder nehme ich mir Zeit und trage in aller Ruhe -bei einer Tasse Tee- Rezepte ein und schreibe mir Notizen oder Tipps dazu.

Da ich es hasse, mich zu verschreiben und im schlimmsten Fall an dem Buch -behaftet mit diesem Makel- nicht weiterarbeiten würde, musste ein Stift her, mit ich Fehler verbessern kann.

Den gibt es wirklich: „Frixion Ball von Pilot“ (gibt es bei Amazon). Ein Tintenroller mit radierbarer Geltinte.

Pressbilder/ Poesiebilder/ Oblaten bekommt man überall. Meine habe ich durch Zufall (ich suchte etwas ganz anderes, aber davon demnächst mehr) bei „Servietten Wimmel“ gefunden. Obst und Gemüse mit „Glanz“.

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Aktuelles:

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Blätterkarte

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Einfach ein paar zarte Blätter sammeln und für ein paar Wochen in einem dicken Buch trocknen lassen. Wenn dann die Abende wieder länger werden und man wieder viel Zeit und Muße zum Basteln hat, klebt man sie auf Klappkarten als Vogelkörper. Die Augen zeichnet man mit einem weißen Lackstift ein und wenn der durchgetrocknet ist, tupft man die Pupille mit einem schwarzen Eding-Stift auf. Mit einem Fineliner zeichnet man sich mit wenigen Strichen eine „Geschichte“ dazu.

Für eine Geburtstagskarte könnte man z.b. mehrere „Vögel“ aufkleben und bemalen, die einen Luftballon im Schnabel halten.

Für eine Einladungkarte könnten zwei Vögel ein Blatt Papier festhalten, auf dem der Anlass der Einladung, der Tag und die Uhrzeit vermerkt sind

Man muss nicht zeichnen können, es wird lediglich mit wenigen Strichen skizziert.

Suppenkellen