DIY: Dreiecksschachtel/ Geschenkschachtel/ Gutscheinbox

Eine Anleitung in -fast- neun Schritten.

 

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Ab und zu benötigt man eine kleine Geschenkschachtel um einen Gutschein o.ä. zu verpacken. Wie wäre es mit einer Dreiecksschachtel?

 

Sie eignen sich wunderbar um Pralinen, Bonbons, Tee, Herz-Stecknadeln, Litze & Spitze, Matchboxauto, Lippenstift, Schmuckstück, Perlen, Muscheln, Maschenmarkierer, Mini-Konfitüre, Seidentuch, Parfum, Babysocken zu verschenken.

Sie sind schnell gemacht und lassen sich -auseinandergefaltet- sehr platzsparend aufbewahren.

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Material:

Papier, Falzbein, Lineal, Lochzange, Band, Perlen.

Tipps und Tricks sowie eine Email-Adresse von mir, findet ihr am Ende der Anleitung.

Vorm Basteln bitte die Anleitung einmal komplett durchlesen.

 

Eine Anleitung in -fast- 9 Schritten

Schritt 1

Ein Din A 5 Blatt einmal in der Mitte knicken und den Knick flach ausstreichen. Das geht am besten mit einem Falzbein.

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Schritt 2

Die Mitte am oberen und unteren Rand markieren.

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Schritt 3

Mit Hilfe eines Falzbeins und eines Lineals von der Mitte des oberen Rands bis zum äußersten Punkt der mittleren Falt-Linie zunächst eine Rille ziehen und an dieser Rille umknicken. Durch dieses Vorgehen (Falzen) wird das Papier beziehungsweise der Karton an der Falzstelle entspannt, um beim Knicken nicht zu brechen. So können mit hoher Präzision saubere Falze gesetzt werden.

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Hier habe ich euch die Rillen einmal angezeichnet:

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Schritt 4

Mit allen vier Seiten so verfahren. Je sauberer der Knick, um so besser sieht die Schachtel später aus.

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Schritt 5

Jeweils zwei geknickte Seiten ineinanderstecken

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Schritt 6

In den ineinandergesteckten Seiten mit Hilfe einer Lochzange ein Loch bohren

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Schritt 7

Durch die Löcher eine ausreichend lange ( etwa 60 cm) Kordel ziehen und diese an den Enden entweder verknoten oder eine Perle aufziehen.

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Schritt 8

So sollte die Schachtel aussehen, wenn man die Kordel zusammenzieht und eine Schleife bindet.

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An den Bandenden eine Perle einknoten.

 

Schritt 9

Wir haben es in acht Schritten geschafft und deswegen Zeit für ein paar Tipps:

Mittlerweile bekommt man passendes Papier nicht mehr ausschließlich im Schreibwarenladen, sondern sogar schon bei DM (Drogeriekette) und natürlich in Bastelläden. Es sollte weder zu dünn ( Schachtel wird instabil) noch zu dick sein.

Ein großer Bogen Schmuckpapier, aus dem man mindestens acht Schachteln basteln kann, kostet ca. 1,20 Euro.

Ich habe aber auch schon schöne Kalenderblätter, Notenpapier oder alte Landkarten verarbeitet.

Schachteln aus einfarbigem Papier sehen hübsch mit einem geschriebenen Gruß/ Wunsch oder einem Aufkleber aus.

Besonders gefallen mir Vintage/Nostalgie-Aufkleber wie zum Beispiel die von made-by-mrs-b
Zu Weihnachten eignen sich die Schachteln sehr gut als Adventskalender oder als Deko im Adventskranz.

Die Größe der Schachtel ist natürlich variierbar. Ich selbst nutze gern das Din A 5 -Format, weil ich meistens sehr viele Schachteln auf einmal bastel und ich keine Lust habe sie auszumessen. So muss ich nur ein Din A 4-Blatt (in diesem Format findet man sie meist in den Bastelläden) einmal teilen und spare mir Arbeit.

Zur Dekoration bastelt man sie sich im Mini-Format.

Die Löcher sind haltbarer mit durchsichtigen Lochverstärkungsringen von Avery, Herma oder Zweckform. Sehr schön sehen auch Eyelets (Ösen) aus, die es mittlerweile in allen Farben gibt.

Ich wünsche euch viel Spass beim Nachbasteln 🙂

 

DIY: Beuteltasche „Julchen“

Beuteltasche „Julchen“

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„Julchen“ ist leicht und schnell nachzunähen, so dass man sie mit wenig Mühe aus verschiedenen Stoffen und in unterschiedlichen Farben herstellen kann. Zum Behalten oder auch zum Verschenken.

Sie sieht pfiffig aus, ist geräumig und verfügt über Außen- und Innenfächer.

Für Julchen eignen sich Reststoffe – die sich mit der Zeit in jedem Nähstübchen ansammeln – weil sie aus drei verschiedenen Oberstoffen zusammengesetzt wird.

Die Näh-Anleitung ist ausführlich geschrieben, so können gerade Anfänger diese Tasche problemlos nacharbeiten.

Bitte vor Arbeitsbeginn die Anleitung einmal komplett durchlesen.

Das Schnittmuster erstellt man sich mit Stift, Lineal, einem Bogen Packpapier und einer genauen Anleitung selbst, es läßt Raum für individuelle Anpassungen und Veränderungen.

Die Außentasche besteht aus drei verschiedenen Stoffen:

Oberstoff 1/ Größe: ca. 50 cm x 50 cm ( 2 x)

Oberstoff 2/ Größe: ca. 25 cm x 50 cm (2 x)

Oberstoff 3/ Größe: ca. 25 cm x 50 cm (2 x)

Die Tasche läßt jedoch ebenso gut aus nur einem oder zwei Stoffen nähen.

Die Innentasche besteht ebenfalls aus drei verschiedenen Stoffen:

Futterstoff 1/ Größe: ca. 50 x 50 cm (2 x)

Futterstoff 2/ Größe: ca. 25 cm x 50 cm (2 x, optional)

Futterstoff 3/Größe: ca. 25 cm x 50 cm (2 x, optional)

Doch auch hier kann man auch nur einen Stoff verwenden. Wer keine Innenfächer benötigt, lässt sie einfach weg.

Material:

Passende Stoffe (Taschen-/ Futterteil 4 mal 50 x 50 cm, Außenfächer 8 mal 25 cm x 50 oder wer keine Innenfächer haben möchte 4 mal 25 cm x 50 cm)

Vlieseline H 640 oder H 630 (für Außentasche und Boden, wenn der Stoff verstärkt werden muss)

Gurtband 4 cm breit/ etwa 150 cm (muss individuell an die Größe der Trägerin angepasst werden)

Stift, langes Lineal, Packpapier, Geodreieck, Schneiderkreise/Markierstift, Schere, Rollschneider, großer Zirkel o.ä.

Zunächst fertigt ihr auf einen ausreichend großen Bogen Packpapier folgendes Schnittmuster an:

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Dieses Papierschnittmuster ausschneiden.

Eine ausführliche Beschreibung zur Erstellung des Schnittmusters findet ihr im Anhang.

Oberstoff 1 rechts auf rechts legen und das Schnittmuster ausschneiden.

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Das Schnittmuster zur Hälfte umklappen:

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Oberstoff 2 rechts auf rechts legen und das umgeklappte Schnittmuster ausschneiden:

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Oberstoff 3 ebenfalls rechts auf rechts legen und das umgeklappte Schnittmuster ausschneiden.

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Ihr habt jetzt also 6 Schnittteile vor euch liegen:

2 x Oberstoff 1 (Original-Schnittmuster)

2 x Oberstoff 2 ( umgeklapptes Schnittmuster)

2 x Oberstoff 3 (umgeklapptes Schnittmuster)

Beide Außenfächer nähen

Jeweils 1 Teil von Oberstoff 2 auf einen Teil von Oberstoff 3 rechts auf rechts legen und an der markierten Linie (siehe Foto) zusammennähen/steppen. Das werden die späteren Außenfächer.

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Kleine Knipser in die Nahtzugabe schneiden, die Stoffe wenden und die Naht gut glattbügeln.

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Auf der rechten Seite einmal in Nähfüßchenbreite absteppen.

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Wer mag, kann ein wenig vom Oberstoff 3 rausschauen lassen (siehe Foto oben), so dass es wie eine Paspel aussieht.

Vlieseline

Bei der gelben Tasche habe ich festen Ripsstoff verwendet, der nicht mit einem Stück Vlieseline verstärkt werden musste. Der Baumwollstoff dieser schwarzgemusterten Tasche ist jedoch viel dünner und muss vor der Weiterverabeitung durch Vlieseline ein wenig Standfestigkeit bekommen.

Auf beiden Teilen von Oberstoff 1 Vlieseline aufbügeln.

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Nach dem Aufbügeln die überstehende Vlieseline abschneiden.

Vlieseline bügel ich immer mit einem Stück Backpapier auf, damit das Bügeleisen -wenn es versehentlich in Kontakt mit der Klebeseite kommt- nicht verschmutzt.

Die Außenfächer mittig auf Oberstoff 1 legen und die weiß markierten Linien absteppen (siehe Foto).

Beim Einzeichnen der Linien orientiert ihr euch an dem oberen geraden Stück (6 cm) der Taschenkante (siehe Foto unten)

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In dieses schmale Fach schieben wir später den Tragegurt, also vorher einmal testen, ob er auch wirklich hineinpasst.

Wie ihr auf dem oberen Foto sehen könnt, habe ich den Oberstoff 1 etwas gequiltet, weil er sich mit seinem geografischen Muster geradezu anbot.

Mit dem zweiten Taschenteil ebenso verfahren.

Ihr habt jetzt also zwei Taschenteile mit aufgenähten Außenfächern vor euch liegen.

Tragegurt anbringen

In einen Taschenteil schiebt ihr den Gurt bis zum unteren Ende ( dort wo später der Boden eingesetzt wird) durch und näht ihn (wie auf Foto unten zu sehen) an den eingezeichneten Linien auf dem Oberstoff 1 fest.

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Näht den Gurt nicht bis zur Taschenkante an den Oberstoff fest, dort wird später noch etwas Platz für das Einnähen der Innentasche benötigt. Also etwa 3 cm Platz lassen.

In der Lasche näht ihr den Gurt so fest, wie es auf dem Foto unten zu sehen ist.

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An das andere Ende des Gurtes näht ihr das zweite Taschenteil nach dem selben Schema fest. Bevor ihr das andere Gurtende festnäht, testet ihr aus -in dem ihr euch die Teile einmal über die Schulter hängt- ob die angegebene Gurtlänge von etwa 145 cm für euch passend ist.

Wir haben jetzt also zwei Taschenteile, die mit einem Gurt verbunden sind (siehe Skizze)

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Beide Taschenteile rechts auf rechts legen und die Seitenkanten -links und rechts- festnähen. Vor dem Nähen begradige ich mit einem langen Lineal/ Patchworklineal und einem Rollschneider die Kanten.

Die Kanten entweder mit einer Overlock-Maschine oder einem Zickzackstich versäubern.

Die Seitennaht nach einer Seite umklappen, feststecken und auf der rechten Seite mit einer Stichlänge von 3,5 absteppen. Das sieht hübscher aus und macht die Tasche natürlich auch strapazierfähiger.

So sollte eure Tasche nun aussehen:

Die Seitenkanten sind verschlossen, oben und unten ist die Tasche noch offen.

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Auf dieselbe Art und Weise stellt ihr nun die Innentasche her. Für die Innentasche muss man nicht -wie bei der Außentasche- verschiedene Futterstoffe wählen. (Einen Gurt bringt man natürlich auch nicht an 😉 )

Und wer keine Innenfächer benötigt, schneidet sich lediglich zweimal den Futterstoff aus und näht ihn an den Seitenkanten zusammen.

Boden für Außen- und Innentasche

Der Durchmesser der Taschenböden beträgt etwa 31,5 cm.

Mit einem Zirkel (oder einem passenden Essteller) fertigt man das Schnittmuster für den Taschenboden an.

Wenn ihr wissen möchtet, wie man den passenden Durchmesser eines runden Taschenbodens ausrechnet:

r = U geteilt durch 2pi

r = radius

U = Umfang

pi = 3,14

also: 96 cm ( 2 x die Taschenbreite) geteilt durch 6,28 ( 1 Pi ist etwa 3, 14) = 15,3 cm

Das ist der Radius (also der halbe Durchmesser des Kreises). Wir nehmen noch 1 cm dazu, wegen der Nahtzugabe.

Der Durchmesser des Kreises beträgt also 2 x Radius plus 2 cm Nahtzugabe = ca. 32,5 cm

Falls ihr also einmal die Taschengröße verändern möchtet, könnt ihr mit dieser Formel berechnen wie groß der Boden sein muss.

Ihr benötigt den Boden einmal für die Außentasche und einmal für die Innentasche.

Auch hier gilt: ist es ein robuster Stoff, kann man auf Vlieseline verzichten. Handelt es sich wie bei der schwarzen Tasche um einen normalen Baumwollstoff, benötigt er Vlieseline, sonst wird die Tasche später „labberig“.

Wenn also nötig, auf beide Böden Vlieseline aufbügeln.

Boden und Tasche „vierteln“

Um einen runden Boden gut einsetzen zu können, gibt es einen „Trick“

Den Boden einmal mittig falten und rechts und links an den Faltstellen (Bruch) markieren. Dazu nehmt ihr entweder einen Stift (z.B. Aqua Trickmarker) oder Stecknadeln. Boden wieder aufklappen und nun Markierung auf Markierung legen. Die Faltstellen (Bruch) wieder markieren. Wenn ihr den Boden wieder aufklappt, ist er in Viertel unterteilt.

Ich zeige es euch einmal an dem Schnittmuster des Bodens:

Boden mittig falten und und jeweils rechts und links an den Faltstellen markieren

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Boden wieder aufklappen und nun Markierung auf Markierung legen und wieder die Seiten markieren

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Wenn ihr den Boden wieder aufklappt, ist er in Viertel unterteilt

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Bei der Tasche legt ihr Seitennaht auf Seitennaht und markiert die Seiten mit Stecknadeln oder mit einem Trickmarker. So habt ihr ebenfalls die Tasche geviertelt: zwei Seitennähte und zwei Markierungen.

Ihr habt jetzt

Außen- und Innenboden mit „Viertelmarkierung“

Außen- und Innentasche mit „Viertelmarkierung“

Einsetzen des Bodens

Die Außentasche auf links ziehen.

Boden und Außentasche an den Markierungen rechts auf rechts zusammenstecken.

Zwischen den Vierteln Boden und Außentasche gleichmäßig zusammenstecken. Evtl. muss man -wenn es nicht so ganz passt- eine kleine Falte einarbeiten.

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Einmal vorsichtig rundherum – mit etwa einem Zentimeter Abstand zum Rand – nähen.

Dabei darauf achten, dass alle Stofflagen mitgefasst werden. Der Boden liegt beim Nähen oben.

Tasche auf rechts drehen und überprüfen, ob alles gut genäht/gesteppt wurde. Tasche wieder auf links ziehen und die Nahtzugabe entweder mit einer Overlock-Maschine oder mit einem Zickzackstich versäubern.

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Mit der Innentasche und dem Innenboden ebenso verfahren.

Zusammensetzen von Außen- und Innentasche

Die Außentasche auf links ziehen, die Innentasche auf rechts.

Innentasche in die Außentasche stecken und dabei drauf achten, dass beim Zusammenstecken Seitennaht auf Seitennaht liegt.

In Nähfußbreite einmal rundherum steppen, dabei eine Wendeöffnung von etwa 20 cm lassen.

Jetzt seht ihr auch, wie wichtig es ist, den Gurt nicht bis zum Taschenrand festzunähen. Man muss nun nämlich zwischen Gurt und Taschenrand nähen und benötigt dafür ein wenig Platz.

Tasche vorsichtig durch die Wendeöffnung wenden.

Auf der rechten Seite einmal rundherum absteppen und dabei die Wendeöffnung schliessen. Gurt dabei mitfassen.

Taaadaaa…fertig 🙂

Anhang

  • Schnittmuster

Nehmt einen halben Bogen Packpapier (50 cm x 70 cm), faltet ihn einmal längs und zeichnet die Bruchkante ein:

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Ziemlich weit oben (siehe Foto unten) zeichnet ihr eine waagerechte Linie ein: jeweils 3 cm nach rechts und 3 cm nach links

Danach parallel zur oberen Linie und im Abstand von 10,5 cm eine zweite Linie ein: jeweils 24 cm nach rechts und 24 cm nach links

Und es folgt noch eine dritte Linie, die ebenfalls parallel zu den oberen Linien verläuft: wie die zweite Linie 24 cm nach rechts und 24 cm nach links. Der Abstand zur zweiten Linie beträgt 36, 5 cm

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Nun verbindet ihr die äußeren Punkte

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Das Schnittmuster ausschneiden.

Für die Außenfächer wird das Schnittmuster einmal mittig gefaltet, überstehende Ecken nach hinten geklappt.

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Nur zur Info:

Auf diesen Fotos stimmen die Proportionen nicht mit dem Original-Schnittmuster überein, weil ich zum Fotografieren ein kleineres Blatt Papier genommen habe.

Ma-Lus Kürbisrahmsuppe

von Ma-Lu

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Zutaten:

500 g Kürbis (ich nehme Hokaido)

500 g Kartoffeln

30 g Butterschmalz

1 Zwiebel

500 ml Hühnerbrühe ( zur Not geht auch Instant)

250 ml Sahne

1 Becher Kräuter Creme fraiche

Salz, Pfeffer, Estragon

Kürbis und Kartoffeln grob würfeln. Die Zwiebel fein würfeln und in Butterschmalz leicht anbräunen. Kartoffel- und Kürbisstücke zugeben und mit der Hühnerbrühe aufgießen. Etwa 30 Minuten weichköcheln lassen.

Die Sahne zugeben und noch einmal kurz erhitzen.

Mit Salz, Pfeffer und Estragon abschmecken.

Wer es etwas deftiger mag, gibt noch ein paar Schinkenwürfel, Mettenden oder Krabben/Garnelen hinzu.

Zum Schluss mit Creme fraiche anrichten.

Guten Appetit

wünscht

Ma-Lu

Ma-Lus Topflappen im Waffelmuster

von Ma-Lu

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Von meiner Mutter habe ich gelernt wie man Topflappen im Waffelmuster häkelt. Da einige sie gern nachhäkeln möchten, habe ich hier einmal eine Arbeitsanleitung geschrieben:

Material:

ca. 100 g Topflappenwolle, z. B. von Schoeller und Stahl. ( ich habe hier buntes Garn genommen)

ca.  25 g Topflappenwolle (uni)

Häkelnadel Nr. 4

Jetzt kann es losgehen..

35 Luftmaschen anschlagen + 3 Luftmaschen als Stäbchen für die 1. Reihe.

1. Reihe: Stäbchen häkeln ( es sind 36 Stäbchen)

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2. Reihe: 3 Wendeluftmaschen, dann abwechselnd 2 Stäbchen, 2 Reliefstäbchen (siehe Foto)

Insgesamt 18 Reihen häkeln.

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Mit einer anderen Farbe ( ich habe blau genommen) 10 Luftmaschen für den Aufhänger häkeln.
Dann weiter mit 8 Muscheln ( 3 Stäbchen in eine Masche) häkeln.

An jeder Ecke 4 Stäbchen in eine Masche.

 

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Dann mit der Hauptfarbe eine Reihe feste Maschen auf die Muscheln häkeln.

Fäden vernähen. Fertig.

 

Viele Grüße

Maluk

 

Mama, wie machst du Rouladen?

Wie ich schon bei „Mama, wie machst du Grünkohl?“ schrieb, koche ich nicht nach Rezept und es fällt mir schwer, aufzuschreiben, wie ich etwas koche.

Doch Tochter und Beutetöchter wohnen nicht in unserer Nähe und wir sehen uns nur wenige Male im Jahr. Für ein gemeinsames Kochen fanden wir bislang nie die Zeit, deswegen versuche ich mich nach und nach an „Anleitungen“ für unsere Familienrezepte, heute eben an Rouladen.

Diese „Mama-Rezepte“ sind also in erster Linie für die Töchter gedacht, aber vielleicht hat der eine oder andere Blogleser ja ebenfalls Lust sie nachzukochen.

Die Oma – also meine Mutter-  hat sie schon so geschmort/gekocht/gebraten und bis auf wenige Veränderungen sind es immer noch die Originalrezepte von ihr.

Meine Mutter hat Rouladen immer am Vortag geschmort, über Nacht kühl gestellt und am nächsten Tag noch einmal für eine gute Stunde geköchelt.

Meistens gab es sie an einem Sonntag oder einem Feiertag und das ganze Haus roch schon einen Abend zuvor nach Gebratenem und nach Rotkohl.

Der Pudding zum Nachtisch wurde auch am Vortag gekocht und wir Kinder durften schon mal den Topf „auskratzen“ und den Rührlöffel ablecken und uns auf morgige Schlemmereien freuen. Mein Lieblingspudding war übrigens Vanillepudding mit Brombeersoße. Von Brombeeren, die wir noch selbst gepflückt haben.

Es wäre schade, wenn diese Rezepte irgendwann -sozusagen mit mir- verschwinden würden, deswegen mache ich mir gern die Arbeit und notiere sie.

Da es bei uns zu Haus nicht üblich war, dass wir Kinder beim Kochen helfen durften, konnte ich als junge Frau weder kochen, noch hatte ich irgendwelche Küchenerfahrung. Als ich anfing, mich für das Kochen zu interessieren, musste ich mir alles anlesen, einige Kurse besuchen und üben, üben, üben.

Als ich mich dann irgendwann für diese alten Rezepte interessierte, habe ich meine Mutter ausgefragt und die Tanten ausgequetscht, weil die eine wunderbar kochen, die andere wunderbar backen und wieder eine andere wunderbar einkochen konnte.

Erfragt mal alte Rezepte von Oma, Mutter oder Tanten. Das ist ein mühseliges Unterfangen, denn es heißt oft: Ach Gott, wieviel ich davon nehme, weiß ich nicht. Eben nach Gefühl!

Es heißt: Tradition ist nicht das Bewahren der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers. Vielleicht kann ich meiner Tochter oder den Beutetöchtern auf diesem Weg ein kleines Feuer mitgeben.

Und auch den Töchtern zuliebe wage ich mich heute an ein Experiment, in dem ich die Rinderrouladen in Twist-Off-Gläsern einkoche und -na klar- sie ihnen per Post sende.

Normalerweise nehme ich Rinderrouladen aus der Oberschale, aber die Fleischerin war der Meinung, dass Rouladen aus der Unterschale ebenso gut seien und ich solle das doch einmal ausprobieren.

Zutaten:

Rinderrouladen ( dieses Mal eben aus der Unterschale)

Senf, Salz, Pfeffer, Öl zum Braten

Zwiebeln, eingelegte Gürkchen/ Cornichons

Speckstreifen

Rotwein, Knoblauchzehe

 

Zunächst einmal werden sie gesalzen und gepfeffert und großzügig mit Senf bestrichen.

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Zwiebeln und Gürkchen in Würfel schneiden und auf die Rouladen verteilen.

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Jeweils zwei Streifen geräucherten und gestreiften Speck auf die Rouladen legen.

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Einige legen in die Füllung noch ein kleines Bällchen Hackepeter hinein, meine Mutter hat darauf verzichtet und ich mache es je nach Lust und Laune.

Rouladen vorsichtig aufrollen.

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Bei uns werden die Rollen nicht mit Rouladenklammern festgesteckt, sondern mit einem Bindfaden (Nähgarn aus Baumwolle) zusammengebunden. Das Abwickeln ist später zwar etwas mühsam, aber da sie durch das Band fest zusammengehalten werden, kann man sie besser anbraten.

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Portionweise anbraten.

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Für das Anbraten sollte man sich etwas Zeit nehmen, denn nur von gut angebratenen Rouladen bekommt man eine würzige Soße. Also: nicht zu heiß anbraten und von allen Seiten gut bräunen. Eine kleine Knoblauchzehe fein schneiden und kurz mitbräunen.

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Rouladen aus dem Topf nehmen und Bratenfond mit trockenem Rotwein ablöschen.

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Rouladen und Soße (also Bratenfond mit Rotwein) in eine backofenfeste Form geben.

In den Sud kann man noch etwas Senf, Salz, restliche Gürkchen, einige grüne Pfefferkörner geben. Meine Mutter gab auch einen kleinen Brühwürfel dazu.

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Ich habe dafür eine große Form aus Edelstahl mit einem umgebogenen Rand. Der ist praktisch, weil nun alles gut mit Alufolie verschlossen wird, die ich unter diesen Rand perfekt feststecken kann und somit kein Dampf entweicht.

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Bei etwa 175 Grad Umluft für eine gute Stunde in den Backofen geben.

Normalerweise werden sie nun „unausgepackt“ über Nacht kühl gestellt, ich habe jedoch für euch die Alufolie geöffnet, damit ihr sehen könnt, wie sie jetzt aussehen.

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Am nächsten Tag werden die Rouladen für etwa eine Stunde im Ofen weitergeschmurgelt. Also…ein wenig nach Gefühl 🙂

Zwischendurch hole ich die Form mit den Rouladen kurz heraus und prüfe, ob sie zart geworden sind, wickel vorsichtig das Band ab und schmecke die Soße ab. Anschließend wieder gut verschließen. Die Soße etwas abbinden und die Rouladen wären nun eßfertig.

 

Einkochen in Twist-Off-Gläsern

Da ich die Rouladen einkochen möchte, habe ich sie heute morgen jedoch nur leicht erhitzt und sie dann in Twist-Off-Gläser gefüllt.

Gläser und Deckel müssen sehr sauber sein. Meistens stelle ich sie für eine kurze Zeit in kochendes Wasser oder trocken in den heißen Backofen.

Rouladen mit der filtrierten, heißen Soße auffüllen. Sofort mit dem Deckel verschließen. Die Soße darf nicht vor dem Einkochen mit Stärke/ Sahne/ Soßenfix  o.ä. abgebunden werden.

Gläser in ein  Wasserbad (kochendes Wasser verwenden)  in den Backofen geben und bei etwa 150 Grad eine Stunde einkochen. Die Gläser ein wenig beobachten und evtl. die Temperatur -wenns arg drin brodelt- herunterstellen.

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Gläser abkühlen lassen. Kühl stellen und recht zügig verbrauchen.

Da ich die Gläser versenden will und nicht weiß, ob sich meine Töchter an meine Anweisung, die Rouladen zügig zu verbrauchen halten werden, koche ich Fleisch oder auch eine Erbsensuppe nach 1 bis 2 Tagen ein zweites Mal ein.

 

Demnächst: die weltbeste Bolognese-Soße einkochen oder: Mama, wie machst du Nudelsoße?

 

„Maluks“ Pflaumen-Streusel-Sahnekuchen

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Zutaten
130 g Butter
200 g Zucker
1 Ei
1 P. Vanillezucker
250 g Mehl
1/2 P. Backpulver
500 g Pflaumen
100 ml Sahne
Butter, Zucker,Vanillezucker und das Ei verrühren.
Mehl und Backpulver dazu geben und zu Streusel verarbeiten.
3/4 des Streuselteiges in eine Springform drücken.
Die Pflaumen darauf verteilen.
Mit der Sahne übegießen.
Die restlichen Streusel auf der Masse verteilen.
Backen: 180 Grad Umluft/45 Minuten
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Ruck-zuck fertig und auch für Apfel, Kirsche oder Aprikosen geeignet.
Viele Grüße
Maluk

Einkaufsbeutel Heinrich

Links zu irgendwelchen Schnittmustern werden in unserer virtuellen Nähgruppe alle paar Tage gepostet. Meist sind es Schnittmuster von Taschen.

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Kosmetiktaschen, Reisetaschen, Rucksäcke, eine Clutch, Wickeltaschen, eine Laptoptasche, eine Umhängetasche,  Bade- und Sportbeutel, eine Snack Bag oder ein „Shopper“.

So viele Taschen benötigt natürlich kein Mensch, zumal  ein und dasselbe Modell oft nur in Farbe und Stoff variieren, aber es macht einfach Spaß sie -mehrfach- nachzunähen. Und irgendein dankbarer Abnehmer findet sich immer.

Einige Schnittmuster entwickeln sich zu regelrechten Lieblingsmodellen, wie zum Beispiel die Schnabelina (Gruß an die „Designerin“, die sich mit der Anleitung so unglaublich viel Mühe gegeben hat, dass man sich sogar als Nähanfängerin daran wagen darf), die Milow (Gruß an Christina von Zucker &Zimt) oder die pfiffige Boxy Bag (ganz besonders lieben Gruß an Sabine von Sew Simple).

Ein derzeitiges Lieblingsprojekt ist der Einkaufsbeutel Heinrich. Er hat eine angenehme Größe, eine gefällige Form und ist schnell zu nähen.

Entworfen hat ihn Bine von was eigenes und hier  findet ihr auch die Anleitung und das kostenlose Schnittmuster.

Von einigen „Heinrich-Näherinnen“ habe ich die ersten Fotos bekommen:

 

 

 

 

 

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Ich habe  „Heinrich“ mit einer zusätzlichen Tasche (Dank an „Buttze“ für die Idee) versehen.

Die Tasche kann sowohl außen als auch innen angebracht sein, außen jedoch peppt sie meiner Meinung nach die Tasche auf, weil man verschiedene Farben oder Materialien kombinieren kann.

 

In den letzten Monaten habe ich unzählige Schnabelinas genäht und dort wird u.a. eine schmale Außentasche  aufgesetzt. Ungefähr so eine wollte ich für den Heinrich haben.

 

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Bei mir beträgt die Breite der Außentasche etwa 18 cm. Die Länge ist natürlich so lang wie das Original- Schnittmuster, an der oberen Kante habe ich  die Taschenrundung vom Schnittmuster übernommen.

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Zwei passend geschnittene Stoffstücke rechts auf rechts legen und am besten an den Seiten festklammern, damit sie nicht verrutschen. Ich habe hier zwei unterschiedliche Stoffstücke genommen, aber für die erste Tasche -also zum Üben- sollte man besser zwei identische Stoffe verwenden.

Auf der linken Seite des einen Stoffes habe ich mir einen Schlitz eingezeichnet, dort wird später der Reißverschluss eingesetzt. Die Außentasche ist nicht besonders breit, deswegen habe ich den Schlitz schräg gezeichnet. Bei dieser Tasche ist er etwa 16 cm lang und 1 cm breit. Dieser Schlitz wird nun rundherum abgesteppt und zwar möglichst exakt, sonst sitzt der Reißverschluss anschließend nicht gut.

Den Schlitz aufschneiden und -damit es perfekt passt- links und rechts an den Enden ein Y einschneiden ( siehe Fotos).

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So wird geschnitten:

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Einen der beiden Stoffe durch diesen Schlitz ziehen.

 

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Die Kanten ein wenig in Form zupfen und glattbügeln.

 

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Den Reißverschluss einnähen.

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Beide Stoffstücke habe ich an den Seiten und an der unteren Kante mit einer Overlock (ein Hexenstich geht ebenso gut) versäubert.

 

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Tasche mittig auf eine Außenseite des Heinrichs aufnähen und die seitlichen Kanten mit einem aufgenähten Web- oder Gurtband verdecken.

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Ab jetzt geht es mit der Original-Anleitung weiter.

Fotos von weiteren „Heinrichen“ folgen…

Glücks-Muschel-Glas

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Dieses schöne GLÜCKS-Konfitürenglas darf man einfach nicht entsorgen, sondern muss es aufhübschen.

Ich habe es mit Muscheln beklebt, die ich zuvor mit Premium Color Dekorationsfarbe lackiert habe.

Zum Kleben habe ich eine Heißklebepistole benutzt, das hält bombenfest.

Schön sieht es aus, wenn man auf den noch warmen Kunststoffkleber etwas Glitter rieseln läßt. Wer es nicht so glitzernd mag, kann auch etwas Vogelsand draufstreuen.

 

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Die lackierten Muscheln machen sich übrigens auch gut auf (Span)Schachteln.

 

Einkochen: Rote Bete -himmlisch lecker-

Die ersten Rote Bete können geerntet werden. Wenn sie nicht zu groß sind, schmecken sie am besten und sind ideal zum Einkochen. Man sollte ausreichend Twist-Off-Gläser sammeln, um die leckeren Knollen im Winter süßsauer genießen zu können.

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Ich koche sie am liebsten nach einem sehr alten Rezept aus der Wesermarsch ein. Im Originalrezept wird jedoch 1500 g Zucker zugegeben, das ist mir definitiv zu süß, deswegen habe ich die Zuckermenge auf 1200 -1300 g reduziert.

Sud für Rote Bete:
– 1 Flasche einfachen Essig in einen großen Topf geben
– dazu dieselbe Menge Wasser plus eine Tasse Wasser zusätzlich
– 10 Nelken
– 3 Zimtstangen
– 1300 g Zucker
zugeben

Das Mischungsverhältnis mit der einen Tasse Wasser zusätzlich, klingt etwas eigenartig, aber ich vermute, dass man früher nicht immer einen Meßbecher zur Hand gehabt und sich so eben geholfen hat.
Den Sud einmal gut aufkochen lassen, der Zucker muss sich vollständig lösen. Dann in Twist-Off-Flaschen füllen, die Zimtstangen und Nelken auf die Flaschen verteilen, gut verschließen und am besten dunkel und kühl lagern. Man kann ihn nun monatelang aufbewahren und immer wenn man Lust auf „Rote Bete einkochen“ hat, macht man sich etwas davon heiß. Mindestens einen Tag sollte er aber „ziehen“, damit die Gewürze Zeit haben ihr Aroma abzugeben.

Rote Bete von Schmutz befreien und ungeschält in ausreichend Wasser gar kochen. Darauf achten, dass sie nicht zu weich werden.

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Etwas abkühlen lassen und -am besten mit Gummihandschuhen- schälen/ aus der Schale drücken. Die Knollen teilen und in Scheiben schneiden.

Wer mag schichtet in dünne Ringe geschnittene Zwiebeln zwischen die Rote Bete.

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Vorsichtig in Twist-Off-Gläser schichten, mit dem kochenden Sud bis etwas unterm Glasrand auffüllen und verschließen.
Gläser in eine Metallschale stellen und diese mit kochendem Wasser auffüllen.
Bei ca. 150 °Grad eine halbe Stunde im Backofen einkochen. Eventuell die Temperatur etwas verringern, wenn  es im Glas anfängt zu zischen.
Auf ein Geschirrhandtuch zum Abkühlen stellen.

 

Nachtrag:

Ich habe Zucchinis in diesem Sud eingekocht und meine Kolleginnen waren einhellig der Meinung, es schmecke wunderbar. Ich habe sie geschält, in Stücke geschnitten, in ein Twist Off-Glas gefüllt und mit dem Sud übergossen. Und nur minimal länger als Rote Bete eingekocht.

Da ich mir vorstellen kann, dass ein wenig Schärfe wunderbar zu den Zucchinis passen könnte, habe ich zu dem Sud und den Zwiebeln noch ein paar grüne Pfefferkörner und hauchdünne Chilischotenscheiben ins Glas getan. Sobald sie durchgezogen sind und ich sie probiert habe, werde ich berichten.

 

 

Rinderrouladen einkochen? Bitte hier entlang…

Upcycling: Weckglas

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Vor einiger Zeit sah ich auf einem Flohmarkt wunderschöne Weckgläser mit einem Porzellanknauf. Sie sollten etwa pro Stück 10 Euro kosten und das war mir – da ich gern viele verschiedene Gläser gehabt hätte –  definitiv zu teuer.

 

Mein Mann war so nett sich ans Glasbohren zu versuchen und Tine hat mir zu einem „Sonderpreis“ wunderschöne Porzellanknäufe besorgt.

Beim Nachmachen sollte man äußerst vorsichtig vorgehen und eine Schutzbrille und -maske tragen.

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Einen Glasdeckel auf eine feste, gerade und rutschsichere Unterlage legen ( hier ist es ein Holzbrett) und die Mitte  mit einem Klebepad (z.B. Malerkrepp) kennzeichnen.  Bringt man das Klebepad auf die Außen- und Innenseite des Glases, verhindert es gleichzeitig ein mögliches Splittern. Gebohrt wird mit einem speziellen Glasbohrer.

Als Kühlmittel gibt man etwas Speiseöl auf den Glasdeckel.

 

Gebohrt wird mit einer geringen Drehzahl (Schlagfunktion des Bohrers ausschalten) und ohne Druck, man(n) muss sich in Geduld üben und sehr, sehr vorsichtig bohren. Nähert man sich der Austrittstelle wird die Geschwindigkeit  weiter gedrosselt.

 

 

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Den Glasdeckel vorsichtig von den Ölresten befreien und den Knauf probehalber aufschrauben.

Da das Gewinde des Knaufes für einen Glasdeckel zu lang ist, sägt man es mit einer kleinen Eisensäge plan ab.

 

Die ersten Gläser stehen im Badezimmer, gefüllt mit Muscheln. Ein großes Glas wird zur „Keksdose“ umfunktioniert. Und drei weitere werden als Dankeschön zu Tine reisen.