Lea Linsters Madeleines

Ich habe eine Backform für Madeleines. Aus Silikon. Dabei kann ich Silikon-Backformen nicht ausstehen. Die einzelnen Vertiefungen der Form sehen jedoch sehr nach langgezogenen Muscheln aus. Und Muscheln liebe ich.

Und „Kekse“, die wie Muscheln aussehen, sind perfekt für mich.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis mir ein passendes Rezept in die Hände fiel:

Rezept für Madeleines nach Lea Linster

80 g Butter
60 g Mehl
40 g Mandeln, fein gemahlen
100 g Puderzucker
3 große Eiweiss
1 Messerspitze Backpulver

Ich habe zunächst die Butter geschmolzen und beiseite gestellt. Sie darf leicht gebräunt sein.
Mandeln, Puderzucker, Mehl sieben.
Eiweiss steif schlagen und den Mix aus Mandeln, Puderzucker und Mehl unterheben.
Die Butter dazugeben.
Der Teig muss nun unbedingt einen Tag lang im Kühlschrank ruhen

Am nächsten Tag soll man vor dem Backen noch eine Messerspitze Backpulver unterheben. Ich habe darauf verzichtet, weil der Teig eine wunderbare Konsistenz hatte -ähnlich Mousse au chocolat in hell- und ich diese nicht zerstören wollte.

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Es klappt auch ohne Backpulver prima.

Den Ofen auf ca. 160 bis 170 Grad Umluft vorheizen.

Die Formen etwas fetten und mit Mandelmehl bestäuben ( muss man bei Silikon wahrscheinlich nicht, habe ich aber trotzdem gemacht)und den Teig mit einem Löffel einfüllen.

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Nicht zuviel, denn dann läuft er über.

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Nicht zu wenig,sonst bekommen sie nicht ihre typische „Beule“.

Lea Linster gibt manchmal zu der Butter noch etwas feinen Honig dazu, dann „schmecken die Madeleines wie in der Provence“.
Anstatt Mandeln kann man auch Pistazien oder Haselnüsse nehmen.
Oder sie in Schokolade tauchen.
Oder 75 g geschmolzene Zartbitter-Schokolade unterheben. Schoko-Madeleines.

Mir würden sie wahrscheinlich mit wenig Zitronenschale gut schmecken. Oder mit einer Zitronenglasur und Rosmarin, ganz frisch und sehr feingehackt.

Johanni-Nüsse

Johanninüsse sind ganz normale Walnüsse, die in einem unreifen Zustand geerntet werden.
Diese Nüsse kann man jedoch nirgends kaufen.
Deswegen ist es ratsam, schon jetzt im Mai Ausschau nach Walnussbäumen zu halten, denen man eine Handvoll Nüsse quasi entwenden kann.
Oder sich im Bekannten-, Kollegen- und Verwandtenkreis schlau zu machen, wer solch einen Walnussbaum sein eigen nennt, um ihm in ca. vier Wochen einen Besuch abzustatten und ihm dabei kleine Tüte voll grüner Nüsse abzuschwatzen.

Johanni heißen sie, weil sie vor/um den 24. Juni (Johannistag) geerntet werden sollen. Die Nuss hat das Nussgehäuse noch nicht ausgebildet und ist daher noch weich und grün.

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Sie werden eingelegt und erst Monate später gegessen.

Johanninüsse/ Grüne Walnüsse

500 g grüne Walnüsse
500 g Zucker
1/2 Zimstange
3 Nelken
10 Pimentkörner
1/2 Zitrone, kleingeschnitten
250 ml Wasser

Die Nüsse mehrfach einstechen und min. eine Woche in Wasser legen.
Das Wasser täglich wechseln.
Walnüsse mit frischen Wasser ca. 30 Min. weichkochen und anschließend zurück in das Gefäss, in dem sie gewässert wurden, geben.
Aus Zucker, Wasser, Zimstange,Nelken, Pimentkörner, Zitronenstücken einen Sud kochen und heiss über die Früchte geben.
Die Früchte müssen vollständig bedeckt sein.
Gefäss fest verschliessen und sechs Monate durchziehen lassen.

Zu Weihnachten genießt man die Früchte zu Panna Cotta o.ä.

Hat jemand von euch eigentlich einen Walnussbaum im Garten stehen?

Das „Alte Kurhaus“ in Dangast und Dangaster Rhabarberkuchen

Dangast – und dort vor allem das „Alte Kurhaus“- mag man oder man mag es eben nicht.
Die Stühle und Tische im Kurhaus sind abgenutzt und oft etwas wackelig. Der Fussboden ist vermutlich schäbig, ich weiss nicht einmal wie er aussieht.
Man muss sich selbst bedienen und anschließend sein benutztes Geschirr wieder abräumen. Das macht man dort so. Drängeln oder unfreundliches Benehmen ist uncool, aber so was von!
Allzu pingelig sollte man auch nicht sein, es ist sauber…aber mehr auch nicht.

Ich mag es, denn Dangast ist für mich seit Jahrzehnten „Kult“.

Hier und vielleicht nur hier, im südlichsten Nordseebad und direkt am Jadebusen gelegen, sieht man im „Alten Kurhaus“ so viele unterschiedliche Menschen freundlich und höflich miteinander umgehen: die Hundebesitzer, die Tätowierten und Gepiercten, die Damen mit und ohne Pudel, die kinderreichen oder -armen Familien,die Frisch- und die Immernochverliebten, die Harley- und die Radfahrer, alte und junge Damen, dicke und dünne Herren,die Lang- und die Kurzhaarigen, die Sonnenanbeter und die Kalkweissen.
Alle haben sich lieb, na okay, das wirkt nun zu dick aufgetragen, aber alle respektieren sich und gehen vollkommen lässig miteinander um.

Und am Wochenende gibt es neben der angenehmen Atmoshäre, die ansteckend wirkt, ein weiteres Phänomen im „Alten Kurhaus“: die Schlange.
Die lange Schlange, die sich bildet, wenn man geduldig wegen des (über die Grenzen Frieslands bekannten) Rhabarberkuchens ansteht. Ohne zu drängeln, versteht sich.

Hier muss man auch nicht drängeln, dass Rezept „Dangaster Rhabarberkuchen“
gibt es für alle….aber pssst…..nicht verraten, ja?

Dangaster Rhabarberkuchen

4 Eigelb/ 4 Eiweiss
175 g Butter
150 g Zucker/ 250 g Zucker
1 P. Vanillinzucker
1 Prise Salz
1/2 P. Backpulver
250 g Mehl
ca. 750 g Rhabarberstücke (ca. 1cm)
ca. 150 g grob gehackte Mandeln

Eiweiss steif schlagen,250 g Zucker einrieseln lassen und anschließend die Mandeln unterheben.
Aus den restlichen Zutaten einen Rührteig bereiten und auf ein Backblech geben. Zuerst Rhabarber und dann das geschlagene Eiweiss darauf verteilen.
Bei 180 °Grad Umluft ca. 20 Min. backen.

Im Kurhaus isst man den Kuchen gern mit Sahne, am liebsten den noch warmen Kuchen und eiskalte Sahne.
Dazu heißen Kakao mit Sahne.

Dann hat man jedoch so viele Kalorien zu sich genommen, dass man vom Kurhaus durch das Wäldchen zur Galerie Hinck in der Strandvilla Irmenfried, von da in Richtung Gesundheitszentrum „Deichhörn“, weiter zum Dangast-Quellbad, am Strand entlang bis zum Campingplatz und von dort wieder vorbei am Alten Kurhaus Richtung „Etta von Dangast“ spazieren muss.

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Fotos: Schaf auf dem Deich am Vareler Hafen

Tipp: in Dangast dachte ich oft, die Zeit sei stehen geblieben. Seit dem letzten Besuch weiß ich, auch hier steht die Zeit nicht still.
Dangast verändert sich.

Wer noch ein wenig vom alten Dangast-Flair erleben möchte, sollte sich mit einem Besuch beeilen.

http://www.nordwestreisemagazin.de/cafes/alteskurhaus.htm
http://www.ndr.de/kultur/kunst/niedersachsen/Dangast-populaere-Kuenstlerkolonie,dangast194.html

Das neue Weltnaturerbeportal:
http://www.dangast.de/dangast_erleben/tourist_info_weltnaturerbeportal/index.html

 

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